Freie Stelle im Arbeitsbereich „Psychoanalyse und Gesellschaft“ am Sigmund-Freud-Institut in Frankfurt am Main

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Arbeitsgruppe „Psychoanalyse und Gesellschaft“ am Sigmund-Freud-Institut sucht eine/n neue/n Kolleg/in zur Verstärkung unseres interdisziplinären Teams. Wir möchten Sie bitten, diese Mail an interessierte und geeignete NachwuchswissenschaftlerInnen weiterzuleiten und sie zur Bewerbung aufzufordern.

Wir sind ein interdisziplinäres Team aus SozialwissenschaftlerInnen, die am Sigmund-Freud-Institut und an der Goethe-Universität Frankfurt (FB Gesellschaftswissenschaften) in den Arbeitsbereichen „psychoanalytische Sozialpsychologie“ bzw. „Psychoanalyse und Gesellschaft“ (beide bei Prof. Rolf Haubl) arbeiten. Unsere Arbeitsschwerpunkte sind:

  • Krankheit und Gesellschaft
  • Organisationsanalyse und Beratung
  • Politische Psychologie
  • Bildungsprozesse
  • Emotionsforschung

Wir wünschen uns eine/n Sozialwissenschaftler/in mit

  • ausgeprägtem Interesse an interdisziplinärer sozialwissenschaftlicher Team-Arbeit, die eine psychoanalytische Perspektive mit Nachdenken über gesellschaftliche Prozesse verknüpft
  • Kenntnissen und Erfahrungen in der Anwendung qualitativer Methoden und Interesse an deren Weiterentwicklung und Anwendung
  • einer psychoanalytischen Erkenntnishaltung
  • Freude an gemeinsamer intellektueller Arbeit und Offenheit für die oben skizzierte Bandbreite gesellschaftswissenschaftlicher Fragen

Unser Team beteiligt sich auch an der universitären Lehre, ab WiSe 2010 im neuen Masterstudiengang Soziologie mit Schwerpunkt „Sozialpsychologie und elementare Formen sozialen Lebens“ – derzeit z.B. mit dem Empiriepraktikum „Frankfurt ‚inner city‘ – soziale Wahrnehmungen der Stadt“. Es besteht generell eine enge Kooperation mit dem FB Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität.

Rahmenbedingungen: Die Stelle ist entweder als halbe Stelle über zwei Jahre oder als ganze Stelle für ein Jahr zu besetzen, Bezahlung nach TVÖD. Dringend erwünscht ist eine möglichst hohe Präsenz in Frankfurt.
Bei Interesse bitten wir um aussagefähige Unterlagen bis zum 20. September 2010 an bohlaender@soz.uni-frankfurt.de oder per Post an Ulrike Bohländer, Soziologie und psychoanalytische Sozialpsychologie, FB Gesellschaftswissenschaften, Goethe-Universität, Robert-Mayer-Straße 5,

Rolf Haubl Ullrich Beumer Bettina Daser Angela Kühner Panja Schweder

Können Marginalisierte (Wieder)sprechen?: Zum politischen Potenzial der Sozialwissenschaften

Soeben ist der Band “Können Marginalisierte (wieder)sprechen: Zum politischen Potenzial der Sozialwissenschaften” erschienen.

Können Marginalisierte (wi(e)der)sprechen?

Ausgehend von Formen der Marginalisierung und Ausgrenzung begibt sich dieser Band auf die Suche nach Möglichkeiten politischer Transformation durch wissenschaftliches Handeln: Können Marginalisierte (wieder)sprechen? Welches emanzipatorische Potenzial bergen die Sozialwissenschaften? Inwiefern können unterschiedliche Ansätze in einen mitunter kontroversen Dialog treten? Bei der Beantwortung dieser Fragen bilden insbesondere die sozialwissenschaftlichen Methoden, die Forschungspraxis, die Rolle der Massenmedien sowie die Bedeutung des Narrativ-Fiktionalen Schwerpunkte des Buches. Die Frage nach Möglichkeiten einer politischen, politisierten und somit sozial handlungsfähigen Wissenschaftspraxis wird explizit gestellt. Die entwickelten Ansätze stehen nicht lediglich nebeneinander, sondern werden kontrovers diskutiert. Mit Beiträgen von Molly Andrews, Klaus-Jürgen Bruder, Niklas Chimirri, Carmen Dege, Martin Dege, Till Grallert, Sebastian Köhler, Maria Medved, Adrian Mengay, Stefan Müller, Sebastian Neubauer, Peter C. Pohl, Julia Prager, Katrin Reimer, Thomas Viola Rieske, Dorothee Roer, Catharina Schmalstieg, Lars Schmitt, Stephanie Sinclair, André Steiner, Peter Ullrich, Christoph Vandreier, Mario Vötsch und Karen Wagels

