Die NGfP

Die Neue Gesellschaft für Psychologie e.V. ist ein Zusammenschluss von WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen aus der Psychologie und deren Nachbarprofessionen. Ihr gemeinsames Ziel ist die methoden- und gesellschaftskritische Auseinandersetzung mit psychologischen Themen. Zu diesem Zweck bemüht sich die NGfP um eine fächerübergreifende Zusammenarbeit sowie um die Überwindung der Spaltung von Wissenschaft und Praxis.

 

Vorankündigung

Unser nächster Kongress WIRD stattfinden:

     Corona. Die Inszenierung einer Krise
                                             
Hintergründe und Folgen                                              

Kongress der Neuen Gesellschaft für Psychologie

mit: Armin Bernhard, Almuth Bruder-Bezzel, Andrea Kleeberg-Niepage, Carl Vierboom, Christiane Reymann, Christoph Seidler, Eva Borst, Hannes Hofbauer, Harald Wallach, Jeanette Fischer, Johanna Degen, Klaus-Jürgen Bruder, Magda von Garrel, Matthias Rudlof, Michael Ley, Michael Schneider, Robert Scholz, Rudolph Bauer, Uli Gellermann, Werner Meixner, Georg Lind nur im Kongressband († 2021)

Der Kongressband wird dazu vorliegen

Auf Grund der ungeklärten Raumfrage bleibt der Termin offen

Programm und organisatorische Hinweise folgen demnächst

Psychologisierung politischer Verhältnisse

Kommentar zu dem Beitrag

„Der kollektive Schatten Deutschlands. Oder: Wieviel Faschismus steckt immer noch in uns Deutschen? Von Gotthilf Freudenreich, NDS vom 09. März 2022
https://www.nachdenkseiten.de/?gastautor=gotthilf-freudenreich

Klaus-Jürgen Bruder

An diesem überaus gut gemeinten und politisch informierten und reflektierten Artikel sieht man, welche gefährlichen Folgen die einfache und unkritische Übertragung der Psychologie auf politische Zusammenhänge haben kann.

Es geht dem Autor darum, den gegenwärtig in der unglaublichen Hetze gegen Russland für jeden Menschen sichtbaren Faschismus zu erklären und zu bearbeiten.
Seine Annahmen sind die von Freud bekannten:
„Ich gehe davon aus, dass die gleichen Grundgesetze, die eine einzelne Person determinieren, grundsätzlich auch für die kollektive Psyche einer Gesellschaft gelten“.1
Daraus lasse sich ableiten, „dass auch Deutschland als Ganzes auf Dauer nicht umhinkommen wird, sich der oben beschriebenen Abspaltung und Verdrängung zu stellen.“
Das heiße, „dieses Thema muss durch eine öffentliche Auseinandersetzung in das eigene Bewusstsein geholt und als Teil der deutschen Geschichte anerkannt werden.“
Das betreffe „nicht nur die Fehlinterpretation des Faschismus als zufälliges Ereignis oder den Völkermord an den Russen, sondern auch die jahrzehntelange Verdrängung dieser beiden Fakten in der Nachkriegszeit.“
Den entscheidenden Unterschied: zwischen Individuum und Gesellschaft lässt er aus seiner Betrachtung verschwinden, nämlich
die Tatsache der gesellschaftlichen Organisation der Individuen zu einer Gesellschaft: die Struktur von Klassen, Klassenteilung, die sich aus ihrer Stellung zu den Produktionsmitteln ergibt, aus der sich wiederum ihre sozioökonomischen Interessen ergeben.
Mit deren Verschwinden verschwindet auch das Subjekt der von ihm kritisierten Zustände aus dem Horizont seiner Betrachtung, ebenso wie die Geschichte von Klassenkampf, Klassenherrschaft, deren Geschichte die aller bisherigen Gesellschaft ist.
Die Geschichte der letzten beiden Jahre zeigt uns aber zur Genüge wie mit atemberaubender Geschwindigkeit aus einer Gesellschaft gemütlichen Mitläufertums eine das autokratischen Totalitarismus werden konnte.
Diese Veränderung haben die Millionen Einzelner, der Bürger mitgemacht, eben Mitläufer, aber es stand nicht in ihrer Wahl, sondern sie wurden vielmehr dazu verführt, überrumpelt, in Panik versetzt, also mehr oder weniger dazu gezwungen,
in dieser Verführung, die im Impfzwang endete, spielten die Medien, ihre Agitation, Propaganda, ihre Bilder, ihre ununterbrochene Verbreitung falscher Daten und Behauptungen eine zentrale Rolle. Täglich drängten die sehr schnell zu „Führern“ gemauserten Figuren: Drosten, Wieler, und vor allem Lauterbach sich in die Wohnzimmer der verängstigten und vereinzelten Menschen und bedrängten sie.
Im Hintergrund wurden nach und nach sämtliche Grundrechte außer Kraft gesetzt, in den Medien die Einschüchterung demonstrierender Kritiker durch die Polizei demonstrativ zur Schau gestellt, zur Disziplinierung der Bevölkerung, die dieses Schauspiel nur am Fernseher miterlebte.
Diesen entscheidenden Unterschied zwischen der Psychologie des einzelnen und der der Bevölkerung außer Acht zu lassen bedeutet zugleich die Verantwortlichen aus dem Blick zu verlieren und stattdessen den „Faschismus in uns“, in jedem einzelnen von uns dingfest und haftbar zu machen.2

