Machtwirkung und Glücksversprechen – Gewalt und Rationalität in Sozialisation und Bildungsprozessen

Kongress der Neuen Gesellschaft für Psychologie

7. bis 10. März 2013 in Berlin

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Wir sind Zeugen und Mitwirkende einer Transformation von Bildung und Erziehung, die historisch wohl ohne Beispiel ist und die Spanne vom Säugling bis zur lebenslangen Qualitätssicherung und Zertifizierung „erfasst“ und „nutzt“.

An den Hochschulen folgt die Bildungspolitik dem Plan von Bertelsmann, der Spaltung in „Exzellenz“ und „Masse“, der Verwandlung des Interesses am Studienfach in die Jagd nach Credit Points, in Einübung von Konkurrenz und dem Kompetenzerwerb in dieser Sozialform. Dazu wurde die Anzahl der Studienleistungen erhöht, die Inhalte in voneinander losgelöste Module zerstückelt, die wiederum von fachfremden Managern akkreditiert werden. Nicht nur der höchste Bildungsabschluss zählt, sondern auch die Zeit, in der er erreicht wurde. Nützlich wohl, dass Studierende mit knappen ökonomische Mitteln sich verschulden müssen, um mithalten zu können. Studium – das fällt denjenigen auf, die es noch anders erlebt hatten – gibt es nicht mehr. Die Jungen schmiegen sich nach den verschiedenen Formierungen, die jetzt Reformen heißen, dieser Entwicklung an und die Alten stehen ihnen dabei im Weg. Wer mag sich der Notwendigkeit „marktkonformer Bildung“, die „bessere Verwertbarkeit“ verspricht, entziehen?

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