Herausgegeben von Martin Dege, Till Grallert, Carmen Dege und Niklas Chimirri

kritik – macht – handlungsfähigkeit. 7. Ferienuniversität Kritische Psychologie

kritik – macht – handlungsfähigkeit. 7. Ferienuniversität Kritische Psychologie
Ort: Freie Universität Berlin,
24.-28. August 2010

Ferienuniversität Kritische Psychologie bedeutet 5 Tage Ferien, um sich Zeit für die wichtigen Dinge im Leben zu nehmen: Nachdenken, Diskutieren, Lesen, Streiten für ein besseres Leben und Ausspannen.

Wir wollen Entwicklungsmöglichkeiten und -behinderungen von Menschen im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Verhältnissen analysieren und die Überwindbarkeit von Beschränkungen denkbar machen. Perspektive ist „alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein Verächtliches Wesen ist“ (Marx).

Über Einführungsveranstaltungen, Podiumsdiskussionen, Workshops, Vorträge und Vernetzungstreffen sollen Möglichkeiten zur Aneignung und Weiterentwicklung der Kritischen Psychologie gegeben werden.

Das Programm findet ihr im Anhang oder unter:
http://www.ferienuni.de/programm-alle-tage/

Die Ferienuni wird veranstaltet von der Fachschaftsinitiative (FSI) Psychologie (FU, Berlin), dem AStA FU (Berlin), der Gesellschaft für subjektwissenschaftliche Forschung und Praxis (GsFP), Assoziation Kritische Psychologie, Kritische Psychologie Trier, Kritische Psychologie Marburg und dem AStA der Karl-Marx-Universität Trier.

Die Teilnahme und Kinderbetreuung sind kostenlos. Anmeldungen unter:
www.ferienuni.de/zur-ferienuni-anmelden/

Außerdem brauchen wir noch jede Menge Unterstützung.
Wer Lust hat, während der Ferienuni mitanzupacken, kann sich sehr gerne melden unter:
http://www.ferienuni.de/unterstuetzen-und-spenden/

Das Programm als pdf

The Impact of Barrier on Health

The current update summarises the main findings of this research, while outlining developments since the last Barrier report, issued in July 2009. This year, in conjunction with the World Health Organization (WHO), the update focuses on the impact of the Barrier on health, in particular patient and staff access to the specialized medical facilities only available in East Jerusalem.

more information at www.ochaopt.org

The Impact of Barrier on Health

In ihrem Bericht July 2010 beschreiben die Weltgesundheitsbehörde (WHO) und das UN-Büro für die Koordination der Humanitären Hilfe (OCHA) die Folgen des Mauerbaus für die Palästinenser. Um Krankenhäuser in Ostjerusalem, die einzigen in der Region, zu erreichen sei immer eine Genehmigung Israels erforderlich. Krankenwagen aus der Westbank müßten an den Kontrollposten lange warten, Palästinenser dürften mit eigenen Fahrzeugen nicht passieren, so daß die Kranken auf die andere Seite der Mauer laufen müßten.

