Die NGfP

Die Neue Gesellschaft für Psychologie e.V. ist ein Zusammenschluss von WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen aus der Psychologie und deren Nachbarprofessionen. Ihr gemeinsames Ziel ist die methoden- und gesellschaftskritische Auseinandersetzung mit psychologischen Themen. Zu diesem Zweck bemüht sich die NGfP um eine fächerübergreifende Zusammenarbeit sowie um die Überwindung der Spaltung von Wissenschaft und Praxis.

Die Zeitschrift der NGfP ist das Journal für Psychologie

Über den Verlust des kritischen Verstandes bei Wissenschaftlern

Anmerkungen zu den für den 22. April geplanten Märschen für Wissenschaft
Nachdenkseiten vom 18. April 2017
http://www.nachdenkseiten.de/?p=37873#more-37873

Journal fuer Psychologie zum Thema „Kriegsdiskurse“

Liebe Freunde der Neuen Gesellschaft für Psychologie,
liebe Mitglieder,

heute moechte ich Sie auf das Erscheinen des Themenhefts 1/2017 des Journal fuer Psychologie (JfP) hinweisen. — Die von Peter Mattes und Ophelia Solti herausgegebene Ausgabe versammelt Beitraege zum Thema „Kriegsdiskurse“.

Kriegsdiskurse haben die Wissenschaft Psychologie zu Zeiten mehr bestimmt als es einer um das Wohl von Menschen besorgten Disziplin angelegen sein sollte. Das betrifft bekanntermaßen die Entwicklung der Psychodiagnostik ebenso wie die der Sozialpsychologie und Einstellungsforschung sowie bestimmter Persönlichkeitskonzepte. In dieser Ausgabe des Journal für Psychologie werden eine Reihe von neuen Untersuchungen vorgestellt, die zeigen, wie Gruenderfiguren der deutschsprachigen Psychologien während des Ersten Weltkriegs bis hin zu exilierten PsychoanalytikerInnen in den USA während des Zweiten sich persoenlich wie institutionell dem herrschenden Zeitgeist, oft auch direkt militärischen Interessen unterwarfen. Aus der Gegenwart wird das Engagement der APA in die Folterpraktiken von
US-amerikanischen Geheimdienstinstanzen bzw. dessen nur zögerliche Aufarbeitung diskutiert sowie die Möglichkeit einer Psychologie einheimischer Dschihadanhänger eroertert. Ein Aufsatz zu einschlaegigen politischen Ideologien in der BRD schließt die Ausgabe ab.

Die Ausgabe ist zu lesen im Open Access sowie als Print on Demand beim
Psychosozial-Verlag zu beziehen.
[Das Inhaltsverzeichnis mit den Direkt-Links zu den Einzelbeitraegen findet
sich weiter unten.]

Die Ausgabe ist Open Access abrufbar unter
https://www.journal-fuer-psychologie.de/
[Direkt-Link:
https://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/issue/view/50
Zurueckliegende Ausgaben des JfP finden sich unter:
http://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/issue/archive

Beitraege auch jenseits der jeweiligen Themenschwerpunkte sind jederzeit
willkommen. Reichen Sie diese bitte direkt ueber das Portal auf unserer
Website ein:
https://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/about/submissions#onlineSubmissions
ein.

Herzliche Grueße im Namen der Redaktion des Journals fuer Psychologie,

Guenter Mey

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** Heft 1/2017: Kriegsdiskurse
Herausgegeben von Peter Mattes und Ophelia Solti

INHALT

Editorial: Peter Mattes, Ophelia Solti
https://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/422/465

Susanne Guski-Leinwand : „Kriegspsychologisches“: Publikationen und
Engagements von Psychologen mit Bezug zum Ersten Weltkrieg
https://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/423/466

Armin Stock: „Wer Funken sät wird Feuer ernten“. Oswald Külpe und seine
Ethik des Kriegs
https://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/424/467

Almuth Bruder-Bezzel: Alfred Adler und der Erste Weltkrieg
https://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/425/468

Andrea Gräfin v. Hohenthal: Wissenschaft im Krieg? Der Austausch zwischen
deutschen und britischen Psychologen während und nach dem Ersten Weltkrieg
https://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/426/469

Helmut E. Lueck, Miriam Rothe: Kinder erleben den Weltkrieg. Empirische
Untersuchungen zu Beginn des Krieges
https://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/427/470

Knut Müller: „The patient is extremely pessimistic about his personal role
in the war“. Als Psychoanalysen zu geheimdienstlichen Akten wurden:
Franz Alexander und das Chicago Institute for Psychoanalysis waehrend des
Zweiten Weltkriegs
https://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/428/471

Dan Aalbers, Thomas Teo: The American Psychological Association and the
torture complex: A phenomenology of the banality and workings of bureaucracy
https://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/429/472

Herbert Csef: Faszination Dschihad: Was junge Deutsche beim IS suchen und
finden
https://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/430/473

Klaus-Jürgen Bruder: Psychologische Kriegsvorbereitung
https://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/431/474

ISSN: 2198-6959

60 Jahre nach den Göttinger 18: Deutschland atomwaffenfrei oder Nuklearmacht

Sehr geehrte Damen und Herren,

aus Verantwortung „Nein“ gesagt zu haben zum deutschen Griff zur Atombombe, das ist die historische Leistung der  Wissenschaftler, die
1957 den Aufruf der Göttinger 18 unterzeichneten und eine Mitarbeit an der Bombe verweigerten.

