“Gesellschaftliche Spaltungen – Erfahrung von Ungleichheit und Ungerechtigkeit”

Kongress der Neuen Gesellschaft für Psychologie
vom 9. bis 12. März 2017
mit Unterstützung und in den Räumen
der Rosa-Luxemburg Stiftung in Berlin

Wir freuen uns, Ihnen das vorläufige Programm des nächsten NGfP-Kongresses vorstellen zu können

GsP_vorlaeufiges_Programm_170129.pdf

und den aktuellen Flyer

GSp_Ankuendigungsflyer_170129.pdf

Die NGfP

Die Neue Gesellschaft für Psychologie e.V. ist ein Zusammenschluss von WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen aus der Psychologie und deren Nachbarprofessionen. Ihr gemeinsames Ziel ist die methoden- und gesellschaftskritische Auseinandersetzung mit psychologischen Themen. Zu diesem Zweck bemüht sich die NGfP um eine fächerübergreifende Zusammenarbeit sowie um die Überwindung der Spaltung von Wissenschaft und Praxis.

Die Zeitschrift der NGfP ist das Journal für Psychologie

Impression de déjà-vu!

Wir möchten hier auf einen Leserbrief an die Nachdenkseiten zum Artikel “Die richtigen Antworten auf „Berlin“” vom 20.12.2016 von Jens Berger aufmerksam machen:

“Impression de déjà-vu!

Nach jedem Terroranschlag, egal, ob dieser Anschlag in Berlin, Paris oder Brüssel verübt wurde, und egal, ob der Täter ein Syrer, eine Nordafrikaner, ein Afghane oder einen „Pole“ ist, hört man immer bloß die gleiche klassische Symphonie: „Flüchtlinge“, „Muslime“, „Araber“, „Terrorismus“, „Abendland“, „westliche Werte“, „Islamisierung“.
Nun gut. Hier werde und will ich mich nicht näher mit diesen Begriffen und Phrasen auseinandersetzen, denn erstens ist mir völlig klar, dass wir sehr genau wissen, was man damit ausdrücken will (besonders die Trump Fans, die Anhänger der AFD in Deutschland und der Front National in Frankreich!), aber vor allem weil wir schon die Nasse voll haben, diesen Unfug immer wieder zu hören und es reine Zeitverschwendung ist, diese hier noch mal zu formulieren.
Meine Antwort gegen diese Vorwürfe wird immer nur lauten:
Wer ist 2001 in Afghanistan einmarschiert hat und das Land völlig zerstört? Und warum?
Wer hat Die Republik Irak im 2003 erobert und hunderttausende von Zivilisten massakriert? Und warum?
Wer hat Libyen 2011 bombardiert und einen „failed state“ etabliert? Und warum?
Wer hat die Lage in Syrien destabilisiert und versucht immer noch die Situation dort weiter zu verschärfen? Und warum?
Wer unterstützt die täglichen, brutalen und primitiven Bombardierungen gegen das jemenitische Volk? Und warum?
Ich glaube… nein ich bin mir sicher … dass eine Antwort auf diese 
Fragen eine sehr deutliche und ausreichende Erklärung für unserer heutigen kritische Situation und die weltweit herrschende Instabilität liefert.
Kurzum: Ich möchte angesichts der barbarischen Ereignisse in Berlin mein tiefempfundenes Beileid und meine Solidarität aussprechen. Man darf aber auch niemals vergessen, dass wir genau so wie Ihr auch Opfer dieses Krieges sind und vor allem, dass wir mit unserem Blut täglich eine sehr hohe Rechnung dieses dreckigen Interessenkonflikt bezahlen.
( Unser Mitleid und Mitgefühl aller Opfer des verräterischen Terrorismus) الرحمة ثم كل الرحمة لكل ضحايا الإرهاب الغادر من المحيط الى الخليج.
( von Syrien über Tunesien bis Deutschland ) من سورية المنكوبة مرورا بتونس المفجوعة وصولا لألمانيا الملكومة! – Walid R.”

Zu finden unter: http://www.nachdenkseiten.de/?p=36350

Ankündigung des NGfP-Kongressbandes “Migration und Rassismus”

Wir freuen uns, Ihnen die Buchveröffentlichung “Migration und Rassismus”, die aus dem gleichnamigen NGfP-Kongress von 2016 hervorgegangen ist, ankündigen zu können.