The Impact of Barrier on Health | July 2010
The current update summarises the main findings of this research, while outlining developments since the last Barrier report, issued in July 2009. This year, in conjunction with the World Health Organization (WHO), the update focuses on the impact of the Barrier on health, in particular patient and staff access to the specialized medical facilities only available in East Jerusalem.
www.ochaopt.org

Vor allem Männer im Alter von 15 bis 30 Jahren erhielten kaum die Genehmigung, die Mauer zu passieren. Auch würde es Eltern oft nicht erlaubt, kranke Kinder zu begleiten. Besonders schwierig sei es für Bewohner von Dörfern, die von der Mauer eingekesselt wären. Sollte dort nachts ein Notfall auftreten, müßte der Krankentransport mit den israelischen Behörden koordiniert werden. Als Grund für die »Maßnahmen« nennt Israel »Sicherheitsbedenken«, 84 Prozent der Antragsteller erhielten auch eine Genehmigung.

Die UN weisen daraufhin, daß die Mauer den Grund und Boden von palästinensischen Bauern abriegelt, der zwischen der Mauer und der Waffenstillstandslinie 1949 (Grüne Linie) liege. Um ihre Felder und Olivenhaine bearbeiten zu können, bräuchten die Bauern eine Genehmigung und müßten vor dem Schließen der Tore zurück sein. Als »Erleichterung« plant Israel, so der Bericht, offenbar die Entwicklung einer elektronischen Karte, mit der die Bauern ihre Felder erreichen können.

Der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat bezeichnete die Mauer am Donnerstag als Ausdruck eines »Kolonialismus des 21. Jahrhunderts« und einen »als Sicherheitsmaßnahme verdeckten Landraub«. Vor allem freitags kommt es entlang des Bauwerks zu gewaltlosen Protesten, die von israelischen und ausländischen Aktivisten der Kampagne »Stoppt die Mauer« unterstützt werden. Israel kriminalisiert diese Proteste durch nächtliche Razzien und Festnahmen der Aktivisten. Im Februar 2010 erklärte das israelische Militär die Ortschaften Bil’in und Ni’lin, wo die Proteste besonders gut organisiert waren, jeden Freitag zwischen 8 und 20 Uhr zu militärischen Sperrzonen.

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2011.ngfp.de

Psychologische Praxis und Theorie in den gesellschaftlichen Veränderungen

Tagung der Neuen Gesellschaft für Psychologie
4. und 5. März 2011 in Berlin

Wir erbitten Zusendungen von Beitragsskizzen (ca. 300 Worte) bis zum 1. September 2010 an abstracts@2011.ngfp.de


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| Evidenz | Macht | Kontrolle |

| Kontrolle | Evidenz | Macht |

Psychologische Praxis und Theorie in den gesellschaftlichen Veränderungen

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Journal für Psychologie 1/2010 erschienen

Erschienen ist die 1. Ausgabe des Jahrgangs 2010 des Journal für Psychologie, der Zeitschrift der Neuen Gesellschaft für Psychologie, mit dem Themenschwerpunkt Politische Psychologie, herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft Politische Psychologie Hannover unter Mitarbeit von Paul Sebastian Ruppel und Martin Dege.

zur gesamten Ausgabe auf den Seiten des Journal für Psychologie

Ankündigung

Der Herrschafts- und Gewaltcharakter gesellschaftlicher Phänomene, wie etwa Antisemitismus, Rechtsextremismus oder die Stabilität sozialer Ungleichheiten, insbesondere in den aktuellen Migrationsgesellschaften, entlang der Achsen race, class und gender ist ohne eine Analyse ihrer unbewussten Dynamiken nicht zu verstehen. Diese zu erforschen und damit “den subjektiven Bedingungen der objektiven Irrationalität” (Adorno 1955/1997, 42) an der Schnittstelle zwischen kritischer Gesellschaftstheorie und psychoanalytischer Subjekttheorie nachzuspüren, gehört seit ihren Anfängen zu den zentralen Aufgaben einer psychoanalytisch orientierten Politischen Psychologie. Diese nimmt das Verhältnis der einzelnen Subjekte zu den gesellschaftlichen Macht- und Herrschaftsstrukturen wissenschaftlich in den Blick. Politische Psychologie fragt nach der in den historisch-gesellschaftlichen Raum eingebetteten Konstitution der Elemente des Psychischen (Wünsche, Affekte, Objektbeziehungen und Interaktionsformen, Konflikte, Vorstellungen, Überzeugungen, …) und ihrer Bedeutung für die Herstellung, die Aufrechterhaltung und die Veränderung von gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen: Was macht Menschen anfällig für Propaganda und autoritäre Unterwürfigkeit? Wie entwickeln sich Nationalismus, Fremdenhass und Antisemitismus? Wie entsteht Sexismus? Wo liegen die Gründe für politische Apathie? Wie kann die Beteiligung an Emanzipationsbewegungen unterstützt werden?

