CfP für den NGfP Kongress 2018 – „Gesellschaft ohne Opposition“

Wir wollen dieses Mal über die Analysen der „Gesellschaft ohne Opposition“, wie Marcuse die unsrige genannt hatte, und über die Perspektiven jenseits dieser Gesellschaft diskutieren. 

Wir laden Sie / Euch dazu herzlich ein, Vorschläge und Ideen für Vorträge bis zum 16.09.2017 zu schicken, oder auch andere mögliche Referentinnen zu nennen.

Der CfP als PDF: CfP NGfP Kongress 2018

60 Jahre nach den Göttinger 18: Deutschland atomwaffenfrei oder Nuklearmacht

Sehr geehrte Damen und Herren,

aus Verantwortung „Nein“ gesagt zu haben zum deutschen Griff zur Atombombe, das ist die historische Leistung der  Wissenschaftler, die
1957 den Aufruf der Göttinger 18 unterzeichneten und eine Mitarbeit an der Bombe verweigerten.

Weiterhin „Nein“ zur Atombombe zu sagen ist 60 Jahre danach von bleibender, dramatischer Aktualität – nicht nur wegen der milliardenschweren „Modernisierungsprogrammen“ in allen Atomwaffenstaaten. Die Weigerung der Bundesregierung, sich an den UN-Verhandlungen zu einem Verbot von Atomwaffen zu beteiligen, ist ein politscher Skandal. Welchen Wert haben dann einmütige Beschlüsse des Deutschen Bundestages für eine Welt ohne Atomwaffen?

Die neu aufkommende Diskussion über einen deutschen Griff zur Bombe oder einer europäischen Atombombe als Reaktion auf die Politik eines aufrüstungswütigen Präsidenten der USA zeigt, Atomwaffen und ihre Abschaffung müssen wieder ein gesellschaftliches Thema werden.

Dazu soll die Veranstaltung „60 Jahre nach den Göttinger 18:
Deutschland atomwaffenfrei oder Nuklearmacht“ am 6. April 2017 an der HU Berlin beitragen.

Es gilt die Mahnung: nie wieder Hiroshima, nie wieder Nagasaki!

Wir würden uns auf Ihre Teilnahme an der öffentlichen Veranstaltung freuen. Bitte finden Sie das Programm anbei oder auf www.ialana.de. Um eine kurze Anmeldung an info@ialana.de wird gebeten.

Mit freundlichen Grüßen,

Lucas Wirl

The Berlin Symposium of GASI

Dear friends and colleagues,

The Berlin Symposium of GASI in August is growing well, but for making it an important and successful conference there still is a lot of work to do! Please help us and read the newsletter and the last version of the online flyer, there are some new and important information!

It would be a great help if you distribute them among your national and local organizations and among friends and colleagues. For „Crossing borders…“ please forward it not only to group analytic institutes, but also to psychotherapeutic, social-  and health system and scientific organizations.

And if you do so, please put me in cc.

Thank your and best wishes

Pieter Hutz

GASI-Symposium 2017 Berlin Latest News

 

Eröffnungsvortrag „Migration und Rassismus“ der Ringvorlesung „Flucht und Ankommen“

Wir möchten noch einmal auf die Ringvorlesung  »Flucht und Ankommen: psychosoziale Aspekte von Migration und Integration« an der FU Berlin im Wintersemster 2016/17 hinweisen(
https://www.ngfp.de/2016/09/ringvorlesung-flucht-und-ankommen-psychosoziale-aspekte-von-migration-und-integration-an-der-fu-berlin/).

Den Eröffnungsvortrag „Migration und Rassimus“ von Klaus-Jürgen Bruder vom 19. Oktober 2016 finden Sie als Audiomitschnitt unter:
Migration und Gesellschaft

Ringvorlesung »Flucht und Ankommen: psychosoziale Aspekte von Migration und Integration« an der FU Berlin

Bitte beachten Sie den Flyer zur Ringvorlesung »Flucht und Ankommen: psychosoziale Aspekte von Migration und Integration« an der FU Berlin im Wintersemster 2016/17: ringvorlesung_2016_flyer.pdf

Bitte beachten Sie auch, dass im Flyer fälschlicherweise als Beginn der 22.10.2016 angegeben wurde. Die Ringvorlesung startet nämlich schon am 19.10.2016 mit Klaus-Jürgen Bruders Vortrag »Migration und Rassismus« um 20:15. (Am 22.10.2016 wird keine Vorlesung im Rahmen dieser Reihe gehalten.)

Im Plakat sind die richtigen Angaben festgehalten: Ringvorlesung-2016-Plakat.pdf

Psychoanalyse/Psychotherapie im gesellschaftlichen Kontext – Vorträge im 2. Halbjahr 2016

Vortragsreihe zu einer kritischen Reflexion über die gesellschaftliche Verankerung und Verantwortung von Psychotherapie/Psychoanalyse, über gesellschaftliche Bereiche, die uns als praktizierende Psychotherapeuten tangieren.

