Die NGfP

Die Neue Gesellschaft für Psychologie e.V. ist ein Zusammenschluss von WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen aus der Psychologie und deren Nachbarprofessionen. Ihr gemeinsames Ziel ist die methoden- und gesellschaftskritische Auseinandersetzung mit psychologischen Themen. Zu diesem Zweck bemüht sich die NGfP um eine fächerübergreifende Zusammenarbeit sowie um die Überwindung der Spaltung von Wissenschaft und Praxis.

Die Zeitschrift der NGfP ist das Journal für Psychologie

Die neue Konfrontation West-Ost

von Albrecht Müller
Nachdenkseiten 20. und 21. März 2014

Bis hierher und nicht weiter – das ist der Grundtenor der Rede des russischen Präsidenten vom 18. März. Putin erläutert und begründet, warum sich Russland betrogen fühlt. Bei uns im Westen reagiert man mit Sanktionen und wie schon zuvor mit scharfmacherischen Redensarten. Ausnahmen gibt es auch. Aber die Kräfteverhältnisse haben sich in Richtung Konfrontation verschoben, einschließlich der Wiederbelebung des Konzepts der Abschreckung statt der Zusammenarbeit in einem gemeinsamen Europa und der dafür notwendigen Vertrauensbildung und Abrüstung. Katalysator und Träger der neuen Konfrontation sind herausragende Personen von untereinander vernetzten Leitmedien und eine Fülle von Instituten, Vereinigungen, Stiftungen und PR Agenturen.“

Nachdenkseiten & Nachdenkseiten

Die Wirtschafts-NATO: TIPP

In Erwartung des Staatsstreichs in Zeitlupe

Autor: U. Gellermann Aus: Rationalgalerie 24. März 2014

http://www.rationalgalerie.de/home/die-wirtschafts-nato.html

Stellungnahme zur Psychotherapie von Soldaten

Auf dem Symposium der Neuen Gesellschaft für Psychologie (NGfP) „Trommeln für den Krieg“ vom 8. März 2014 in der Freien Universität Berlin wurde die nachfolgende Stellungnahme vorgeschlagen:

Stellungnahme zur Psychotherapie von Soldaten

Am 16. September 2013 trat eine Vereinbarung zwischen dem Bundesministerium der Verteidigung und der Bundespsychotherapeutenkammer in Kraft, nach der zivile Psychotherapeuten in Privatpraxen Soldaten nach Verfahren behandeln, die von der Bundeswehr geregelt sind. Der Vereinbarung ging eine gleichartige Übereinkunft des Bundesministeriums der Verteidigung mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung voraus. Die Bundeswehr und die Psychotherapeutenkammer veranstalten zudem am 13. März 2014 in Berlin im Offiziersheim der Blücher-Kaserne eine erste gemeinsame Fortbildungsveranstaltung, die Therapeuten auf die Behandlung von Soldaten vorbereiten soll.

Aus der Vereinbarung, dem Programm der Fortbildungsveranstaltung und aus Äußerungen des Präsidenten der Bundespsychotherapeutenkammer, Professor Rainer Richter am 26. November 2013 geht eindeutig hervor, dass es sich um psychotherapeutische Behandlungen durch zivile Therapeuten unter der Regie und im Interesse der Bundeswehr handelt. Richter ließ erklären, dass bei

zunächst psychisch erkrankten und dann „erfolgreich behandelten” Soldaten nichts gegen eine Teilnahme an Auslandseinsätzen spreche.

Psychisch belastete oder traumatisierte Soldaten bedürfen selbstverständlich einer psychotherapeutischen Behandlung, aber psychotherapeutische Behandlung von Soldaten muss unabhängig von derBundeswehr sein. Das Bundesverteidigungsministerium oder die Truppe dürfen weder die Behandlungsmethoden noch Behandlungsziele vorgeben. Es kann nicht Aufgabe von Psychologen sein, Reaktionen von Soldaten auf Kriegshandlungen -wie Entsetzen, Abscheu und Angst vor erneutem Erleben -weg zu therapieren, um Soldaten für den nächsten Einsatz fit zu machen. Therapien mit solchen Zielsetzungen dienen der Unterstützung und Fortsetzung von kriegerischen Einsätzen der Bundeswehr.

Im Mittelpunktjeder Therapie haben allein Wohl und Gesundheit des Klienten zu stehen.

Es ist Pflicht des Therapeuten dafür zu sorgen, dass Dritte mit anderen Interessen keinen Einfluss auf die Behandlung nehmen können. Daher lehnen wir solche psychotherapeutische Behandlungen unter der Regie der Bundeswehr ebenso wie die von der Bundeswehr organisierten Fortbildungen ab.