1 Das ist die berühmte Freudsche Verkehrung von individuellem und gesellschaftlichem, die Verlagerung der äußeren Ursachen ins Innere (des psychischen Apparats): s. Klaus-Jürgen Bruder (2002) Phantasma der Macht. https://klaus-juergen-bruder.de/phantasma-der-macht; s.a. die freudsche Erzählung von Ödipus als Mythos der Macht. In: K.-J. Bruder & A. Bruder-Bezzel (Hg.) Individualpsychologische Psychoanalyse. Frankfurt/New York: (Europäischer Verlag der Wissenschaften Peter Lang) 2006; https://klaus-juergen-bruder.de/die-freudsche-erzaehlung-von-oedipus-als-mythos-der-macht

2 sowie Adler das bereit für den Ersten Weltkrieg beschrieben hat: Adler, Alfred (1919): Die andere Seite. Eine massenpsychologische Studie über die Schuld des Volkes. Wien. [Reprint (Faksimile) 1994, hrsg. und mit einem Vorwort versehen von Almuth Bruder-Bezzel].

Stellungnahme der Neuen Gesellschaft für Psychologie (NGfP) zur „Berliner Erklärung“

In dem seit einiger Zeit unter der Überschrift „Berliner Erklärung“ kursierenden Papier mehrerer Parteien und Organisationen wird pauschal und in der Sache falsch behauptet, dass die an den „Montagsspaziergängen“ teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger den Aufrufen von “Nazis, Rassist*innen, NS-Verharmloser*innen und Antisemit*innen” folgen würden.

An anderer Stelle ist sogar die Rede vom „Egoismus“ der Spaziergänger*innen sowie von einem „sozialdarwinistischen Verhalten der Corona-Proteste“. Hier wird den sich für die Demokratie engagierenden Bürger*innen, die auf der Basis eines Grundrechts ihre kritische Meinung öffentlich kundtun, Menschenfeindlichkeit unterstellt.

Da die Initiatoren der „Berliner Erklärung“ ihre ungeheuerlichen Zuschreibungen nicht beweisen können, ködern sie die potenziellen Leser*innen stattdessen mit zustimmungsheischenden Begriffen wie „Solidarität“ und „Haltung“. Damit wird der Anschein erweckt, dass Repressionen gegen die Kritiker*innen der Coronamaßnahmen sowohl erforderlich als auch legitim sind, was sich in der Realität auch schon in Form gewalttätiger Übergriffe von Seiten der „Gegendemonstranten“ bemerkbar gemacht hat.