Das Info-Blatt finden Sie hier:

bruder_2655.pdf

Das Bestell-Blatt finden Sie hier:

bruder_2655_coupon.pdf

 

JOURNAL FÜR PSYCHOLOGIE, Jg. 24 (2016), Ausgabe 2: PsychologInnen prekär

hrsg. von Andrea Birbaumer & Peter Mattes

Prekäre Arbeits- und Beschäftigungsverhältnisse sind für Psychologinnen und Psychologen so verbreitet, dass es kaum mehr zu einer Problematisierung kommt. Zumal die materielle Seite, der ökonomische Zuschnitt, eine Berufsgruppe trifft, die gegenüber den meisten der von ihrer Arbeit Betroffenen strukturell und sozial ziemlich privilegiert ist, woraus sich allzu eilfertiges Klagen aus ethischen Gründen verbietet oder zumindest einer berechtigten Peinlichkeit anheimfallen würde. Jedoch erschöpfen sich diese Verhältnisse nicht im Blicken auf diese ihre Oberfläche: Analysiert und kontextualisiert zeigen sich Problematiken, die nicht nur fragwürdige Dilemmata einer Profession darstellen, sondern hinaus weisen auf die Konstitution grundlegender subjektiver, diskursiver und gesellschaftlicher Gegebenheiten, die grundsätzlicher in Frage zu stellen wären.

Dies versuchen die Beiträge in dieser Ausgabe des Journal für Psychologie, die überwiegend entstanden sind nach einer Tagung zum 30 jährigen Bestehen der österreichischen Berufsvertretung für PsychologInnen, Gesellschaft kritischer Psychologen und Psychologinnen (GkPP) im Herbst 2015.

Die Ausgabe ist Open Access abrufbar unter

https://www.journal-fuer-psychologie.de/

[Direkt-Link: https://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/issue/view/49]

Zu den Artikeln von Heiner Keup, Athanasios Marvakis, Sofia Triliva, Christos Tourtouras, Tom David Uhlig, Lisa Hopfgartner, Christian Seubert, Jürgen Glaser, Romeo Bissuti, Daniel Sanin und Hannes Fricke…

» weiterlesen «

„In Bautzen hat ein Polizist eine ­bekannte Aktivistin angezeigt, die den ­öffentlichen Raum von rechten Schmierereien befreit“

Wir möchten Sie auf folgendes Interview  mit Irmela Mensah-Schramm in der Tageszeitung Junge Welt vom 17.11.2016 hinweisen:

http://www.jungewelt.de/2016/11-17/005.php

Eröffnungsvortrag “Migration und Rassismus” der Ringvorlesung “Flucht und Ankommen”

Wir möchten noch einmal auf die Ringvorlesung  »Flucht und Ankommen: psychosoziale Aspekte von Migration und Integration« an der FU Berlin im Wintersemster 2016/17 hinweisen(
http://www.ngfp.de/2016/09/ringvorlesung-flucht-und-ankommen-psychosoziale-aspekte-von-migration-und-integration-an-der-fu-berlin/).

Den Eröffnungsvortrag “Migration und Rassimus” von Klaus-Jürgen Bruder vom 19. Oktober 2016 finden Sie als Audiomitschnitt unter:
Migration und Gesellschaft

Protest im Rahmen des Diskurses der Macht die Frage nach der „psychologischen Disposition der AfD-WählerInnen“

Protest im Rahmen des Diskurses der Macht
die Frage nach der „psychologischen Disposition der AfD-WählerInnen“

Klaus-Jürgen Bruder, Berlin

Nach der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern:
Die Spatzen pfeifen es von den Dächern:
„Protest-Wähler“ seien sie
„aus allen demokratischen Parteien“ hätten sie Wähler eingezogen

Aber die das so sagen, nehmen nicht ernst, was sie sagen

Den ganze Text finden Sie hier: kjb_2016_protest-im-rahmen-des-diskurses-der-macht.pdf

Petition gegen die skandalöse Abschiebepolitik

Die Bayerische Ärzteinitiative für Flüchtlingsrechte hat eine Petition gegen die skandalöse Abschiebepolitik und Rechtsbrüche durch die Regierung gestartet. Sie finden sie unter:

https://www.change.org/p/ministerpr%C3%A4sident-horst-seehofer-keine-abschiebung-von-familie-t-aus-manching-gegen-rechtsfreie-r%C3%A4ume?recruiter=65227089&utm_source=share_petition&utm_medium=email&utm_campaign=share_email_responsive

Repression gegen kritische Bürgerinnen und Bürger in der Türkei – Offener Brief des BdWi an Außenminister Steinmeier

Offener Brief des BdWi an Außenminister Steinmeier

Repression gegen kritische Bürgerinnen und Bürger in der Türkei

 

- Bitte um Unterzeichnung und Unterstützung! -

 

Wir wollen den Offenen Brief mit möglichst vielen Unterschriften unterstützen:

Wer den Text unterzeichnen will, kann das unter Angabe von Namen, Beruf bzw.

