Call for papers: Gesellschaftliche Spaltungen – Erfahrung von Ungleichheit und Ungerechtigkeit

Die Neue Gesellschaft für Psychologie plant einen Kongress mit dem Titel

Gesellschaftliche Spaltungen – Erfahrung von Ungleichheit und Ungerechtigkeit

vom 9. bis 12. März 2017 in Berlin

Beachten Sie hierzu bitte unseren

Call for papers (Einreichungen bis zum 16.09.2016)

Die Rechtsentwicklung und die Rechtsbewegungenin Deutschland und Europa sind ein Warnsignal für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Sie verweisen auf gesellschaftliche Fehlentwicklungen, die sich vor allem in wachsenden gesellschaftlichen Ungleichheiten, Ungerechtigkeiten und der Aushöhlung der Demokratie manifestieren und die Gesellschaft zu spalten drohen.

In allen Lebensbereichen sind Ungleichheiten und Ungerechtigkeit zu finden, die mit gesellschaftlichen Spaltungen einhergehen. Inklusionsbemühungen in einigen Bereichen stehen massiven Exklusions-, Abgrenzungs- und Stigmatisierungsbewegungen gegenüber, u.a. im Bereich der Arbeit, der Gesundheit, der Bildung, Wohnung, der Infrastruktur, um nur einige zu nennen.

Achsen, entlang derer sich Ungleichheiten vertiefen (vertiefen können) sind u.a.: Nord-Süd, Alt-Jung, Lohnarbeit-Kapital, Mann -Frau, Stadt-Land, ethnische oder religiöse Mehrheit-Minderheit. Die Ungleichheiten sind nicht nur Ergebnis unterschiedlicher Bedingungen, sondern zugleich auch von den Herrschenden gewünscht: die Konkurrenz macht die Arbeitskraft billiger, die miteinander Konkurrierenden willfähriger, erleichtert das Regieren: Die permanente Spaltung der Bevölkerung in Arbeitende und Arbeitslose, die Spaltung der Arbeitslosen in Menschen mit Perspektive (SGB III) und Perspektivlose, Überflüssige (SGB II) und die darauf aufbauenden verfassungsfeindlichen Sondergesetze, die Diffamierungen, Verleumdungen und Erniedrigungen.

Zur Zeit in den Vordergrund gerückt wird die nationalistische Entgegenstellung von Flüchtlingen und Einheimischen, mit der ein Gegensatz von Islam und „westlicher Wertegemeinschaft“ aufgebaut und personifiziert wird und auf diese Weise Hass und Konkurrenzängste innerhalb der einheimischen Bevölkerung gegenüber „Außenseitern“, „Zuwanderern“, und „Fremden“ geschürt werden. Zugleich werden die konkreten Individuen wieder in die Abstrakta kulturalisiert. Diese Gegensatz-Konstruktionen verdecken die zunehmende Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich, in politische Klasse und Bevölkerung, zwischen Lohnarbeit und Kapitel.

Deshalb können die Erfahrungen von gesellschaftlicher Ungleichheit und Ungerechtigkeit, die die Bevölkerung tagtäglich erlebt, den „Fremden“ zur Last gelegt werden, die den Einheimischen vorgeblich das wegnehmen, was ihnen bereits vorher gefehlt hat:
Lohn, der zum Leben reicht, eine Gesundheitsversorgung , die nicht vom gesellschaftlichen Status und verfügbaren Finanzmitteln abhängig ist, ausreichender bezahlbarer Wohnraum, eine bedarfsgerechte, allen Bevölkerungsschichten zugängliche Infrastruktur und nicht zuletzt chancengleiche Zugänge zu Bildung und Ausbildung als Grundvoraussetzungen für die qualifizierte Teilhabe an einer existenzsichernden Erwerbsarbeit wie auch am politischen Leben.

