Klaus-Jürgen Bruder: „Partei ergreifen für diejenigen, die keine Stimme haben“

Interview mit Marcus Klöckner, in den Nachdenkseiten vom 19.09.2020

Die Intellektuellen können viel für eine Gesellschaft und die Demokratie leisten – vorausgesetzt, sie ergreifen Partei für die, die keine Stimme haben. Und vorausgesetzt, sie dienen sich nicht den herrschenden Eliten an. Im NachDenkSeiten-Interview rechnet der Psychoanalytiker Klaus-Jürgen Bruder mit den Intellektuellen unserer Zeit ab.
Bruder, der als Vorsitzender der interdisziplinären Neuen Gesellschaft für Psychologie (NGfP) bekannt für seine herrschaftskritische Betrachtung unserer Gesellschaft ist, verdeutlicht: Viele Intellektuelle verstehen sich heute als Sprachrohr des Staates. Sie tragen, so Bruder, „das Selbstbild vor sich her, objektiv, unparteiisch zu berichten, für die Demokratie, gegen Ungerechtigkeit und Gewalt einzutreten“, aber, so Bruder weiter, „Ungerechtigkeit und Gewalt gibt es in den Augen dieser Medienintellektuellen (…) allerdings nur in anderen Ländern, und zwar vornehmlich in solchen, die nicht auf der Liste der Freunde der Bundesrepublik stehen: in Russland, in China, in Syrien, in Venezuela.“ Von Marcus Klöckner.

Interview: KJB_2020_NDS”Partei ergreifen für diejenigen, die keine Stimme haben”

Bericht an die Akademie

Bericht eines Psychoanalytikers über seinen Krankenhausaufenthalt, der ein Licht auf das innere Getriebe der Gesundheitswirtschaft wirft.

Der Autor ist Psychoanalytiker, Mitglied der Neuen Gesellschaft für Psychologie.
Er überläßt uns ein höchstpersönliches Dokument zur Verwendung und Weiterleitung.
Wir danken ihm für seine Großzügigkeit und sein Vertrauen
Er schreibt uns: „Mein Erleben ist keine Ausnahme, aber ich habe die Kraft, ihm Worte zu verleihen.
Es kann daher für viel sprachloses Leid stehen, das alltäglich ist.“

Download: Bericht an die Akademie_Krankenhausbericht eines Kollegen als Patienten