| PermalinkDie Neue Gesellschaft für Psychologie e.V. ist ein Zusammenschluss von WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen aus der Psychologie und deren Nachbarprofessionen. Ihr gemeinsames Ziel ist die methoden- und gesellschaftskritische Auseinandersetzung mit psychologischen Themen. Zu diesem Zweck bemüht sich die NGfP um eine fächerübergreifende Zusammenarbeit sowie um die Überwindung der Spaltung von Wissenschaft und Praxis. Die Zeitschrift der NGfP ist das Journal für Psychologie NGfP Kongress 2012 Call for Papers:Sozialpsychologie des Kapitalismus heute – Kongress der Neuen Gesellschaft für Psychologie Sozialpsychologie des Kapitalismus - Zur Aktualität Peter Brückners - Kongress der neuen Gesellschaft für Psychologie vom 1. – 4. März 2012 in Berlin Liebe ZEIT! Über den Artikel von Kollegen Pawelzik bin ich doch sehr erstaunt: „Unter den Bedingungen unseres seit Jahrzehnten ständig ausgebauten Sozialstaats fühlen wir uns mehrheitlich derart sicher….“ In welchem Jahrhundert lebt der Autor? Wird nicht der Sozialstaat seit den 90er Jahren heruntergefahren? (Literatur:Butterwegge:Krise und Zukunft des Sozialstaats) Sind wir zu verwöhnt,zu weich,zu empfindsam und egoistisch geworden,weil wir nicht mehr von Kindesbeinen an die Härten des Lebens zu spüren bekommen? Warum nicht gleich für die Wiedereinführung der Prügelstrafe plädieren,die bekanntlich „noch keinem geschadet“ hat? Der Autor spricht von Arbeitsstreß ganz pauschal. Als wollten die Menschen sich heute vor der Leistung drücken und hinter dem Modewort „burn out“ verstecken. Herr Pawlizek unterschlägt völlig den Unterschied zwischen „gesundem“ und „krankmachendem“ Streß. Es kommt bei der psychischen Belastung nicht nur darauf an,wie viel man zu arbeiten hat,sondern unter welchen Bedingungen. Z.B. ob jemand für seine Leistung Anerkennung bekommt,ob er ein sicheres Umfeld hat,ob er über sich selbst bestimmen kann.Ob er zuverlässige Rückzugsräume hat oder ständig präsent sein muß nach der Formel „7×24“. Schließlich ist Selbstausbeutung nicht nur individuelle Entscheidung,sie wird in großen Teilen der heutigen Arbeitswelt vorausgesetzt,gerade unter den Bedingungen der globalisierten Wirtschaft Pawlizek führt die Erschöpfungsdepression (ein Begriff des französischen Psychiaters Ehrenberg) auf individuelle Fehleinstellung zurück und . klammert die sozialen Bedingungen völlig aus. So einfach kann man es sich machen Berlin,den 7.12.2011 Dr.med.Uwe Langendorf Zum Thema ein Vortrag von Klaus-Jürgen Bruder: „Die Unterwerfung der Psychotherapie unter die Gesetze des Marktes transformiert diese in grundlegender Weise“ –Von der Notwendigkeit,die gesellschaftliche Realität (in der Psychoanalyse) zur Kenntnis zu nehmen. [pdf] (Vortrag am 12.11.2011 im C.G.Jung-Institut Berlin Goerzallee 5) Sowie ein Aufruf zur Neuberechnung des Versorgungsschlüssels für Psychotherapie: Im Zuge des geplanten Versorgungsstrukturgesetztes (VStG) droht der Abbau von bis zu 30% der aktuell vorhandenen psychotherapeutischen Kassensitze. Dies ist im Besonderen deshalb problematisch,da es bereits jetzt oft monatelange Wartezeiten für ein Erstgespräch bei einem Psychotherapeuten gibt. Diese Situation würde sich durch die Umsetzung des VStG noch deutlich verschärfen,weswegen es mittlerweile von vielen Seiten massiven Widerstand dagegen gibt. Doch selbst wenn es nicht zu einer Einführung des VstG kommen sollte,bestünde weiterhin eine Situation,bei der der Bedarf an Psychotherapie in keinem Verhältnis zum aktuellen Angebot an Psychotherapeuten mit Kassensitz