Auf dem Kongress wollen wir folgende Problem und Fragen thematisieren:

  • Wo, in welchen gesellschaftlichen Bereichen zeigen sich gegenwärtig diese Phänomene von Ungleichheit und Spaltungstendenzen am deutlichsten?
  • Welches sind deren gesellschaftliche Ursachen und Folgen?
  • Welchen Beitrag leisten die (Sozial)Wissenschaften zur Legitimierung sozialer Ungleichheiten aber auch zu deren Aufklärung?
  • Wie nehmen die Subjekte erfahrene Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten wahr; was lösen sie für Emotionen aus? Wo sind die „Toleranzgrenzen“ bei den Betroffenen, wann schlagen Akzeptanz, Anpassung, Passivität in Neid, Hass, Wut, in individuellen Protest, Resignation oder politischen Widerstand um?
  • Welche individuellen, kollektiven und politischen Reaktionsformen auf Ungleichheits-/Ungerechtigkeits-Erfahrungen lassen sich finden?
  • Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, um den Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten entgegen zu wirken?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, spaltende und entsolidarisierende Reaktionen auf Ungleichheitserfahrungen zu verändern und welchen Beitrag können dazu Psychologie und Sozialwissenschaften, Psychotherapie und soziale Arbeit leisten?
  • Inwiefern haben sich gesellschaftliche Spaltungsprozesse im Subjekt bereits eingeschrieben und inwiefern werden durch Spaltungsprozesse psychische (lebenslange!) Reifungsprozesse verunmöglicht.

Wir laden dazu ein, Vorschläge für Kongressbeiträge mit Titel und einer Zusammenfassung von ca. 300 Wörtern und kurzen Angaben zu Ihrer Person bis zum 16.09.2016 an orga2017[(at)]ngfp.de zu senden.

Klaus-Jürgen Bruder, Christoph Bialluch, Jürgen Voges, Ilse Schütte-Kronauer, Ophelia Solti, Jürgen Günther, Daniel Jakubowski, Werner Köpp, Bernd Leuterer, Raina Zimmering für die Vorbereitungsgruppe

Hier der cfp als pdf: NGfP_2017_cfp_Gesellschaftliche_Spaltungen.pdf

Die NGfP

Die Neue Gesellschaft für Psychologie e.V. ist ein Zusammenschluss von WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen aus der Psychologie und deren Nachbarprofessionen. Ihr gemeinsames Ziel ist die methoden- und gesellschaftskritische Auseinandersetzung mit psychologischen Themen. Zu diesem Zweck bemüht sich die NGfP um eine fächerübergreifende Zusammenarbeit sowie um die Überwindung der Spaltung von Wissenschaft und Praxis.

Die Zeitschrift der NGfP ist das Journal für Psychologie

Die Waffen nieder! – Demonstration am 8. Oktober 2016 in Berlin

Wir möchten Sie auf folgenden Aufruf zur Demonstration am 8. Oktober 2016 in Berlin hinweisen:

Die Waffen nieder!

Kooperation statt NATO-Konfrontation, Abrüstung statt Sozialabbau

http://friedensdemo.org/

Journal für Psychologie: Call for Papers – Kritische Männerarbeit in Theorie und Praxis

Call for Papers
Kritische Männerarbeit in Theorie und Praxis
(Hrsg: Ulrich Krainz, Manfred Buchner und Irene Strasser)

Das geplante Themenheft fokussiert auf eine “kritische Männerarbeit” bzw. “kritische Männerforschung” in diversen Feldern, die in ihrem Selbstverständnis stets eine geschlechterreflektierende und gesellschaftspolitische Dimension tangieren. Kritische Männerarbeit orientiert sich an einer gleichstellungsorientierten Männer- und Geschlechterpolitik sowie an Geschlechterdemokratie.