Im Zusammenhang mit der Kritik an der Coronapolitik der Regierungen werden in der „Berliner Erklärung“ außerdem „wissenschaftsfeindliche Scheinargumente“ erwähnt. Hiermit negieren die Initiatoren und Unterstützer*innen der Erklärung völlig, dass es zahlreiche wissenschaftliche Studien renommierter Wissenschaftler*innen gibt, auf die sich die Kritik der Maßnahmen stützen kann. Die Initiatoren offenbaren ihre Unkenntnis des wissenschaftlichen Forschungsstandes zu Corona, den Coronamaßnahmen und ihren Auswirkungen auf die Bevölkerung. Die fehlende Offenheit für regierungskritische Positionen lässt auf ein mangelndes demokratisches Bewusstsein schließen.

Zusammenfassend stellen wir fest, dass es sich bei der „Berliner Erklärung“ um ein polemisches Pamphlet mit einem äußerst destruktiven Kern handelt. Wer seinen protestierenden Mitmenschen pauschal und unbewiesen politische Dummheit und unlautere Motive unterstellt, tut genau das, was er diesen vorwirft: Er verweigert und vergiftet die Debatte über konstruktive aus der coronabedingten Lage herausführende Wege und trägt somit zu einer weiteren Vertiefung der gesellschaftlichen Spaltung bei.

Dem in der „Berliner Erklärung“ versuchten Rufmord an den Kritiker*innen der Coronamaßnahmen stellen wir uns entgegen und werden uns unser demokratisches Recht auf freie Meinungsäußerung nicht nehmen lassen.

Im Namen des Vorstands: Prof. Dr. Klaus-Jürgen Bruder (Vorsitzender) und Magda von Garrel

Die Neue Gesellschaft für Psychologie (NGfP) ist ein Zusammenschluss von Psycholog*Innen und Angehörigen verwandter Berufe, mit dem Ziel, ein diskursives, kritisches und reflexives Wissenschaftsverständnis der Psychologie weiterzuentwickeln, eine problemgerechte und gesellschaftlich verantwortliche Forschung und Praxis zu unterstützen und eine Erneuerung der geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Orientierung zu ermöglichen. In der Zeit vom 26. bis 28. Mai 2022 führt die NGfP in Berlin einen Kongress zum Thema „Corona. Die Inszenierung einer Krise – Hintergründe und Folgen“ durch.

Rufmord mit Ansage an kritischem Medienwissenschaftler – der Konformismus der Leitmedien

Für eine funktionierende Demokratie muss die Freiheit der Meinung, Kunst und Wissenschaft (Artikel 5, Grundgesetz) in Gesellschaft und Medien unbedingt gewährleistet werden.
Seit Beginn der gesellschaftlich-medialen Pandemieberichterstattung ist offensichtlich, wie die Freiheit und Vielfalt der Wissenschaft und der Meinung(en) unterminiert wird.
WissenschaftlerInnen, die mit ihrer Expertise kritische Analysen in die wissenschaftliche und öffentliche Diskussion einbringen und dabei nicht dem politischen und medialen Mainstream folgen, werden von ihren eigenen Hochschulen ausgegrenzt und in den Leitmedien schlechtgeschrieben, indem sie ohne eine faire argumentative Auseinandersetzung als “Verschwörungstheoretiker”, “Rechte” und “Querdenker” diffamiert und ihre wissenschaftliche Reputation in Frage gestellt wird.

Ein aktuelles Beispiel ist die Hetze gegen den kritischen Medienwissenschaftler Prof. Michael Meyen.
Eine kritische exemplarische Analyse der medialen Diffamierungsprozesse gegen Person und Reputation, mit denen eine wirkliche inhaltliche Auseinandersetzung mit kritischen Positionen vermieden und abgewehrt wird, ist hier zu finden:

https://multipolar-magazin.de/artikel/ein-professor-soll-weg

Wir trauern um einen mutigen Kollegen

 

Georg Lind war einer der ersten, der sich gegen den Irrsinn engagiert hat, eine ganze Gesellschaft unter dem Vorwand, sie gegen ein Virus zu schützen, in Gewahrsam zu nehmen.
Seinem unerschrockenen Einsatz verdanken wir einen wesentlichen Beitrag bei der Verbreitung der unterdrückten Forschung und Diskussion.
Er wollte auf dem nächsten Kongress der Neuen Gesellschaft für Psychologie mit einem Beitrag dabei sein.
Wir haben durch seinen frühen Tod einen großartigen Gefährten und Freund verloren.