steht. Dies hat seinen Ursprung in der 1993 eingeführten Bedarfsplanung für Ärzte sowie in den 1999 recht willkürlich festgelegten Verhältniszahlen von Psychotherapeut je Einwohner. Um diese Situation grundlegend zu verbessern,habe ich mich nun mit einer ePetition an den Bundestag gewandt,in der ich zu einer Neuberechnung der nötigen Verhältniszahlen von Psychotherapeut je Einwohner auffordere. Damit diese Petition überhaupt Beachtung erfährt ist es nötig,dass sie von möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern mitgezeichnet wird (namentlich mind 50.000). Die Mitzeichnungsfrist endet am 12.01.12,die Zeit drängt also. Hier der Link zur Petition:https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=detailspetition=21194 Zudem wäre es eine große Hilfe (und vermutlich die einzige Möglichkeit an ausreichend Mitzeichner zu kommen),wenn Sie diesen Link oder auch die gesamte Email an möglichst viele Personen weiterleiten könnten. Sollten Sie Mitglied in einem Verband sein,der an diesem Thema interessiert ist,so würde ich mich freuen,wenn Sie diesen ebenfalls kurz kontaktieren könnten mit der Bitte,die Mail,bzw. den Link zur Petition über seinen Mitglieder-Verteiler zu schicken. Jan Kassel Intelligence? Talent? No,the ultra-rich got to where they are through luck and brutality. By George Monbiot. Published in the Guardian 8th November 2011 If wealth was the inevitable result of hard work and enterprise,every woman in Africa would be a millionaire. The claims that the ultra-rich 1% make for themselves – that they are possessed of unique intelligence or creativity or drive – are examples of the self-attribution fallacy. This means crediting yourself with outcomes for which you weren’t responsible. Many of those who are rich today got there because they were able to capture certain jobs. This capture owes less to talent and intelligence than to a combination of the ruthless exploitation of others and accidents of birth,as such jobs are taken disproportionately by people born in certain places and into certain classes. Zum Artikel Psychologen liefern die Theorie für die Haltung der britischen Regierung,die die “wilde Unterschicht”unterwerfen will – Bericht von Florian Rötzer auf www.heise.de Zum Artikel Call for Papers:„Bilder verstehen – uns selbst verstehen. Zum Stellen- wert des Bildes in der gegenwärtigen Psychologie“ (Ausgabe 3/2012) Noch in den auslaufenden 0er Jahren wurde zu Recht die Bildvergessenheit der Sozial- und Humanwissenschaften beklagt. Nur wenig später findet sich heute ein lebendiger,um nicht zu sagen boomender wissenschaftlicher Diskurs rund um das Bild:Forschungsplattformen entstehen,disziplinübergreifende Forschungsprojekte werden mit beachtlichen Mitteln gefördert,weltweit finden Tagungen statt,die das Bild und/oder Visualität ins Zentrum stellen. Die Psychologie kann zwar nicht zu den Vorreitern dieses Trends gezählt werden,wird aber davon zunehmend mit erfasst.
Die Digitalisierung von Information hat das Erzeugen,Speichern,Verbreiten sowie insgesamt den Zugriff auf Bilder innerhalb weniger Jahre derart leicht gemacht,dass beispielsweise auch geläufige Differenzierungen wie die von Bildproduzent und Bildrezipient verschwimmen. Das Medium Bild ist in seiner essentiellen Funktion für sämtliche Lebensbereiche,gesellschaftliche und psychische Phänomene in den Fokus wissenschaftlicher Aufmerksamkeit gerückt;klassische psychologische Forschungsansätze haben sich daran abgearbeitet,aber es wurden auch grund- lagentheoretische und methodologische Auseinandersetzungen,ebenso