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The New Association of Psychology (NGfP) is a coalition of researchers and practitioners in the field of psychology as well as related disciplines. Our goal is to establish a critical discourse about psychological topics that takes into account the societal and cultural dimensions. The NGfP supports inter- and transdisciplinary research and works on closing the gap between research and praxis.

The NGfP’s associated Journal is the Journal für Psychologie

New Book by Mark Freeman

Hindsight: The Promise and Peril of Looking Backward

Although the idea of hindsight is frequently associated with the biases, distortions, and outright lies of memory–as in the infamous “20-20” scenario or the conviction that one “knew it all along” – Mark Freeman maintains that this process of looking backward over the terrain of the past can also serve as a profound source of insight, understanding, and self-knowledge. Consider Tolstoy’s harrowing tale of Ivan Ilych, revisiting his past on the eve of his death, only to realize that the life he had been living was a lie. Consider as well the many times in our own lives when, upon reviewing the past, we are able to see what we could not, or would not, see earlier on.

Hindsight is also intimately connected to what Freeman calls narrative reflection: Through the distance conferred by time, we can look back on past experiences and see them anew, as episodes in an evolving story. As important as “being in the now” and “living in the moment” are, it is no less important to pause at times and, by looking backward, seek to discern those aspects of
experience that might otherwise escape our notice. Far from necessarily leading to deception and lies, therefore, hindsight can lead to wisdom and indeed truth – of a sort, Freeman contends, that is only available in retrospect.

In addition to serving as a central site of self-knowledge, hindsight plays an integral role in the process of moral growth. For, through hindsight, there emerges the opportunity not only to see the possible errors of our ways but to transcend them and thereby to move on to better ways of being in the world. Drawing on psychology, philosophy, literature, and personal experience, this wide-ranging volume offers an insightful and engaging exploration of the role of hindsight both in discerning the personal past and in deepening moral life. (mehr …)

Marxism and Psychology Conference

Call For Papers (Extended Deadline)
Marxism and Psychology Conference
The University of Prince Edward Island
August 5-7, 2010
Website: http://vre.upei.ca/mprg/
Contact: marfken@upei.ca

Submission Deadline: February 1, 2010 (Extended Deadline)

In the history of social thought, it is difficult to find a more divisive figure than Karl Marx. For many, the mere mention of his name conjures up images of totalitarian regimes dominating nearly every aspect of an individual’s existence. Yet for others, Marx’s critique of the capitalist mode of production draws attention to the fact that our beliefs, thoughts, and desires inevitably emerge against the background of specific cultural, historical, and social practices.

The purpose of this conference is to bring students, scholars, and activists together to discuss exciting issues at the intersection of Marxism and Psychology. While it is clear that a number of organizations are making important contributions to this area of study, we believe that the time is right to open up a space for students, scholars, and activists from a variety of disciplinary backgrounds to reflect on the role that Marxism can play in psychological theory, research, and practice.

In bringing together scholars at the forefront of research in Marxism and Psychology, we also hope to give new students and activists an opportunity to interact with individuals who have made significant contributions within this area. By organizing an impressive collection of plenary participants, we hope to foster an environment where students, activists, and scholars can identify potential graduate advisors, research assistants, and participatory investigators. This year, confirmed plenary participants include: (mehr …)

Subjectivity and Learning Conference

Roskilde University, Denmark, 26 to28 May 2010

This conference focuses on the everyday practices of persons, and the interplay between actors and social structures in everyday life. Everyday life in the Nordic and Europeans societies is characterized by an unprecedented rupture of economic and political systems, cultural meanings and individual identities. Global and environmental changes force us to revise and reconsider our way of life and affects us at all levels of existence. It appears as if that which seems stable today will be rendered unstable tomorrow. The conference focuses on these changes and transformations and aims to debate and discuss how this can be understood and explored. What theories, methodologies and analytical concepts help us to study the transformations of everyday life in changing societies? (mehr …)