Berlin, 9. März 2014

Der Vorstand:

Prof. Dr. Klaus-Jürgen Bruder, Dr. Christoph Bialluch, Dipl.-Psych. Jörg Hein

(Die Stellungnahme in pdf-Form: Psychotherapie_von_Soldaten)

Symposium der NGfP “Trommeln für den Krieg” am 7./8. März 2014

Wir veranstalten am 7. und 8. März 2014 an der Freien Universität ein Symposium zum Thema Krieg und Frieden unter dem Titel:

“Trommeln für den Krieg”

Das aktuelle Programm vom 30.01.14 mit einer kleinen Einführung finden Sie hier: NGfP-Symposium-2014-Programm-II

Call for Papers des Journal für Psychologie

Call for Papers des Journal für Psychologie zum Themenheft:
»Die Bedeutung von Altersbildern und Haltungen im Umgang mit dem Altsein – Theorie und Praxis einer kritischen Gerontologie« herausgegeben von Irene Strasser & Susanne Ogris

Weiteres entnehmen Sie bitte den folgenden Dokumenten:

cfp_jfp_01_2015_kritische-gerontologie.doc
cfp_jfp_01_2015_kritische-gerontologie.pdf

Wer war Otto Selz? Symposium anlässlich seines 70. Todestags am 29.11.13 in Mannheim

Otto Selz wurde 1881 geboren und war Professor in Mannheim. 1933 wurde er wegen seiner jüdischen Herkunft in den vorzeitigen Ruhestand versetzt, emigrierte 1939 nach Amsterdam. Selz wurde 1943 in der Nähe von Auschwitz ermordet.

Anlässlich seines 70. Todestags soll  im Rahmen eines Symposiums seiner gedacht werden. Das Programm findet sich hier:

Otto Selz Symposium 2013 Programm

Streitgegenstand Psychotherapieausbildung

Beim Jour-fixe-Treffen am 16.11.13 in Berlin hat unser Vorstandsmitglied Jörg Hein folgenden Vortrag zur Diskussion gestellt:

Als pdf-Dokument: Streitgegenstand Psychotherapieausbildung

Als docx-Dokument: Streitgegenstand Psychotherapieausbildung

„Macht braucht Kontrolle“

„Was in unserem Land in der Justiz, Politik, Bankenwirtschaft und der Psychiatrie abläuft, muss öffentlich werden. Wir dürfen darüber nicht länger schweigen. Hinter der Fassade unseres demokratischen Rechtstaates herrschen Zustände, die ihresgleichen suchen und die an die dunkelsten Zeiten der deutschen Geschichte gemahnen. Ich weiß, ich hatte Glück. Großes Glück. Nur durch den Einsatz und die Unterstützung vieler Menschen, die mein Schicksal nicht kalt gelassen hat und die sich auf eine unglaubliche Art für mich eingesetzt haben, bin ich nun in Freiheit. Nur durch die in meinem Fall zustande gekommene Öffentlichkeit waren die Institutionen regelrecht dazu gezwungen, mich vor die Tür zu setzen. Aber: Meine nun wieder gewonnene Freiheit bedeutet für mich noch lange nicht, so frei zu sein, wie es alle anderen Mitbürger sind. An mir hängt ein großer Makel. Diesen Makel kann ich nur loswerden durch ein ordentliches Wiederaufnahmeverfahren, das jetzt immerhin wahrscheinlich geworden ist.“ Von Gustl Mollath
(Aus: Nachdenkseiten vom 12.11.1013)

Der ganze Text: “Macht braucht Kontrolle”

Psychoanalysis and Politics – call for papers for Budapest

Mehr Informationen dazu unter:

http://www.psa-pol.org/?p=252

Wo denken wir hin? – Lebens-Themen, Zivilisationsprozesse, Demokratische Verantwortung

Im zweitägigen Symposium mit dem Titel “Wo denken wir hin? – Lebens-Themen, Zivilisationsprozesse, Demokratische Verantwortung” werden am 30.11/1.12.2013 in Hannover laut den Veranstaltern Philosophen, Politiker, Sozialpsychologen, Psychotherapeuten und Gruppenanalytiker, Sozialwissenschaftler, Ärzte, Zivilisationstheoretiker und Historiker aus dem In- und Ausland eine Vielfalt von Denkwegen zu den Themenfeldern Lernprozesse, Zivilisationsprozesse, Migrationsprozesse und Interkulturalität, Zivilisationsbrüche sowie Sozialpsychologie und Gruppenprozesse erkunden. Weiteres entnehmen Sie bitte dem Flyer: Symposium Wo denken wir hin_-Flyer