Klaus-Jürgen Bruder

im Namen des Vorstands
der Neuen Gesellschaft für Psychologie

3G- Regelung an Hochschulen: Menschenrecht auf Bildung ad acta gelegt – Impfpflicht durch die Hintertür

Conny Stahmer-Weinandy

Nachdem Studierende 1,5 Jahre isoliert im Homeoffice „studieren“ mussten, dürfen sie ab WS 2021/2 wieder an Präsenzveranstaltungen teilnehmen. Nach Maßgabe der Corona – Länderverordnungen und mit Unterstützung der Hochschulrektorenkonferenz (1) wird von den meisten Hochschulen die sogenannte 3G- Regel eingeführt. Nur wer geimpft, genesen oder tagesaktuell getestet ist, darf die Hochschule betreten.

Wer sich nicht an diese Regeln hält, wird von den entsprechenden Seminaren ausgeschlossen, des Campus verwiesen und mit Ordnungsmaßnahmen belegt. Das gilt gleichermaßen für Mitarbeiter*innen der Hochschulen.

Die Studierenden haben keinen Anspruch auf Ersatzveranstaltungen oder den virtuellen Besuch der betreffenden Präsenz-Seminare.

Mit der Kostenübernahme der Tests ab 11.10.2021 wird sich der Kreis der Ausgeschlossenen sehr wahrscheinlich erweitern, denn viele Studierende können sich mehrfache Testungen in der Woche finanziell nicht leisten.

Das weiß auch Peter-André Alt, Präsident der HRK, und nimmt die Ausgrenzung von Ungeimpften billigend in Kauf, indem er konstatiert:

„Das dritte G wird in der Praxis kaum umsetzbar sein. … Es wird für ungeimpfte Studierende kaum finanzierbar sein, jedes Mal einen Test zu bezahlen, wenn sie in die Hochschule gehen.“ (2)

Ungeimpfte Student*innen, die sich die Tests nicht leisten können, ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit einfordern und sich nicht impfen lassen wollen, haben somit nur eine Alternative: Impfung oder Abbruch des Studiums, was faktisch einem Impfzwang und einer Aufhebung des Grundrechts auf Bildung gleichkommt.

An der Universität Karlsruhe wird den Student*innen diese Entscheidung bereits abgenommen: Wer drei Mal gegen die Regeln verstößt, kann exmatrikuliert werden.

Die Hochschule sieht dafür ein dreistufiges Verfahren vor: 1. Regelverstoß impliziert den zweiwöchigen Ausschluss von der Präsenz-Lehre, der 2. Verstoß führt zu einem Ausschluss von Präsenzveranstaltungen bis Semesterende und beim 3. Regelwidrigkeit kann es zur Exmatrikulation kommen. (3)

Das repressive Vorgehen der Hochschulleitungen spiegelt sich auch in den angeordneten Kontrollmaßnahmen wider.
Dabei wird vor Denunziation, Stigmatisierung und Spaltung der Studentenschaft nicht zurückgeschreckt.

Kontroll-Teams, bestehend aus internen und externen Mitarbeiter*innen, prüfen „flexibel“ an verschiedenen Orten des Campus die Einhaltung der Zulassungsverordnungen.

Die Uni Münster wirbt auch innerhalb der Studentenschaft für diese Teams. Als „COV-SCOUTs“ können sich die Student*innen im Rahmen von 450 Euro Jobs an der Kontrolle ihrer Kommiliton*innen beteiligen. (4)

Einige HS gehen noch einen Schritt weiter und führen die Kennzeichnung der Student*innen ein. Unter der Überschrift „LUH-Campus – Safer Science! – LUH-Einlassbänder erleichtern den Zugang“ wirbt beispielsweise die Hochschulleitung der Universität Hannover für das freiwillige Tragen von farbigen Einlassbändern. (5)

In Paderborn hat niemand mehr die Qual der Wahl. Dort tragen alle Studierende für den 3G Nachweis ein farbiges Bändchen, das täglich die Farbe wechselt.

