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Die Neue Gesellschaft für Psychologie e.V. ist ein Zusammenschluss von WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen aus der Psychologie und deren Nachbarprofessionen. Ihr gemeinsames Ziel ist die methoden- und gesellschaftskritische Auseinandersetzung mit psychologischen Themen. Zu diesem Zweck bemüht sich die NGfP um eine fächerübergreifende Zusammenarbeit sowie um die Überwindung der Spaltung von Wissenschaft und Praxis.
Die Zeitschrift der NGfP ist das Journal für Psychologie
| Macht | Kontrolle | Evidenz | Der Jahreskongress 2011 der Neuen Gesellschaft für Psychologie
In ihrem Bericht July 2010 beschreiben die Weltgesundheitsbehörde (WHO) und das UN-Büro für die Koordination der Humanitären Hilfe (OCHA) die Folgen des Mauerbaus für die Palästinenser. Um Krankenhäuser in Ostjerusalem, die einzigen in der Region, zu erreichen sei immer eine Genehmigung Israels erforderlich. Krankenwagen aus der Westbank müßten an den Kontrollposten lange warten, Palästinenser dürften mit eigenen Fahrzeugen nicht passieren, so daß die Kranken auf die andere Seite der Mauer laufen müßten.
The Impact of Barrier on Health | July 2010
The current update summarises the main findings of this research, while outlining developments since the last Barrier report, issued in July 2009. This year, in conjunction with the World Health Organization (WHO), the update focuses on the impact of the Barrier on health, in particular patient and staff access to the specialized medical facilities only available in East Jerusalem.
www.ochaopt.org
Vor allem Männer im Alter von 15 bis 30 Jahren erhielten kaum die Genehmigung, die Mauer zu passieren. Auch würde es Eltern oft nicht erlaubt, kranke Kinder zu begleiten. Besonders schwierig sei es für Bewohner von Dörfern, die von der Mauer eingekesselt wären. Sollte dort nachts ein Notfall auftreten, müßte der Krankentransport mit den israelischen Behörden koordiniert werden. Als Grund für die »Maßnahmen« nennt Israel »Sicherheitsbedenken«, 84 Prozent der Antragsteller erhielten auch eine Genehmigung.
Die UN weisen daraufhin, daß die Mauer den Grund und Boden von palästinensischen Bauern abriegelt, der zwischen der Mauer und der Waffenstillstandslinie 1949 (Grüne Linie) liege. Um ihre Felder und Olivenhaine bearbeiten zu können, bräuchten die Bauern eine Genehmigung und müßten vor dem Schließen der Tore zurück sein. Als »Erleichterung« plant Israel, so der Bericht, offenbar die Entwicklung einer elektronischen Karte, mit der die Bauern ihre Felder erreichen können.
Der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat bezeichnete die Mauer am Donnerstag als Ausdruck eines »Kolonialismus des 21. Jahrhunderts« und einen »als Sicherheitsmaßnahme verdeckten Landraub«. Vor allem freitags kommt es entlang des Bauwerks zu gewaltlosen Protesten, die von israelischen und ausländischen Aktivisten der Kampagne »Stoppt die Mauer« unterstützt werden. Israel kriminalisiert diese Proteste durch nächtliche Razzien und Festnahmen der Aktivisten. Im Februar 2010 erklärte das israelische Militär die Ortschaften Bil’in und Ni’lin, wo die Proteste besonders gut organisiert waren, jeden Freitag zwischen 8 und 20 Uhr zu militärischen Sperrzonen.
Das finale Programm der Marxism and Psychology Conference ist nun verfügbar als pdf und unter
http://discoveryspace.upei.ca/mprg/node/412
2011.ngfp.de
Psychologische Praxis und Theorie in den gesellschaftlichen Veränderungen
Tagung der Neuen Gesellschaft für Psychologie
4. und 5. März 2011 in Berlin
Wir erbitten Zusendungen von Beitragsskizzen (ca. 300 Worte) bis zum 1. September 2010 an abstracts@2011.ngfp.de
| Macht | Kontrolle | Evidenz |
| Evidenz | Macht | Kontrolle |
| Kontrolle | Evidenz | Macht |
Psychologische Praxis und Theorie in den gesellschaftlichen Veränderungen
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Erschienen ist die 1. Ausgabe des Jahrgangs 2010 des Journal für Psychologie, der Zeitschrift der Neuen Gesellschaft für Psychologie, mit dem Themenschwerpunkt Politische Psychologie, herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft Politische Psychologie Hannover unter Mitarbeit von Paul Sebastian Ruppel und Martin Dege.
zur gesamten Ausgabe auf den Seiten des Journal für Psychologie
Ankündigung
Der Herrschafts- und Gewaltcharakter gesellschaftlicher Phänomene, wie etwa Antisemitismus, Rechtsextremismus oder die Stabilität sozialer Ungleichheiten, insbesondere in den aktuellen Migrationsgesellschaften, entlang der Achsen race, class und gender ist ohne eine Analyse ihrer unbewussten Dynamiken nicht zu verstehen. Diese zu erforschen und damit “den subjektiven Bedingungen der objektiven Irrationalität” (Adorno 1955/1997, 42) an der Schnittstelle zwischen kritischer Gesellschaftstheorie und psychoanalytischer Subjekttheorie nachzuspüren, gehört seit ihren Anfängen zu den zentralen Aufgaben einer psychoanalytisch orientierten Politischen Psychologie. Diese nimmt das Verhältnis der einzelnen Subjekte zu den gesellschaftlichen Macht- und Herrschaftsstrukturen wissenschaftlich in den Blick. Politische Psychologie fragt nach der in den historisch-gesellschaftlichen Raum eingebetteten Konstitution der Elemente des Psychischen (Wünsche, Affekte, Objektbeziehungen und Interaktionsformen, Konflikte, Vorstellungen, Überzeugungen, …) und ihrer Bedeutung für die Herstellung, die Aufrechterhaltung und die Veränderung von gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen: Was macht Menschen anfällig für Propaganda und autoritäre Unterwürfigkeit? Wie entwickeln sich Nationalismus, Fremdenhass und Antisemitismus? Wie entsteht Sexismus? Wo liegen die Gründe für politische Apathie? Wie kann die Beteiligung an Emanzipationsbewegungen unterstützt werden?