Von Interesse sind dabei unter anderem folgende Fragestellungen:

  • Was bedeutet kritische Männerarbeit, welchen Zielsetzungen folgt sie?
  • Mit welchen Frage-, Problem- und Themenstellungen ist man in der Arbeit mit Männern primär konfrontiert?
  • Welche unterschiedlichen Ansätze in der kritischen Männerarbeit gibt es und wie können diese konkret aussehen? Wie stehen sie im Verhältnis zu feministischer Arbeit/Theorien, zu queeren Herangehensweisen und Ansatzpunkten? Wie sieht die Zusammenarbeit zwischen Organisationen aus, die hier angesprochene Zielsetzungen verfolgen?
  • Welche Beiträge kann kritische Männerarbeit zu einer gleichstellungsorientierten Männerpolitik und zur Geschlechtergerechtigkeit leisten?
  • In welchen Formen bezieht sich kritische Männerarbeit auf die Kategorie „Geschlecht“? Wie ist ihr Verhältnis zu dekonstruktiven, heteronormativitätskritischen und queeren Ansätzen? Welche Rolle spielen transgender/intersex bzw. schwule Männlichkeitsentwürfe?
  • Wie sehen Entwicklungen bezüglich des Verhältnisses von Männlichkeit und Arbeit aus? (z.B. in Bezug auf aktuelle ökonomische Umbrüche, prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Karenzregelungen, Work-Life-Balance usw.)?
  • Wie erklärt sich die Hinwendung von Männern zu politisch-rechtslastigem Denken, Entwürfen und Angeboten? Welche Erwartungen und Machtansprüche verbinden Männer damit? Welche Irritationen und Verunsicherungen von Männern werden hier womöglich instrumentalisiert? Wie kann rechter Männerpolitik aus der Sicht kritischer Männerarbeit begegnet werden?
  • Welche Rolle spielen Aufbrüche zum „neuen Mann“ der vergangenen Dekaden? Welche progressiven Prozesse wurden dadurch angeregt, was konnte verwirklicht werden, wo gab oder gibt es Rückschritte?
  • Inwieweit spielen Themen der Inter- und Transkulturalität, Fragen der Intersektionalität (z.B. von Migration und Männlichkeit) eine Rolle in der Arbeit mit Männern?

Der vollständige CfP findet sich unter: http://journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/announcement

Falls Sie sich mit einem Beitrag an diesem Schwerpunktheft beteiligen wollen, senden Sie bitte zu unserer Orientierung bis 15.9.2016 ein Abstract (max. 1 Seite) an:
ulrich.krainz@univie.ac.at

Weitere Rezension zu “Neoliberale Identitäten”

Wir möchten Sie auf eine Rezension von Bettina Zehetner des Buches “Neoliberale Identitäten” hinweisen, das aus der gemeinsamen Arbeitsgruppe “Psychoanalyse und Gesellschaft” von NGfP und DGPT hervorgegangen ist.

Das neoliberale Subjekt zwischen Grenzenlosigkeit und Ohnmacht

Erschienen auf der Homepage “Frauen beraten Frauen” (http://www.frauenberatenfrauen.at/rezensionen/bruder.html)

Unsere gegenwärtige gesellschaftliche Situation ist durch zunehmende Ökonomisierung aller Lebensbereiche gekennzeichnet. Wir müssen uns täglich bewähren auf dem immer beschleunigter, druckvoller und prekärer werdenden Arbeitsmarkt ebenso wie auf dem Markt der Körper und Beziehungen. In unserer Selbstausbeutung als Humankapital sind wir unsere strengsten Richterinnen, wir wollen ja selbst die geforderte Leistung bringen – um den Preis von Burn-Out und Bindungsproblemen, Gefühlen der Leere und Sinnlosigkeit. Hinter dem Credo „alles ist machbar“ lauert die Kehrseite der eigenen Ohnmächtigkeit und Ausgeliefertheit. Die Auswirkungen dieser Entwicklung betreffen unsere Psyche und unsere Körper ebenso wie unser soziales Zusammenleben, unser Selbstverständnis und unsere Wahrnehmung von Beziehungen. Wir leben unter dem Imperativ der beständigen Selbstbearbeitung und –optimierung und dem permanent bedrohlichen Gefühl, nicht zu genügen. Diese Tendenzen werden auch sichtbar im Gesundheitswesen, in Psychotherapie und Beratung sowie in der Bildungspolitik. Der vorliegende Sammelband setzt sich mit der Frage auseinander, wie diese neoliberalen gesellschaftlichen Entwicklungen unsere Identitäten formen, welchen Herausforderungen und potenziell schädlichen Anpassungsprozessen wir uns als Subjekte unterwerfen. Die Beiträge behandeln die Thematik aus psychoanalytischer, sozialpsychologischer, politikwissenschaftlicher und pädagogischer Perspektive.

