Februar 2012
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Journal für Psychologie 2/2010 erschienen

Leider mit einiger Verspätung ist nun die 2. Ausgabe des Jahrgangs 2010 des Journal für Psychologie,der Zeitschrift der Neuen Gesellschaft für Psychologie,erschienen. Der Themenschwerpunkt lautet Soziale Anerkennung durch Arbeit und Beruf.

Herausgegeben wurde diese Ausgabe von Ralph Sichler,Stephanie Göll und Philipp Rettler.
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Erklärung von Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern zu den Standards akademischer Prüfungen

Die unterzeichnenden Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer haben mit Sorge zur Kenntnis genommen,dass die Universität Bayreuth die Aberkennung des Doktorgrades von Herrn zu Guttenberg nicht mit vorsätzlicher Täuschung begründet hat. Dabei sieht die Promotionsordnung der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bayreuth (*) als einzige Möglichkeit für die Aberkennung einer Promotion nach deren Bestehen den Nachweis einer Täuschungsabsicht vor (§ 16,Abs. (1) und (2)) und unterstreicht dies,indem in Absatz (3) explizit gesagt wird,dass ein späterer Nachweis von nicht erbrachter Leistung,bei der keine Täuschungsabsicht erkennbar ist,nicht zur Aberkennung des Titels führen kann. Die Promotionsordnungen anderer Fächer und an anderen Universitäten lauten ähnlich. Die Universität Bayreuth begründet ihr Vorgehen (für das sie sich statt auf die Promotionsordnung auf Artikel 48 des Verwaltungsverfahrensgesetzes beruft) mit dem Verstoss gegen wissenschaftliche Pflichten in erheblichem Umfang durch Herrn zu Guttenberg. Sie lässt die Frage eines möglichen Täuschungsvorsatzes dahingestellt. Inzwischen soll die Frage im Rahmen einer Kommission “Selbstkontrolle der Wissenschaft”in größerem Rahmen weiter geprüft werden,die Universität weist aber darauf hin,dass dies lange dauern kann. Wir sind überrascht,dass die Klärung der Täuschungsfrage im vorliegenden Fall nicht innerhalb weniger Tage erfolgen kann. Es ist klar,dass an sehr vielen Stellen seitenlang geistiges Eigentum anderer verwendet wird,ohne dass ordnungsgemäß zitiert wird,und dass dies teilweise (und ebenfalls in vielen Fällen) mit dem Austausch einiger Worte kombiniert wird. Es fällt bei dieser Sachlage,die nicht in Einklang mit der auch von zu Guttenberg gegebenen Eigenständigkeitserklärung steht,keine als die angegebenen Quellen benutzt zu haben,schwer,nicht an eine umfängliche vorsätzliche Täuschung zu glauben. Wir melden uns zu Wort,weil wir großen Wert darauf legen,dass unsere Studierenden sowie Doktorandinnen und Doktoranden den Rahmen,in welchem wissenschaftlich gearbeitet wird,kennen. Wenn Mängel wie die der zu Guttenbergschen Arbeit lediglich handwerkliche Fehler darstellen sollen,sehen wir die Gefahr,dass die bewährten Standards wissenschaftlicher Arbeit verkommen. Deshalb ist es wichtig,dass mit dem Fall zu Guttenberg kein negativer Präzedenzfall geschaffen wird.

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Bilder zum NGfP Kongress 2011 online

Die potographische Dokumentation des NGfP Kongresses 2011 mit dem Titel “Macht Kontrolle Evidenz”ist nun online zu erreichen unter:

www.ngfp.de/[...]/ngfp-kongress-2011/

Call for papers:Diversität und Ungleichheit

Diversität und Ungleichheit:Analytische Zugänge und professionelles Handeln in der Sozialen Arbeit
Jahrestagung der DGSA vom 25.-26.11.2011 an der Evangelischen Hochschule Dresden

Diversität und Ungleichheit sind Konzepte,die verstärkt Eingang in sozialwissenschaftliche Diskurse gefunden haben. Wurden diese Konzepte lange Zeit nur in den Dimensionen Geschlecht,soziale Schicht und ethnischer Herkunft diskutiert,hat sich die Forschung in jüngster Zeit zunehmend in Richtung jeweils situativ zu beschreibender Verbindungen verschiedener Dimensionen mit Blick auf die darin enthaltenen Diskriminierungen und Potentiale ausgeweitet. Die mit Globalisierung,Individualisierung und Pluralisierung verbundenen,widersprüchlichen Prozesse von Migration,Ausdifferenzierung von Lebenswelten und Lebensweisen sowie der Neujustierung der Geschlechterverhältnisse führen vielfach zu gesellschaftlichen und individuellen Verunsicherungen und Spannungen sowie zu gesellschaftlichem Ausschluss. In den vorhanden kulturellen,sozialen und geschlechtlichen Unterschieden und Ungleichheiten können aber auch Potentiale der individuellen und sozialen Emanzipation aus unbefriedigenden Lebenswirklichkeiten liegen.
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Bericht der Financial Crisis Inquiry Commission

Der Bericht der Financial Crisis Inquiry Commission zu den Ursachen der Finanzkrise wurde veröffntlicht.