Zurecht fragt Ralf Wurzbacher in seinem auf den NachDenkSeiten erschienen Artikel „ Bildungsspritze: Wer in Deutschland studieren will, muss den Ärmel hochkrempeln, ob da nicht irgendwem „düstere Erinnerungen in den Sinn“ kommen könnten.(6)

Bisher regt sich jedoch nur wenig Widerstand gegen die willkürlichen staatlichen 3G-Eingriffe in das Grundrecht auf Bildung und die körperliche Unversehrtheit.
Dabei gibt es viele Gründe, die Impfung mit einem experimentellen Impfstoff abzulehnen.
Bereits jetzt ist abzusehen, dass die sogenannte Impfung gegen Covid 19 zu mehr Nebenwirkungen führt als bei allen bisher zugelassenen Impfstoffen. Langzeitwirkungen sind noch nicht bekannt, Mittlerweile häufen sich auch die Stimmen, die die Wirksamkeit und den Schutz der Covid Impfstoffe in Frage stellen (7).

Und es gibt auch gute Gründe an der Verfassungsmäßigkeit der 3G und 2G Regeln zu zweifeln.

Erst vor kurzem hat der Staatsrechtler Professor Dr. Dietrich Murswiek ein Gutachten vorgelegt, in dem er 2G- und 3G- Regeln scharf kritisiert:
„Sämtliche 2G- und 3G-Regeln, insbesondere 3G mit kostenpflichtigem Test, die Benachteiligung bei Quarantänepflichten sowie das Vorenthalten der Verdienstausfallentschädigung für Ungeimpfte sind mit dem Grundgesetz unvereinbar und verstoßen gegen die Grundrechte der Betroffenen.“
„Der indirekte Impfzwang, der über 2G und 3G ausgeübt wird, ist unverhältnismäßig, weil er das Selbstbestimmungsrecht der Betroffenen bezüglich ihrer körperlichen Integrität drastisch einschränkt und ihnen potentiell schwerwiegende Lebens- und Gesundheitsrisiken auferlegt“ (8)

Wieder einmal ignorieren Hochschulen, aber auch Bildungsverbände und Gewerkschaften die Stimmen aus Wissenschaft und Gesellschaft, die es wagen, das Coronaregime in Frage zu stellen. Stattdessen übernehmen sie staatsdienlich das herrschende Corona-Narrativ der Regierung und lassen sich für deren politische Ziele instrumentalisieren. Die notwendige kritische Distanz von Forschung und Lehre gegenüber politischer und gesellschaftlicher Macht sucht man vergeblich, gesellschaftskritischer Diskurs findet nicht statt. Damit beweisen Hochschulen einmal mehr ihre „regimestützende Rolle“ (9)

Es bleibt zu hoffen, dass u.a. Initiativen wie #wissenschaftstehtauf, #allesaufdentisch #studentenstehenauf, alternative Medien und kritische Wissenschaftler den Student*innen, die genötigt und die existentiell bedroht werden und sich dennoch diesen Maßnahmen widersetzen wollen, eine hörbare Stimme geben können.

Quellen:

(1) https://www.hrk.de/themen/hochschulsystem/covid-19-pandemie-und-die- hochschulen/
(2) https://www.rnd.de/beruf-und-bildung/corona-und-studium-was-bedeutet-die-3g-regel- fuer-studierende-SMMOF55LN5FY5HEBG2U6XGI3P4.html
(3) https://www.h-ka.de/corona/news-fallzahlen
(4) https://www.corodok.de/denunzierung-auf-450-e-basis/#more-24967
(5) https://www.uni-hannover.de/de/universitaet/aktuelles/corona/detailansicht/news/nachricht-der-hochschulleitung-an-die-studierenden-der-luh-22/
(6) https://www.nachdenkseiten.de/?p=75902
(7) Die Ergebnisse einer aktuellen Havardstudie, veröffentlich im European Journal of Epidemiology belegen, dass die experimentellen Impfstoffe, nicht wie bisher angenommenen, einen Schutz vor einer Infektion garantieren. Eine höhere Impfrate bewirkt keineswegs eine niedrigere Ansteckungsrate.
https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s10654-021-00808-7.pdf
(8) https://impfentscheidung.online/rechtsgutachten-verfassungswidrigkeit-impfzwang/
(9) https://sciencefiles.org/2021/09/08/ausgerechnet-hochschulen-werden-zu-exekutoren-der-apartheid-