Almuth Bruder-Bezzel verdeutlicht die Identitätsformung durch neoliberale Lebens- und Arbeitsbedingungen. Auch auf diejenigen, die einen Arbeitsplatz haben, wirkt sich die Drohung von Personaleinsparungen disziplinierend und verunsichernd aus, das „Gespenst der Nutzlosigkeit“ (Richard Sennett) geht um. Klaus Ottomeyers Artikel „Die Bildung von Identität zwischen Liberalismus und Dschihadismus“ ist ein spannender Text zur Extremismusdebatte. Mit der Frage „Management statt Verstehen?“ bringt Giovanni Maio die potenziellen Auswirkungen der Ökonomisierung auf die Psychotherapie auf den Punkt und zeigt schlüssig, wie eine kurzsichtige Quantifizierung von Input und Output, Kosten und Nutzen das entwertet und verhindert, was tatsächlich heilende Kraft hat: die Beziehung. Diese Entwertung von Beziehungen, der Verleugnung unseres Einander-Ausgesetztseins bereitet den Boden für eine gesamtgesellschaftlich höchst problematische Entsolidarisierung und einen neuen „Jargon der Verachtung“ (Albrecht von Lucke). Für den Institutionenzusammenhang macht Wolfram Keller die ökonomischen Zwänge in der stationären psychosomatischen Behandlung sichtbar: Menschliches ist nicht beliebig messbar und berechenbar und ein reduktionistisches Menschenbild führt zu einem reduzierten Gesundheits- und Krankheitsverständnis, das Pflegende, Patient_innen und Ärzt_innen gleichermaßen belastet. Die Analytikerin Monika Huff-Müller lässt „Traumatisierung in der globalisierten Postmoderne durch geleugnete Entheimatung“ und den Wert der Andersartigkeit in anschaulichen Fallgeschichten lebendig werden. Ergebnisoffenes Sich-Einlassen auf Erinnern und Durcharbeiten kann lebbare Geschichten mit integrierter Vergangenheit und Gegenwart, Herkunft und Zukunft entstehen lassen – ein Plädoyer für eine Psychotherapie ohne Zeitdruck und Zielvorgabe.

Ein Kritikpunkt ist die fehlende Berücksichtigung der Geschlechterperspektive, denn der Neoliberalismus ist keineswegs geschlechtsneutral, sondern installiert hinter moderner Rhetorik altbackene Geschlechterzuschreibungen und betrifft damit Frauen und ihre Körper in ungleich massiverer Weise als Männer, etwa bei unbezahlten Versorgungstätigkeiten und Care Work, bei der Pornografisierung des Alltags, Prostitution und Frauenhandel.

Bettina Zehetner

Rezension von Tilmann Moser zu “Neoliberale Identitäten”

Wir möchten Sie auf eine Rezension von Tilmann Moser des Buches “Neoliberale Identitäten” hinweisen, das aus der gemeinsamen Arbeitsgruppe “Psychoanalyse und Gesellschaft” von NGfP und DGPT hervorgegangen ist.

Ökonomisierung: Vom Einfluss des Geldes auf die Therapie

Erschienen im Ärzteblatt PP15, Ausgabe Juni 2016, Seite 286 (https://www.aerzteblatt.de/archiv/179847/Oekonomisierung-Vom-Einfluss-des-Geldes-auf-die-Therapie)

Programmatisch schreibt die Mitherausgeberin des kritischen Bandes „Neoliberale Identitäten“, Almuth Bruder-Bezzel, über die Auswirkungen des Spardrucks auf die seelischen Zustände der Individuen wie der Psychotherapeuten: „So werden immer umfassender alle Lebensbereiche einer Ökonomisierung ausgesetzt, eine Strategie der reinen Kosten-Nutzen-Rechung. Die Marktmechanismen werden immer umfassender zur Basis individueller und kollektiver Lebensbedingungen.“