Report Kurzform Gesamter Report

www.fcic.gov

weitere Links zum Thema:

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Für den NGfP Kongress 2011 sind noch freie Plätze verfügbar!

Zur Anmeldung

Kongress Website

OECD Bericht:Mehr Ungleichheit trotz Wachstum?

Hat die Einkommensungleichheit im Zeitverlauf zugenommen? Wer sind die Gewinner und wer die Verlierer in diesem Prozess? Sind alle OECD-Länder gleichermaßen von dieser Entwicklung betroffen? Inwieweit sind stärkere Einkommensungleichheiten die Folge größerer Disparitäten bei den persönlichen Erwerbseinkommen der Arbeitnehmer,und welche Rolle spielen dabei andere Faktoren? Wie wirkt sich schließlich die staatliche Umverteilung durch Steuer- und Transfer- systeme auf diese Trends aus?
Das sind einige der im vorliegenden Bericht behandelten Fragen – und die Antworten werden viele Leser überraschen. Dieser Bericht liefert Befunde dafür,dass die Einkommensungleichheit während der letzten 20 Jahre in den OECD-Ländern fast überall zugenommen hat,wobei zeitliches Eintreten,Intensität und Ursachen dieser Zunahme allerdings nicht dem entsprechen,was gewöhnlich in den Medien verbreitet wird.
Die Publikation Mehr Ungleichheit trotz Wachstum? enthält eine Reihe von Analysen über die Verteilung der wirtschaftlichen Ressourcen in den OECD-Ländern. Die Daten über Einkommens- verteilung und Armut erstrecken sich zum ersten Mal auf alle 30 OECD-Länder zum Stand von Mitte der 2000er Jahre,während bis Mitte der 1980er Jahre zurückreichende Informationen über Trendentwicklungen für rund zwei Drittel der Länder vorliegen. Der Bericht beschreibt zudem Ungleichheiten in einer Reihe von Bereichen (wie Vermögen der privaten Haushalte,Konsum- gewohnheiten,öffentliche Sachleistungen),die bei den herkömmlichen Diskussionen über die Verteilung der wirtschaftlichen Ressourcen unter Einzelpersonen und Haushalten in der Regel außer Acht gelassen werden. Wie viel Ungleichheit es exakt in einer Gesellschaft gibt,wird nicht durch den Zufall bestimmt,und es liegt auch nicht außerhalb der Macht der Regierungen,etwas daran zu ändern,solange sie sich der in diesem Bericht enthaltenen aktuellen Erkenntnisse bedienen.

Der gesamte Bericht “Growing Unequal Income Distribution and 2010″ als pdf

Forschungsprojekt HEyMAT veröffentlicht Dossier zur Sarazin-Debatte

In der 70 Seiten umfassenden Veröffentlichung wurden sowohl die Daten des Mikrozensus 2008 und 2009 im Hinblick auf die Thesen Thilo Sarrazins untersucht als auch 20 repräsentative Studien der renommiertesten deutschen Forschungseinrichtungen berücksichtigt und analysiert.

Vorrangig befasst sich die Analyse mit Sarazins 7. Kapitel “Integration und Zuwanderung”,da dort insbesondere die Thesen zu “Muslimen”zu finden sind.
Die Analyse zeigt klar auf,dass Sarazin keineswegs Vorreiter einer Debatte ist,sondern im Gegenteil selbst den Stand der Forschung nicht zu kennen scheint.

Die Vorwürfe ihm gegenüber lauten:
1. Er habe eigentlich die Wahrheit angesprochen –sich nur im Ton vergriffen.
2. Im Kern habe er Recht,nur mit der Genetik,das war zu viel.

Wenn am Ende in der Kernlandschaft die Botschaft hängenbleibt,Thilo Sarrazin habe eigentlich 2 Bücher geschrieben – ein richtiges über die Integrationsprobleme und ein falsches über die Genetik,dann ist das eine Aussage,die darauf schließen lassen könnte,dass sich bis dato kaum jemand die Mühe gemacht hat,sein Kapitel zu Integration und Zuwanderung ausführlich zu analysieren. Wenn diese Botschaft im Kern im Gedächtnis zurückbleibt,dann womöglich,weil er es durch seine selbstgewisse Darstellung in den Medien geschafft hat,seinem Buch den Nimbus der empirischen Sicherheit zu geben.
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