Verkehrung als Waffe des Diskurses der Macht

Klaus-Jürgen Bruder, Berlin,
Neue Gesellschaft für Psychologie

Vortrag in der Online-Veranstaltung „Freiheit, Sicherheit, Solidarität – Wie wollen wir gesund leben?” der Gruppe “linker kritischer Coronadiskurs” am den 15. Oktober 2021

Wie wir leben wollen? – Auf jeden Fall nicht so wie heute!

was ist an dem jetzigen Leben falsch?
Die Beschneidung der Bürgerrechte,
die jeder rationalen Grundlage entbehrenden allgegenwärtigen Anweisungen,
das Gefühl, der Willkür von Idioten ausgesetzt zu sein,
ihrem sadistischen Machtprotz,
dem Gefühl völliger Ohnmacht, Unsicherheit wie es weitergehen wird,
ein Gefühl, sich in einer Irrenanstalt zu befinden,
in einer Goffmanschen Totalen Institution ,
Misstrauen hat die Beziehung zu anderen vergiftet.

Austausch, Diskussionen, Gespräche im größeren Kreis, Universitäten, Schulen, Bildung und Weiterbildung finden kaum mehr ohne Video statt.
Das Medium beherrscht die Kommunikation, verändert sie,
und das Wissen, einer unbekannten „Öffentlichkeit“ ausgeliefert zu sein,
die ohne dass wir es wissen mithören, dabei sein kann,
eine Öffentlichkeit, die wir nicht mehr kontrollieren können, in der wir immer die Möglichkeit unkontrollierter Kontrolle mitdenken müssen….

Der gesamte Vortrag zum Download: Verkehrung als Waffe des Diskurses der Macht

Über die Psychologie des Verschwörungsleugners

Der Beitrag zur Psychologie der Verschwörungsleugner von Tim Foyle, der bereits das Datum 12.03.2021 trägt, wird trotzdem – wenn auch mit Verspätung – auf unserer Seite verbreitet, denn er arbeitet eine ganz entscheidende Taktik des „Corona“- Diskurses heraus:

Die Taktik der „Verkehrung“, die bereits George Orwell als die entscheidende Taktik des Diskurses der Macht ins Zentrum seiner Dystopie gestellt hatte. Es ist die Taktik des „Hexeneinmaleins“: „Aus Schwarz mach weiß, aus Rechts mach Links“ – dem Bildungsbürger aus Goethes Faust Teil zwei wohlbekannt – die gleichwohl in der Inszenierung des Coronaregimes, gerade in den Reihen der Bildungsbürger, Jürgen Habermas nicht ausgenommen, einen verblüffend großen Erfolg hatte.

Tim Foyle stellt die Verkehrung wieder vom Kopf auf ihre Füße, indem er überzeugend belegt, dass das Etikett „Verschwörungstheoretiker“ der Verleugnung der Verschwörung der „Eliten“ gegen die Bevölkerung dient, wie sie Paul Schreyer in der „Chronik einer angekündigten Krise: Wie ein Virus die Welt verändern konnte“ vom September 2020 herausgearbeitet hatte.

Problematisch ist allerdings Foyles Analyse der psychologischen Antriebe – er stellt sie am Ende selbst zur Diskussion. Am Begriff des „Soziopathen“, der in der Psychiatrie zur Diagnostizierung einer psychischen Störung vor allem des Sozialverhaltens der Person verwendet wird, wird eine Psychologisierung gesellschaftlicher Zusammenhänge deutlich, die selbst zu einer Verkehrung von Ursache und Folge führt.

