Vortrag „Law and the Incest Taboo: The Mother and the Father in the Imaginary Complex of the Sexual Abuse of Children“

Die NGfP lädt zu einem Gastvortrag von John Borneman (Princeton University) mit dem Titel Law and the Incest Taboo: The Mother and the Father in the Imaginary Complex of the Sexual Abuse of Children.

Ankündigung

Anthropological theorizing of incest reached an impasse when it arrived at the conclusion that the social significance of incest was its taboo. Elided in this formulation is the question of the regulation of sex, and the social-psychology of the transgression and enforcement of the incest taboo. In the contemporary Western world, incest has been subsumed under the more general category of child sexual abuse, and the problem of regulating intimacy between adult men and children. In response to the threat of child abuse, paternal authority and masculinity generally is being refigured. Based on ethnographic research on the therapeutic treatment and legal rectification for such abuse in Berlin, this paper focuses on the changed relation of the incest taboo to the father, the mother, and the authority of law. (mehr …)

Jour Fixe: Forschungs- und Praxisprojekte gegen Antisemitismus

Organisiert wird dieser Jour Fixe der AG PolPsy von Prof. Dr. Wolfram Stender von der Fachhochschule Hannover (FHH). Berichte aus drei qualitativ angelegten Forschungsprojekten zum Thema aktuelle Erscheinungsformen des Antisemitismus (insb. bei Jugendlichen) und
Konsequenzen für die politische Bildungsarbeit sollen vorgestellt
werden. Über ihre Forschungen referieren werden Heike Radvan (FU
Berlin/Amadeu Antonio Stiftung) und Barbara Schäuble (Pädag.
Hochschule Freiburg). Zudem werden Zwischenergebnisse aus dem
FHH-Forschungsprojekt „Antisemitismus bei Jugendlichen im Kontext von
Migration und sozialer Exklusion“ vorgestellt.

Der Jour fixe wird am 20. Juni von 10 – 17 Uhr in den Räumen des Institutes für Soziologie und Sozialpsychologie der Universität Hannover (Im Moore 21, 30167 Hannover; Raum A 310) stattfinden.

CfP: Politische Psychologie heute?

Call for Papers zur Tagung der Arbeitsgemeinschaft Politische Psychologie an der Leibniz Universität Hannover vom 4. bis 6. Dezember 2009.
Deadline für Beitragsvorschläge: 30. Juni 2009

Der Herrschafts- und Gewaltcharakter gesellschaftspolitisch brisanter Phänomene wie z.B. Antisemitismus, Rechtsextremismus und Jugendgewalt sind ohne eine Analyse auch ihrer unbewussten Dynamiken nicht zu verstehen. Diese zu erforschen und damit „den subjektiven Bedingungen der objektiven Irrationalität“ (Adorno) an der Schnittstelle zwischen kritischer Gesellschaftstheorie und psychoanalytischer Subjekttheorie nachzuspüren gehört seit ihren Anfängen zu den zentralen Aufgabender Analytischen Sozialpsychologie und der psychoanalytisch orientierten Politischen Psychologie. In den letzten Jahren wird sie allerdings, wie andere kritische Wissenschaften auch, an den wenigen Orten, an denen sie noch institutionell verankert ist, immer mehr als „veraltet“ und „nicht anschlussfähig“ gebrandmarkt und an den Hochschulen wegrationalisiert.
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