The Critical Potential of Language. Call for Papers. Journal für Psychologie

Spawned by the linguistic turn, and in psychology specifically by the narrative turn associated with the names of Theodor Sarbin and Jerome Bruner, language became the central focus in many areas of the social sciences. The special issue of the German Journal für Psychologie aims to look behind the curtains of this development to investigate the meaning of language for our understanding of psychic life as the core subject matter of psychological investigations. Specifically, language shall be investigated with respect to its critical potential for psychology in particular and the social sciences more generally.

The CfP as pdf file

The Call on the Marxism and Psychology page

Abstracts (approx. 2 pages) should be submitted to mdege@clarku.edu no later than August 31, 2010.

Aufruf zum Bildungsstreik 2010 – 9. Juni bundesweit dezentrale Demonstrationen

Trotz großer Aufmerksamkeit und kleiner Zugeständnisse hat sich nichts geändert – die zentralen Forderungen und Ziele wurden nicht erreicht. Im Gegenteil: Das Bildungssystem wird genau wie andere gesellschaftliche Bereiche weiter nach wettbewerbsorientierten Kriterien ausgerichtet und immer stärker ökonomisiert.

mehr unter http://www.bildungsstreik.net/aufruf/aufruf-2010/

Ergebnisse des Frühjahrsseminars der NGfP

Beim Frühjahrsseminar der NGfP am Samstag, den 29. Mai 2010, versammelten sich in den Räumen der Freien Universität Berlin rund 30 Teilnehmer aus sehr unterschiedlichen Feldern der psychologischen Forschung und Praxis. Deutsche und österreichische Bachelor-Studierende, Dozenten, Psychotherapeuten und Psychologen in anderen Einrichtungen der Psychosozialen Versorgung diskutierten von 12 bis 18 Uhr die durch den Bologna-Prozess initiierten Veränderungen der universitären Ausbildung, deren Implikationen für die Sozialwissenschaften, die psychologische Praxis sowie Möglichkeiten und Formen des Protests und das Wissenschaftsverständnis der NGfP.

Die lebhaften Gespräche innerhalb und am Rande der Veranstaltung boten vielfältige Perspektiven auf die Psychologie und mündeten in der Übereinstimmung, dass psychologische Praxis und Theorie eine Reflexion in gesamtgesellschaftlicher Perspektive braucht, die eine emanzipatorische Dimensionen eröffnet.

Besonders erwähnenswert waren auch die ermunternden Berichte zu Reklamation und Umbesetzung von zuvor strikt reglementierten Lern- und Lebensräumen durch die Studierenden.
Konkrete thematische Vorschläge, wie diese Punkte im Rahmen der im Frühjahr 2011 (3. bis 6. März) stattfindenden NGfP Jahreskonferenz eine Rolle spielen
können, wurden abschließend in einem Workshop besprochen und fließen unmittelbar in die konzeptionelle Planung ein.

Das kritische Potenzial der Sprache. Call for Papers des Journal für Psychologie

Das Themenheft 1/2011 des Journal für Psychologie befasst sich mit dem kritischen Potenzial der Sprache.

Sprache hat als Untersuchungsgegenstand in den Sozialwissenschaften seit dem linguistic turn und im Speziellen in der Psychologie seit dem narrative turn verbunden mit den Arbeiten Theodor Sarbins und Jerome Bruners in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts erheblich an Bedeutung gewonnen. Das geplante Themenheft des Journal für Psychologie möchte über diese Entwicklung hinausgehen und die Bedeutung von Sprache für die Konzeption des Verständnisses des Psychischen und damit des Gegenstands psychologischer Forschung genauer betrachten. Im Besonderen soll es dabei um den Stellenwert von Sprache für kritische Ansätze in der Psychologie gehen.

Wir bitten um die Einsendung von Beitragsskizzen bis zum 31. August 2010 an Martin Dege (mdege [at] clarku.edu oder redaktion@journal-fuer-psychologie.de)