Funktion und Wohnort gern tun: Für die Unterzeichnung benutzt bitte am besten das Onlineformular unter:

http://www.bdwi.de/show/9404886.html

oder sendet entsprechende Rückmeldungen bitte an bdwi@bdwi.de.

Da wir den Brief am Montag absenden wollen, können wir alle Unterschriften, die bis Montag, 26.9., 15.00 Uhr eingehen, als ErstunterzeichnerInnen berücksichtigen.

Selbstverständlich wird es aber auch danach möglich sein, den Offenen Brief zu unterstützen.

 

Der offene Brief im Wortlaut:

Offener Brief

Repression gegen kritische Bürgerinnen und Bürger in der Türkei

 

Sehr geehrter Herr Minister Steinmeier,

 

mit großer Sorge und Empörung beobachten wir den weiterhin repressiven Umgang der türkischen Regierung mit kritischen Bürgerinnen und Bürgern.

Am 23. September 2016 begann in Istanbul ein Prozess gegen die Lehrerin Ayșe Çelik und zahlreiche ihrer – als „Komplizen“ angeklagten – UnterstützerInnen.

Am 8. Januar 2016 hatte Ayșe Çelik aus Diyarbakir in einer Fernsehtalkshow über die Folgen der militärischen Maßnahmen der türkischen Regierung in den kurdischen Gebieten berichtet und „ein Ende des Sterbens von Männern, Frauen und Kindern“ gefordert und die verzerrte Berichterstattung der türkischen Medien kritisiert. Sie rief das Publikum auf, „nicht still zu bleiben“.

Ayșe Çelik steht jetzt vor Gericht und wird der „Propaganda für den Terrorismus der PKK“ beschuldigt.

Diese Beschuldigung trifft auch zahlreiche ihrer UnterstützerInnen, die sich in einer Erklärung vom 13. Januar 2016 als „Komplizen von Ayșe Çelik“ bezeichneten, die sich desselben Verbrechens schuldig gemacht hätten, wenn die Worte von Ayșe Çelik ein Verbrechen darstellen würden.

Für ihre öffentliche Forderung, das Töten zu beenden, indem die Konfliktparteien die Waffen schweigen lassen und mit Verhandlungen beginnen, um damit einen Friedensprozess einzuleiten, stehen nun auch die Unter-stützerInnen von Ayșe Çelik vor dem Strafsenat in Istanbul.

 

Der Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi) unterstützt alle Bemühungen zu einer friedlichen Lösung der Konflikte in der Türkei und erklärt den betroffenen türkischen und kurdischen KollegInnen seine volle Solidarität.

Wir erwarten, dass die türkische Regierung die allgemeinen Menschenrechte und besonders die Meinungs- und Redefreiheit respektiert und die Strafverfolgung umgehend beendet. Kritik am demokratischen Staat und an den Handlungen von Regierungen ist ein demokratisches Grundrecht. Die KritikerInnen zu verunglimpfen, sie strafrechtlich zu verfolgen und mit Verlust ihrer beruflichen Positionen zu bedrohen, widerspricht dem Selbstverständnis demokratisch verfasster Staaten. Dies gilt auch für die Türkei, die das Ziel verfolgt, Mitglied der Europäischen Union zu werden.

 

Sehr geehrter Herr Minister Steinmeier,

 

wir halten es für notwendig, dass die deutsche Bundesregierung der türkischen Regierung gegenüber nachdrücklich diese Verletzung elementarer Grundrechte beanstandet und darauf hinwirkt, dass die Strafmaßnahmen gegen Ayșe Çelik und ihre UnterstützerInnen sofort eingestellt werden.

 

Mit herzlichem Dank und freundlichen Grüßen

Torsten Bultmann                                                                                 Steffen Käthner

(Geschäftsführer des Bundes demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler / BdWi)

Ringvorlesung »Flucht und Ankommen: psychosoziale Aspekte von Migration und Integration« an der FU Berlin

Bitte beachten Sie den Flyer zur Ringvorlesung »Flucht und Ankommen: psychosoziale Aspekte von Migration und Integration« an der FU Berlin im Wintersemster 2016/17: ringvorlesung_2016_flyer.pdf

Bitte beachten Sie auch, dass im Flyer fälschlicherweise als Beginn der 22.10.2016 angegeben wurde. Die Ringvorlesung startet nämlich schon am 19.10.2016 mit Klaus-Jürgen Bruders Vortrag »Migration und Rassismus« um 20:15. (Am 22.10.2016 wird keine Vorlesung im Rahmen dieser Reihe gehalten.)

Im Plakat sind die richtigen Angaben festgehalten: Ringvorlesung-2016-Plakat.pdf