 

Mittwoch 21.9.2016: Dr. Uwe Langendorf

Zur Psychologie der Revolution. Von Robespierre bis Al Baghdadi

Unsere „westliche“ „freiheitlich-demokratische“ Gesellschaftsordnung scheint durch revolutionäre Bewegungen bedroht, nicht nur von fundamentalistischen militanten Gruppierungen, sondern auch von fundamentalistischen Bewegungen aus der Mitte der Gesellschaft. Die administrativen Gegenreaktionen erscheinen aktionistisch-planlos, konzeptionslos. Es fehlt ein tieferes Verständnis für die revolutionären Beweggründe. Kann die Psychoanalyse zu einem besseren Verstehen beitragen? Nach einem kurzen Blick auf die europäische Revolutionsgeschichte werden einige Thesen vorgestellt.

 

Mittwoch 26.10.2016: Claudia Biehl

Traumatisiert auf der Flucht. Der Traumabegriff im Kontext diskrepanter Flucht- und Asylbedingungen.

Angst, posttraumatische und affektive Probleme sind unter Flüchtlingen erhöht. Die Diskrepanz unterschiedlicher Flucht- und Asylbedingungen sowie zwischen erhoffter aber nicht erfolgter Anerkennung, kann wesentlich sein für die Verarbeitung erlebter lebensbedrohlicher Erfahrungen, die Entwicklung einer Überlebensperspektive und die Bewältigung von Schwierigkeiten im Asylland. Prekäre Fluchtbedingungen, lange Bearbeitungszeiten, hohe Bürokratisierung etc. werden von Geflüchteten als weitere Stressoren und Verletzung erwarteter Gleichbehandlung verarbeitet. Berücksichtigung der traumatisierenden Erlebnisse und Fluchtbedingungen sowie prozessorientierte Hilfsangebote im Asylland, können ausschlaggebend für die Qualität der Traumaverarbeitung sowie der Akkulturations- und Integrationsprozesse in einer fremden Kultur sein.

 

Mittwoch 9.11.2016: Prof. Dr. Annett Schulze

Migrationsgeschichten im Journalismus: Repräsentation durch Sprache.

Die Berichterstattung über Migration und Flucht liefert unterschiedliche Perspektiven – sowohl in den Geschichten selbst als auch in der Betrachtung des Erzählten. Eine Kritik an den journalistischen Darstellungen ist die Kritik an den genutzten Worten. Dies reflektieren u. a. die Richtlinien der Nachrichtenagentur Associated Press, das Glossar der Neuen Deutschen Medienmacher oder die Analysen des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung. In meinem Vortrag wird die Kritik dieser Organisationen mit der Frage verbunden, wie die Geschichten von Geflüchteten erzählt werden. Diskursanalytisch skizziere ich, welche Bewertungslogiken und -maßstäbe den repräsentierenden Begriffen eingeschrieben sind. Ich thematisiere damit die Ordnungsweisen der Verhältnisse, Praxen und Produktionsweisen von journalistischem Wissen.

 

Mittwoch 7.12.2016: Dr. Almuth Bruder-Bezzel

Die Attraktivität des Rechtspopulismus.

Um die Anziehungskraft der neuen Rechtsentwicklungen in Deutschland und anderswo zu verstehen, müssen wir ihre psychologischen, soziologischen und politischen Dimensionen und Verflechtungen einbeziehen und die Abwehrprozesse der darin gezeigten Ängste und Aggressionen, Hoffnungen und Omnipotenzphantasien aufzudecken versuchen. Zu den Erklärungsansätzen gehören die Umbruchssituationen in der Moderne, die existentiellen Unsicherheiten und Ungerechtigkeiten im neoliberalen Kapitalismus. Psychoanalytische Theorieansätze, die sich auf autoritäre oder faschistische Entwicklungen bezogen, können wir auch hier versuchsweise heranziehen.

 

Ort: Fundus Buchhandlung Knesebeckstr. 20 (nahe Savigny-Platz)

Zeit: 20.15 Uhr

Kontakt: Dr. Almuth Bruder-Bezzel: Almuth-Bruder-Bezzel[at]gmx.de

und Dr. Uwe Langendorf: uldf[at]gmx.de

Call for papers: Gesellschaftliche Spaltungen – Erfahrung von Ungleichheit und Ungerechtigkeit

Die Neue Gesellschaft für Psychologie plant einen Kongress mit dem Titel

Gesellschaftliche Spaltungen – Erfahrung von Ungleichheit und Ungerechtigkeit

vom 9. bis 12. März 2017 in Berlin

Beachten Sie hierzu bitte unseren

Call for papers (Einreichungen bis zum 16.09.2016)

Die Rechtsentwicklung und die Rechtsbewegungenin Deutschland und Europa sind ein Warnsignal für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Sie verweisen auf gesellschaftliche Fehlentwicklungen, die sich vor allem in wachsenden gesellschaftlichen Ungleichheiten, Ungerechtigkeiten und der Aushöhlung der Demokratie manifestieren und die Gesellschaft zu spalten drohen.