Weiterhin „Nein“ zur Atombombe zu sagen ist 60 Jahre danach von bleibender, dramatischer Aktualität – nicht nur wegen der milliardenschweren „Modernisierungsprogrammen“ in allen Atomwaffenstaaten. Die Weigerung der Bundesregierung, sich an den UN-Verhandlungen zu einem Verbot von Atomwaffen zu beteiligen, ist ein politscher Skandal. Welchen Wert haben dann einmütige Beschlüsse des Deutschen Bundestages für eine Welt ohne Atomwaffen?

Die neu aufkommende Diskussion über einen deutschen Griff zur Bombe oder einer europäischen Atombombe als Reaktion auf die Politik eines aufrüstungswütigen Präsidenten der USA zeigt, Atomwaffen und ihre Abschaffung müssen wieder ein gesellschaftliches Thema werden.

Dazu soll die Veranstaltung „60 Jahre nach den Göttinger 18:
Deutschland atomwaffenfrei oder Nuklearmacht“ am 6. April 2017 an der HU Berlin beitragen.

Es gilt die Mahnung: nie wieder Hiroshima, nie wieder Nagasaki!

Wir würden uns auf Ihre Teilnahme an der öffentlichen Veranstaltung freuen. Bitte finden Sie das Programm anbei oder auf www.ialana.de. Um eine kurze Anmeldung an info@ialana.de wird gebeten.

Mit freundlichen Grüßen,

Lucas Wirl

The Berlin Symposium of GASI

Dear friends and colleagues,

The Berlin Symposium of GASI in August is growing well, but for making it an important and successful conference there still is a lot of work to do! Please help us and read the newsletter and the last version of the online flyer, there are some new and important information!

It would be a great help if you distribute them among your national and local organizations and among friends and colleagues. For „Crossing borders…“ please forward it not only to group analytic institutes, but also to psychotherapeutic, social-  and health system and scientific organizations.

And if you do so, please put me in cc.

Thank your and best wishes

Pieter Hutz

GASI-Symposium 2017 Berlin Latest News

 

Impression de déjà-vu!

Wir möchten hier auf einen Leserbrief an die Nachdenkseiten zum Artikel „Die richtigen Antworten auf „Berlin““ vom 20.12.2016 von Jens Berger aufmerksam machen:

„Impression de déjà-vu!

Nach jedem Terroranschlag, egal, ob dieser Anschlag in Berlin, Paris oder Brüssel verübt wurde, und egal, ob der Täter ein Syrer, eine Nordafrikaner, ein Afghane oder einen „Pole“ ist, hört man immer bloß die gleiche klassische Symphonie: „Flüchtlinge“, „Muslime“, „Araber“, „Terrorismus“, „Abendland“, „westliche Werte“, „Islamisierung“.
Nun gut. Hier werde und will ich mich nicht näher mit diesen Begriffen und Phrasen auseinandersetzen, denn erstens ist mir völlig klar, dass wir sehr genau wissen, was man damit ausdrücken will (besonders die Trump Fans, die Anhänger der AFD in Deutschland und der Front National in Frankreich!), aber vor allem weil wir schon die Nasse voll haben, diesen Unfug immer wieder zu hören und es reine Zeitverschwendung ist, diese hier noch mal zu formulieren.
Meine Antwort gegen diese Vorwürfe wird immer nur lauten:
Wer ist 2001 in Afghanistan einmarschiert hat und das Land völlig zerstört? Und warum?
Wer hat Die Republik Irak im 2003 erobert und hunderttausende von Zivilisten massakriert? Und warum?
Wer hat Libyen 2011 bombardiert und einen „failed state“ etabliert? Und warum?
Wer hat die Lage in Syrien destabilisiert und versucht immer noch die Situation dort weiter zu verschärfen? Und warum?
Wer unterstützt die täglichen, brutalen und primitiven Bombardierungen gegen das jemenitische Volk? Und warum?
Ich glaube… nein ich bin mir sicher … dass eine Antwort auf diese 
Fragen eine sehr deutliche und ausreichende Erklärung für unserer heutigen kritische Situation und die weltweit herrschende Instabilität liefert.
Kurzum: Ich möchte angesichts der barbarischen Ereignisse in Berlin mein tiefempfundenes Beileid und meine Solidarität aussprechen. Man darf aber auch niemals vergessen, dass wir genau so wie Ihr auch Opfer dieses Krieges sind und vor allem, dass wir mit unserem Blut täglich eine sehr hohe Rechnung dieses dreckigen Interessenkonflikt bezahlen.
( Unser Mitleid und Mitgefühl aller Opfer des verräterischen Terrorismus) الرحمة ثم كل الرحمة لكل ضحايا الإرهاب الغادر من المحيط الى الخليج.
( von Syrien über Tunesien bis Deutschland ) من سورية المنكوبة مرورا بتونس المفجوعة وصولا لألمانيا الملكومة! – Walid R.“