Dies zeigt in einem düsteren Ausmaß der frühere Leiter einer psychosomatischen Klinik, Wolfram Keller, in seinem Aufsatz „Stationäre Psychosomatische Behandlung im Spannungsfeld ökonomischer Zwänge“. Die Sparzwänge verwandeln die Diagnosen wie die Beziehungen der Therapeuten zu ihren Patienten: Die Behandlungszeiten schrumpfen, die Therapiemethoden werden zunehmend standardisiert, auch durch die „Manualisierung“ der Abläufe. Und dies um so mehr, als viele „Seelenkliniken“ zu profitorientierten Institutionen werden: So verfügt die „Rhönklinik“ über fast 140 Häuser, und die Therapeuten arbeiten unter hohem Zeit- und Erfolgsdruck nach einengenden „Effizienzkriterien“, sodass er von einem „Reparaturbetrieb“ spricht, der die Rolle der Therapeuten zu einer „Veroberflächlichung“ der Beziehungen verändert.

Andere Autoren beklagen die Wirkung der allgemeinen sozialen Beschleunigung auf die Identitätsbildung, die zu einer „Entfremdung des Selbst“ führen können, weil der Grad der Außenorientierung zunimmt, und da die Ich-Ideale der Leistungsfähigkeit erhalten bleiben, kommt es zu einer „Tragödie der Unzulänglichkeit“, die zum massenhaften Burn-out bei Menschen führen kann, die nicht mehr durchschauen, welchen Erfolgskriterien sie unterliegen. Für die Kassen wie für die Klinikverwaltungen müssen Diagnosen „operationalisiert“ werden, sodass der Freiburger Medizinethiker Giovanni Maio zu der bitteren Aussage von der „Psychotherapie nach dem Modell der industriellen Produktion“ kommt. Es kommt zu einer „Veränderung des Selbstverständnisses des Therapeuten“, der oft gar nicht die Zeit hat, eine vertiefte und haltgebende Beziehung zum Patienten aufzubauen. Mehrere Autoren plädieren deshalb für eine notwendige „Entschleunigung“ der Verfahren. Längst rivalisieren aber verschiedene Therapieschulen um den Rang bei Kliniken wie Kassen mit Behauptungen über eine „effizienzbasierte Verkürzung“ der Behandlungszeiten.

Das Buch stellt in seiner Bilanz eine Art Menetekel dar, eine Warnung vor einer Entwicklung zu einer drohenden Dehumanisierung von Psychotherapie, der vielleicht noch Einhalt geboten werden kann. Tilmann Moser

Almuth Bruder-Bezzel, Klaus-Jürgen Bruder, Karsten Münch (Hrsg.): Neoliberale Identitäten. Psychosozial-Verlag, Gießen 2016, 160 Seiten, kartoniert, 19,90 Euro

Stellungnahme zu Flucht und Einwanderung der DGSF (Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie)

Wir möchten Sie auf die aktuelle Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF) hinweisen, die sich für eine großzügige Aufnahme von Flüchtlingen und Einwanderern ausspricht.

Die Stellungnahme als PDF-Dokument: Stellungnahme-Integration-Fluechtlinge.pdf

Kooperationsvertrag der Hochschule Bremen mit der Bundeswehr – Protestbrief eines Wissenschaftlers, der die Zivilklausel ernst nimmt

Wir möchten Sie auf folgenden Brief von Ralf E. Streibl hinweisen, in dem er sich mit der Kooperation von Bundeswehr und Hochschule Bremen kritisch auseinandersetzt:

http://www.kramschubla.de/hsb

 

Journal für Psychologie – Ausgabe 1/2016: Elternschaft als relationale Praxis

Die neue Ausgabe ( 1/2016) des Journals für Psychologie ist erschienen:

Elternschaft als relationale Praxis

Hrsg. Anna Sieben & Guenter Mey

http://journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/issue/view/48

Die von Anna Sieben und Guenter Mey herausgegebene Ausgabe versammelt Beiträge zum Thema “Elternschaft als relationale Praxis” und stellt sich in die Tradition der britischen Parenting Culture Studies: Beschreibung und Analyse von Eltern-Kulturen werden als eine interdisziplinäre Aufgabe betrachtet – sie erfordert psychologische, sozialwissenschaftliche und kulturwissenschaftliche Arbeiten.