In allen Lebensbereichen sind Ungleichheiten und Ungerechtigkeit zu finden, die mit gesellschaftlichen Spaltungen einhergehen. Inklusionsbemühungen in einigen Bereichen stehen massiven Exklusions-, Abgrenzungs- und Stigmatisierungsbewegungen gegenüber, u.a. im Bereich der Arbeit, der Gesundheit, der Bildung, Wohnung, der Infrastruktur, um nur einige zu nennen.

Achsen, entlang derer sich Ungleichheiten vertiefen (vertiefen können) sind u.a.: Nord-Süd, Alt-Jung, Lohnarbeit-Kapital, Mann -Frau, Stadt-Land, ethnische oder religiöse Mehrheit-Minderheit. Die Ungleichheiten sind nicht nur Ergebnis unterschiedlicher Bedingungen, sondern zugleich auch von den Herrschenden gewünscht: die Konkurrenz macht die Arbeitskraft billiger, die miteinander Konkurrierenden willfähriger, erleichtert das Regieren: Die permanente Spaltung der Bevölkerung in Arbeitende und Arbeitslose, die Spaltung der Arbeitslosen in Menschen mit Perspektive (SGB III) und Perspektivlose, Überflüssige (SGB II) und die darauf aufbauenden verfassungsfeindlichen Sondergesetze, die Diffamierungen, Verleumdungen und Erniedrigungen.

Zur Zeit in den Vordergrund gerückt wird die nationalistische Entgegenstellung von Flüchtlingen und Einheimischen, mit der ein Gegensatz von Islam und „westlicher Wertegemeinschaft“ aufgebaut und personifiziert wird und auf diese Weise Hass und Konkurrenzängste innerhalb der einheimischen Bevölkerung gegenüber „Außenseitern“, „Zuwanderern“, und „Fremden“ geschürt werden. Zugleich werden die konkreten Individuen wieder in die Abstrakta kulturalisiert. Diese Gegensatz-Konstruktionen verdecken die zunehmende Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich, in politische Klasse und Bevölkerung, zwischen Lohnarbeit und Kapitel.

Deshalb können die Erfahrungen von gesellschaftlicher Ungleichheit und Ungerechtigkeit, die die Bevölkerung tagtäglich erlebt, den „Fremden“ zur Last gelegt werden, die den Einheimischen vorgeblich das wegnehmen, was ihnen bereits vorher gefehlt hat:
Lohn, der zum Leben reicht, eine Gesundheitsversorgung , die nicht vom gesellschaftlichen Status und verfügbaren Finanzmitteln abhängig ist, ausreichender bezahlbarer Wohnraum, eine bedarfsgerechte, allen Bevölkerungsschichten zugängliche Infrastruktur und nicht zuletzt chancengleiche Zugänge zu Bildung und Ausbildung als Grundvoraussetzungen für die qualifizierte Teilhabe an einer existenzsichernden Erwerbsarbeit wie auch am politischen Leben.

Auf dem Kongress wollen wir folgende Problem und Fragen thematisieren:

  • Wo, in welchen gesellschaftlichen Bereichen zeigen sich gegenwärtig diese Phänomene von Ungleichheit und Spaltungstendenzen am deutlichsten?
  • Welches sind deren gesellschaftliche Ursachen und Folgen?
  • Welchen Beitrag leisten die (Sozial)Wissenschaften zur Legitimierung sozialer Ungleichheiten aber auch zu deren Aufklärung?
  • Wie nehmen die Subjekte erfahrene Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten wahr; was lösen sie für Emotionen aus? Wo sind die „Toleranzgrenzen“ bei den Betroffenen, wann schlagen Akzeptanz, Anpassung, Passivität in Neid, Hass, Wut, in individuellen Protest, Resignation oder politischen Widerstand um?
  • Welche individuellen, kollektiven und politischen Reaktionsformen auf Ungleichheits-/Ungerechtigkeits-Erfahrungen lassen sich finden?
  • Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, um den Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten entgegen zu wirken?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, spaltende und entsolidarisierende Reaktionen auf Ungleichheitserfahrungen zu verändern und welchen Beitrag können dazu Psychologie und Sozialwissenschaften, Psychotherapie und soziale Arbeit leisten?
  • Inwiefern haben sich gesellschaftliche Spaltungsprozesse im Subjekt bereits eingeschrieben und inwiefern werden durch Spaltungsprozesse psychische (lebenslange!) Reifungsprozesse verunmöglicht.

Wir laden dazu ein, Vorschläge für Kongressbeiträge mit Titel und einer Zusammenfassung von ca. 300 Wörtern und kurzen Angaben zu Ihrer Person bis zum 16.09.2016 an orga2017[(at)]ngfp.de zu senden.

Klaus-Jürgen Bruder, Christoph Bialluch, Jürgen Voges, Ilse Schütte-Kronauer, Ophelia Solti, Jürgen Günther, Daniel Jakubowski, Werner Köpp, Bernd Leuterer, Raina Zimmering für die Vorbereitungsgruppe

Hier der cfp als pdf: NGfP_2017_cfp_Gesellschaftliche_Spaltungen.pdf