Originalversion:https://off-guardian.org/2021/03/12/on-the-psychology-of-the-conspiracy-denier
Dt. Version: https://blog.bastian-barucker.de/ueber-die-psychologie-des-verschwoerungsleugners/

s.a.: Matthias Bröckers. Verschwörungstheorie. Anmerkungen zur Inflation eines Kampfbegriffs. In: Almuth Bruder-Bezzel und Klaus-Jürgen Bruder (Hg.) Macht – wie die Meinung der Herrschenden zur herrschenden Meinung wird. Frankfurt/M.: Westend Verlag, S. 166-176.

s.a.: Norbert Härings Analyse von 19 im Corona-Regime umgepolten Begriffen auf seiner Internetseite https://norberthaering.de/liste-manipulationen/

„Gemäß einem Strategiepapier aus dem deutschen Innenministerium war es von Beginn an Regierungsziel, Angst vor Covid zu erzeugen. Wie in George Orwells „1984“ werden die Begriffe umgedeutet um das Reden, Denken und Fühlen der Menschen in die gewünschte Richtung zu lenken. Das betrifft auch das Ziel, Impfung als (allein) heilbringend und unbedingt notwendig erscheinen zu lassen. Es folgt ein Kompendium umgedeuteter Begriffe (Stand 28.09.2021).“

Sagen was ist – im Angesicht der Macht

Klaus-Jürgen Bruder

Wie kann das sein: es geht immer so weiter,
obwohl die Begründungen für die drastischen Maßnahmen längst obsolet geworden sind.
Die Kritik an der Unbrauchbarkeit der Tests, an der Unbrauchbarkeit der Masken,
an der Unnötigkeit der Lockdown Maßnahmen wird immer breiter,
immer mehr Wissenschaftler und Experten schließen sich ihr an.
Zuletzt, am 21.07.2021 hat das CDC[2] bestätigt, dass der PCR-Test nicht zwischen SARS und Influenza unterscheiden kann und zieht den Einsatz von PCR-Tests in den USA ab 31. Dezember 2021 zurück. Dieser Test hat mehr wirtschaftlichen Schaden und Leid verursacht als jedes andere medizinische Gerät in der Geschichte……….

Weiter zum gesamten Text: Sagen was ist im Angesicht der Macht

Therapeutische Reinräume: Über das Schweigen der Psychologen

Von Michael Ley und Carl Vierboom

In der gegenwärtigen Krise bleiben die Psychologen auffällig schweigsam. Es gibt einige wenige Psychologen, die sich mit Kritik an der Corona-Statistik zu Wort melden, die auf die schwierige Situation in den Familien aufmerksam machen oder die darüber nachdenken, wodurch die Angst vor dem Virus motiviert sein könnte. Die meisten halten sich mit Stellungnahmen zu Corona aber zurück. Besonders, wenn es um kritische Äußerungen zu einzelnen Maßnahmen der Bundesregierung geht, überlassen sie den Ärzten oder Psychiatern das Wort. Man hat den Eindruck, als wollten sich Psychologen im Angesicht von Corona nicht zu Bekenntnissen hinreißen lassen.
Das überrascht um so mehr, als Psychologen in der Vergangenheit keineswegs unpolitisch waren. Der kritische Blick auf gesellschaftliche und politische Zusammenhänge gehörte einmal zum Selbstverständnis der Psychologen dazu. Es gab eine Zeit, in der sich bestimmte Gruppierungen innerhalb der Psychologie sogar ausdrücklich zu einer „Kritischen Psychologie“ bekannten. Davon abgesehen gibt es kaum ein soziales oder politisches Phänomen, zu dem sich einzelne Psychologen oder ihre Zunft im ganzen nicht geäußert hätten: angefangen bei Fragen zur Erziehung, über die Auswüchse des Städtebaus oder beim Medienkonsum bis hin zur Atomkraft oder zur Lage in den Gefängnissen und Psychiatrien.
Psychologen haben sich nie darauf beschränkt, bloß individuelle Leiden zu therapieren. Sie haben die seelischen Nöte der Menschen immer auch in den Zusammenhang gesellschaftlicher Verhältnisse gerückt und sich berechtigt gesehen, dazu Stellung zu nehmen. Sie haben ihr Recht als Staatsbürger wahrgenommen und sich zu Wort gemeldet. Bei Corona dagegen bleiben die meisten stumm……

Zum gesamten Text: Therapeutische Reinräume: Über das Schweigen der Psychologen