Mit den neun Beiträgen des Themenheftes werden zentrale Bereiche aktueller Eltern-Kulturen angesprochen, so theoretische Überlegungen zum Begriff der Elternschaft, Analysen der diskursiven Hervorbringung der Eltern-Kind-Beziehung, empirische Untersuchungen zu heterogenen Wegen in die Elternschaft und Perspektiven auf die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung bei Elternpaaren, wobei diese als qualitative Forschungsarbeiten in Form von Interviewstudien, Ethnografien, Sekundäranlysen und Dokumentenanalysen angelegt sind.
INHALT

Anna Sieben, Günter Mey: Editorial
http://journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/390

Désirée Waterstradt: Prozesstheorie der Elternschaft: Grundlage zur Reflexion und Offenlegung von Elternschaftskonzepten in Forschung und Berufspraxis
http://journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/391

Michael Wutzler: Verteilte Verantwortungen – Von der geschlossenen, affektiven, familialen Privatheit zum offenen Netz emotionalen Engagements
http://journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/392

Rhea Seehaus: »Ihr Baby braucht Sie, Ihre Liebe, Ihre Naehe und Ihre Zaertlichkeit!« – (Normative) Konstruktionen von Elternschaft und Elternaufgaben in Settings der Natalitaet
http://journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/393

Birgit Mayer-Lewis: Familiengründung im Kontext reproduktionsmedizinischer Angebote
http://journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/394

Maika Böhm, Philipp Franz, Silja Matthiesen: Studierende Eltern – Im Spannungsfeld geschlechteregalitaerer Ideale und traditioneller Geschlechterrollen?
http://journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/395

Waltraud Cornelißen: Das Timing von Kindern – Relationale Praktiken in spaetmodernen Beziehungswelten
http://journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/396

Verena Witzig, Julia C. Nentwich: Neue Väter, alte Muetter? Elternschaft zwischen Egalität und Unterschiedlichkeit
http://journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/397

Sara Maierhofer, Irene Strasser: »Das war bei uns ganz einfach, weil ich war der Verdiener« – Elterliche Arbeitsteilung im Fokus von Traditionalisierungsprozessen
http://journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/398

Eva Tolasch: Der Psychiater als guter Elternschaftskonstrukteur – Eine Fallanalyse am Beispiel von Hausarbeit
http://journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/399

Interview mit Klaus-Jürgen Bruder im Magazin “Hintergrund”

Wir möchten Sie auf ein Interview des Vorsitzenden der NGfP, Klaus-Jürgen Bruder, hinweisen, das in der aktuellen Ausgabe des Magazins “Hintergrund” mit dem Titel “Rechtsruck. Wie Populisten die Flüchtlingsdebatte für ihre politischen Ziele missbrauchen” erschienen ist. Darin wird auch Bezug auf den letzten Kongress der NGfP “Migration und Rassismus” genommen.

Das Interview: http://www.hintergrund.de/201604033913/politik/inland/die-politik-fuehrt-permanent-vor-dass-die-bevoelkerung-sie-keinen-pfifferling-interessiert.html

Näheres zur aktuellen Ausgabe von “Hintergrund”: http://www.hintergrund.de/das-heft-jahrgang-2016.html#hg2016_2

Europäische Intellektuelle fordern Solidarität mit Geflüchteten. Geflüchtete in Europa aufnehmen – eine moralische und politische Pflicht!

Wir möchten Sie auf folgenden Aufruf hinweisen:

http://www.transform-network.net/de/blog/blog-2016/news/detail/Blog/appeal.html