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Wir zahlen nicht für eure Krise! Gemeinsam gegen Erwerbslosigkeit,
Kopfpauschale und Bildungsabbau!
Samstag | 12. Juni 2010
Berlin | Rotes Rathaus | 12 Uhr
Stuttgart | Innenstadt | 11 Uhr
mehr zum Thema unter http://www.kapitalismuskrise.org/aktuelles/bundesweiter-aufruf-12-06-10/
Trotz großer Aufmerksamkeit und kleiner Zugeständnisse hat sich nichts geändert – die zentralen Forderungen und Ziele wurden nicht erreicht. Im Gegenteil: Das Bildungssystem wird genau wie andere gesellschaftliche Bereiche weiter nach wettbewerbsorientierten Kriterien ausgerichtet und immer stärker ökonomisiert.
mehr unter http://www.bildungsstreik.net/aufruf/aufruf-2010/
Beim Frühjahrsseminar der NGfP am Samstag, den 29. Mai 2010, versammelten sich in den Räumen der Freien Universität Berlin rund 30 Teilnehmer aus sehr unterschiedlichen Feldern der psychologischen Forschung und Praxis. Deutsche und österreichische Bachelor-Studierende, Dozenten, Psychotherapeuten und Psychologen in anderen Einrichtungen der Psychosozialen Versorgung diskutierten von 12 bis 18 Uhr die durch den Bologna-Prozess initiierten Veränderungen der universitären Ausbildung, deren Implikationen für die Sozialwissenschaften, die psychologische Praxis sowie Möglichkeiten und Formen des Protests und das Wissenschaftsverständnis der NGfP.
Die lebhaften Gespräche innerhalb und am Rande der Veranstaltung boten vielfältige Perspektiven auf die Psychologie und mündeten in der Übereinstimmung, dass psychologische Praxis und Theorie eine Reflexion in gesamtgesellschaftlicher Perspektive braucht, die eine emanzipatorische Dimensionen eröffnet.
Besonders erwähnenswert waren auch die ermunternden Berichte zu Reklamation und Umbesetzung von zuvor strikt reglementierten Lern- und Lebensräumen durch die Studierenden.
Konkrete thematische Vorschläge, wie diese Punkte im Rahmen der im Frühjahr 2011 (3. bis 6. März) stattfindenden NGfP Jahreskonferenz eine Rolle spielen
können, wurden abschließend in einem Workshop besprochen und fließen unmittelbar in die konzeptionelle Planung ein.
Das Themenheft 1/2011 des Journal für Psychologie befasst sich mit dem kritischen Potenzial der Sprache.
Sprache hat als Untersuchungsgegenstand in den Sozialwissenschaften seit dem linguistic turn und im Speziellen in der Psychologie seit dem narrative turn verbunden mit den Arbeiten Theodor Sarbins und Jerome Bruners in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts erheblich an Bedeutung gewonnen. Das geplante Themenheft des Journal für Psychologie möchte über diese Entwicklung hinausgehen und die Bedeutung von Sprache für die Konzeption des Verständnisses des Psychischen und damit des Gegenstands psychologischer Forschung genauer betrachten. Im Besonderen soll es dabei um den Stellenwert von Sprache für kritische Ansätze in der Psychologie gehen.
Wir bitten um die Einsendung von Beitragsskizzen bis zum 31. August 2010 an Martin Dege (mdege [at] clarku.edu oder redaktion@journal-fuer-psychologie.de)
»Wir haben kein anderes Land!«, lautet ein Slogan, der den breiten zionistischen Konsens in der jüdisch-israelischen Gesellschaft widerspiegelt. Seit etwa 10 Jahren gibt es jedoch eine Graswurzelbewegung, die das ethno-nationale Paradigma überwinden will.
Aus deutscher Perspektive fällt es schwer, sich vorbehaltlos zu solidarisieren: War der jüdische Staat nicht die notwendige Antwort auf die Shoah?
Im Rahmen einer Podiumsdiskussion und eines Tagesseminars werden israelische Aktivist_innen über ihre politische Praxis sowie ihre Visionen für eine andere Zukunft in Israel/Palästina sprechen und sich der Diskussion stellen.
Podiumsdiskussion
Freitag, 4.6.2010, 19 Uhr
Meuterei
Reichenberger Straße 58
(U Kottbusser Tor/Görlitzer Bahnhof)
Seminar
Samstag, 5.6.2010, 10.30 bis ca. 18 Uhr
Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
Kottbusser Damm 72
(U Schönleinstraße)
mehr in diesem pdf
Aktuelle Informationen zum Frühjahrsseminar der NGfP “Bologna und die neuen Proteste” finden sich in diesem pdf.
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