Zu finden unter: http://www.nachdenkseiten.de/?p=36350

Ankündigung des NGfP-Kongressbandes „Migration und Rassismus“

Wir freuen uns, Ihnen die Buchveröffentlichung „Migration und Rassismus“, die aus dem gleichnamigen NGfP-Kongress von 2016 hervorgegangen ist, ankündigen zu können.

Das Info-Blatt finden Sie hier:

bruder_2655.pdf

Das Bestell-Blatt finden Sie hier:

bruder_2655_coupon.pdf

 

„Gesellschaftliche Spaltungen – Erfahrung von Ungleichheit und Ungerechtigkeit“

Kongress der Neuen Gesellschaft für Psychologie
vom 9. bis 12. März 2017
mit Unterstützung und in den Räumen
der Rosa-Luxemburg Stiftung in Berlin

Wir freuen uns, Ihnen das Programm des nächsten NGfP-Kongresses vorstellen zu können

GsP_Programm_170226C.pdf

und den aktuellen Flyer

GSp_Flyer_170226B.pdf

JOURNAL FÜR PSYCHOLOGIE, Jg. 24 (2016), Ausgabe 2: PsychologInnen prekär

hrsg. von Andrea Birbaumer & Peter Mattes

Prekäre Arbeits- und Beschäftigungsverhältnisse sind für Psychologinnen und Psychologen so verbreitet, dass es kaum mehr zu einer Problematisierung kommt. Zumal die materielle Seite, der ökonomische Zuschnitt, eine Berufsgruppe trifft, die gegenüber den meisten der von ihrer Arbeit Betroffenen strukturell und sozial ziemlich privilegiert ist, woraus sich allzu eilfertiges Klagen aus ethischen Gründen verbietet oder zumindest einer berechtigten Peinlichkeit anheimfallen würde. Jedoch erschöpfen sich diese Verhältnisse nicht im Blicken auf diese ihre Oberfläche: Analysiert und kontextualisiert zeigen sich Problematiken, die nicht nur fragwürdige Dilemmata einer Profession darstellen, sondern hinaus weisen auf die Konstitution grundlegender subjektiver, diskursiver und gesellschaftlicher Gegebenheiten, die grundsätzlicher in Frage zu stellen wären.

Dies versuchen die Beiträge in dieser Ausgabe des Journal für Psychologie, die überwiegend entstanden sind nach einer Tagung zum 30 jährigen Bestehen der österreichischen Berufsvertretung für PsychologInnen, Gesellschaft kritischer Psychologen und Psychologinnen (GkPP) im Herbst 2015.

Die Ausgabe ist Open Access abrufbar unter

https://www.journal-fuer-psychologie.de/

[Direkt-Link: https://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/issue/view/49]

Zu den Artikeln von Heiner Keup, Athanasios Marvakis, Sofia Triliva, Christos Tourtouras, Tom David Uhlig, Lisa Hopfgartner, Christian Seubert, Jürgen Glaser, Romeo Bissuti, Daniel Sanin und Hannes Fricke…

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„In Bautzen hat ein Polizist eine ­bekannte Aktivistin angezeigt, die den ­öffentlichen Raum von rechten Schmierereien befreit“

Wir möchten Sie auf folgendes Interview  mit Irmela Mensah-Schramm in der Tageszeitung Junge Welt vom 17.11.2016 hinweisen:

http://www.jungewelt.de/2016/11-17/005.php

Eröffnungsvortrag „Migration und Rassismus“ der Ringvorlesung „Flucht und Ankommen“

Wir möchten noch einmal auf die Ringvorlesung  »Flucht und Ankommen: psychosoziale Aspekte von Migration und Integration« an der FU Berlin im Wintersemster 2016/17 hinweisen(
https://www.ngfp.de/2016/09/ringvorlesung-flucht-und-ankommen-psychosoziale-aspekte-von-migration-und-integration-an-der-fu-berlin/).

Den Eröffnungsvortrag „Migration und Rassimus“ von Klaus-Jürgen Bruder vom 19. Oktober 2016 finden Sie als Audiomitschnitt unter:
Migration und Gesellschaft