wie innovative praktische Anwendungen stimuliert. Das Heft will aktuelle (kultur)psychologische Auseinandersetzungen mit dem Medium Bild sondieren und dabei medientheoretische und transdisziplinäre Impulse aufnehmen. Wir wünschen uns Beiträge,die von einem Bildbegriff ausgehen,der das Bild als mit technischen Hilfsmitteln erzeugtes Artefakt versteht – in Abgrenzung zu inneren Bildern als mentalen Vorstellungen oder zu sprachlichen Metaphern. Willkommen sind insbesondere Beiträge zu Bildpraxen,Bild und Identität,bildlicher Kommunikation,Ontologie des Bildes,visueller Kultur oder ikonischer Logik. Falls Sie Interesse haben,einen Beitrag zu unserem Themenschwerpunkt einzureichen,bitten wir um die Zusendung eines Abstracts (max. 2.000 Zeichen) bis zum 15. April 2012 an die beiden für das Heft verantwortlichen Herausgebenden Aglaja Przyborski und Thomas Slunecko. Das fertig gestellte Manuskript,bei dem Sie sich bitte an den dann aktuellen Manuskriptrichtlinien des Journals orientieren,soll am 15. Juni 2012 vorliegen und wird dann in einem Peerreview-Verfahren begutachtet. Call for Papers JfP 3-2012 als pdf www.journal-fuer-psychologie.de behauptet eine “Glücksatlas Deutschland 2011″genannte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaft (DIW),die am 20.September in den großen Medien vorgestellt worden war – ein Orwellsches Szenario? Nachdenkseiten vom 21. September 2011. Berlin. Die gesetzlichen Krankenkassen haben im ersten Halbjahr dieses Jahres einen Milliardenüberschuß verbucht. Während das Plus in den ersten sechs Monaten des Jahres 2010 nur bei 112 Millionen Euro gelegen habe,hätten die Kassen im gleichen Zeitraum dieses Jahres einen Überschuß von 2,417 Milliarden Euro erzielt,teilte das Bundesgesundheitsministerium am Montag mit. Den Einnahmen von 91,7 Milliarden Euro hätten Ausgaben von 89,3 Milliarden Euro gegenübergestanden. Zusammen mit Überschüssen beim Gesundheitsfonds ergebe sich sogar ein Plus von 2,9 Milliarden Euro. (dapd/jW 06.09.2011) Klaus Farin 03.09.2011,im Gespräch mit Markus Mohr (junge Welt) Klaus Farin,Jahrgang 1958,ist ein Berliner Journalist. Er wurde bekannt mit seinen Büchern zur Skinhead-Kultur (gemeinsam mit Eberhard Seidel-Pielen) und gründete 1998 das Archiv der Jugendkulturen in Berlin,das er bis heute leitet. Artikel in jungeWelt Soeben ist das Themenheft 19/2 des Journal für Psychologie mit dem Titel Partizipative Forschung,herausgegeben von Stefan Thomas,Jarg Bergold &Martin Dege erschienen. Dieses Themenheft stellt nicht den Versuch dar,einen Überblick über das Feld der Partizipativen Forschung zu liefern,da sowohl im englischen als auch zunehmend im deutschen Sprachraum bereits eine Reihe von Publikationen vorliegen,die eine Gesamtschau des heutigen Standes der Entwicklung erlauben. Wichtig war den Herausgebenden statt dessen,Arbeiten vorzustellen,die neue Aspekte herausstellen und vielleicht Entwicklungen anregen können. Im Augenblick orientiert sich die Methodik der partizipativen Forschung noch stark am Methodenkanon der qualitativen Forschung,obwohl sie sich sicherlich nicht damit deckt und auch manchmal quantitative Forschungsmethoden genutzt werden. Partizipative Strategien verlangen notwendigerweise vielfältige und alltagsnahe Methoden,wenn sie von möglichst vielen Menschen genutzt werden sollen. Das bedeutet,dass sowohl bei der Erhebung,der Auswertung als auch bei der Darstellung neue Wege beschritten werden müssen. Die in diesem Heft versammelten Beiträge folgen diesem Credo. Editorial Jarg Bergold,Martin Dege &Stefan Thomas | |