Journal für Psychologie 1/2011 als Audio

Das Themenheft des Journal für Psychologie 1/2011 mit dem Titel „Das kritische Potenzial der Sprache“, editiert von Martin Dege, erscheint in Kürze.
Schon jetzt sind vier der insgesamt elf Beiträge als Audio, gelesen von den AutorInnen, verfügbar.

zu den Audios: jfp.ngfp.de
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Call for Papers des Journal für Psychologie, Heft 3/2011

Zwischen Alltag und ICD-10: Trauma – Krise – Belastung – Extremstress
Journal für Psychologie 3/2011 (Hrsg. von: Andrea Birbaumer, Theresia Gabriel)

Was mit dem Begriff ‚Trauma‘ gemeint ist, ist in unserer Alltagssprache, der Behandlungspraxis verschiedener Disziplinen, den entsprechenden wissenschaftlichen Diskursen, der Gesundheitspolitik… durchaus unterschiedlich. Mit diesem Heft soll diese Diversität sichtbar gemacht, deren Wissenschaftlichkeit und Nutzen für KlientInnen kritisch beleuchtet werden.
Nicht alle Personen, die ein sogenanntes traumatisches Ereignis erleben, werden traumatisiert. Gleichzeitig können verschiedenste Belastungen bzw. Krisen für Betroffene traumatisierend wirken. Die Genese von Traumen spielt in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle, ebenso die Diagnose, ob es sich um eine Akutbelastung, Mehrfachtraumatisierung oder Chronifizierung handelt. Selbst wenn wir von einer sehr engen Definition von Trauma als ‚mit Lebensgefahr verbunden‘ ausgehen (ICD-10), müssen ganze Bevölkerungsgruppen wie z.B. Tschetschenen als Trauma-Überlebende angesehen werden. Wie kann aus psychologischer Sicht dieses „kollektive Trauma-Erleben“ in seinen Aus-/Wirkungen verstanden werden?
Das Heft soll einen Überblick über aktuelle Behandlungsansätze für Akut- und Langzeitbehandlung und deren wissenschaftliche Fundierung bzw. Beforschung geben sowie einzelne ausgewählte Behandlungsansätze im ambulanten wie stationären Setting im Detail diskutieren.
Der Darstellung der praktischen Arbeit und deren Diskussion soll hier ein breiter Raum geboten werden. Welche Methoden bewähren sich in der Arbeit mit welcher Zielgruppe in welchen Kontexten warum und wie? Wie werden bewährte Methoden wie z.B. EMDR mit noch wenig erforschten Ansätzen wie z.B. Craniosacral verschränkt, und wie kann die Wirksamkeit dieser Verschränkung dargestellt werden?
Willkommen sind theoretische Abhandlungen und empirische Arbeiten ebenso wie methodenbezogene Auseinandersetzungen zu Krise, Trauma, Extremstress. Wir wünschen uns eine breite Diskussion unterschiedlicher theoretischer und Behandlungs-Ansätze, diagnostischer Herangehensweisen und interessanter Konzepte für Akut- und Langzeitinterventionen.

Falls Sie Interesse haben, einen Beitrag zu unserem Themenschwerpunkt einzureichen, bitten wir um die Zusendung eines Abstracts (max. 2.000 Zeichen) bis zum 15. April 2011.

Das fertig gestellte Manuskript sollte bis 30. Juni 2011 vorliegen. Der Beitrag wird im üblichen Peerreviewverfahren anschließend begutachtet. Bitte entnehmen Sie die genauen Hinweise zur Manuskriptgestaltung der Journal-Homepage (www.journal-fuer-psychologie.de/manuskriptrichtlinien.html).

Ihre Abstracts und Manuskripte senden Sie bitte an Andrea Birbaumer (andrea.birbaumer [an der] tuwien.ac.at) oder an Theresia Gabriel (gabriel [bei] psyconsult.at).

Gerne nehmen wir auch Texte entgegen, die sich auf keinen aktuellen Call for Papers beziehen! Nach dem Review-Verfahren können immer auch interessante Artikel außerhalb der Schwerpunkte in die jeweilige Ausgabe aufgenommen werden.

Journal für Psychologie 2/2010 erschienen

Leider mit einiger Verspätung ist nun die 2. Ausgabe des Jahrgangs 2010 des Journal für Psychologie, der Zeitschrift der Neuen Gesellschaft für Psychologie, erschienen. Der Themenschwerpunkt lautet Soziale Anerkennung durch Arbeit und Beruf.

Herausgegeben wurde diese Ausgabe von Ralph Sichler, Stephanie Göll und Philipp Rettler.
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Erklärung von Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern zu den Standards akademischer Prüfungen

Die unterzeichnenden Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer haben mit Sorge zur Kenntnis genommen, dass die Universität Bayreuth die Aberkennung des Doktorgrades von Herrn zu Guttenberg nicht mit vorsätzlicher Täuschung begründet hat. Dabei sieht die Promotionsordnung der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bayreuth (*) als einzige Möglichkeit für die Aberkennung einer Promotion nach deren Bestehen den Nachweis einer Täuschungsabsicht vor (§ 16, Abs. (1) und (2)) und unterstreicht dies, indem in Absatz (3) explizit gesagt wird, dass ein späterer Nachweis von nicht erbrachter Leistung, bei der keine Täuschungsabsicht erkennbar ist, nicht zur Aberkennung des Titels führen kann. Die Promotionsordnungen anderer Fächer und an anderen Universitäten lauten ähnlich. Die Universität Bayreuth begründet ihr Vorgehen (für das sie sich statt auf die Promotionsordnung auf Artikel 48 des Verwaltungsverfahrensgesetzes beruft) mit dem Verstoss gegen wissenschaftliche Pflichten in erheblichem Umfang durch Herrn zu Guttenberg. Sie lässt die Frage eines möglichen Täuschungsvorsatzes dahingestellt. Inzwischen soll die Frage im Rahmen einer Kommission „Selbstkontrolle der Wissenschaft“ in größerem Rahmen weiter geprüft werden, die Universität weist aber darauf hin, dass dies lange dauern kann. Wir sind überrascht, dass die Klärung der Täuschungsfrage im vorliegenden Fall nicht innerhalb weniger Tage erfolgen kann. Es ist klar, dass an sehr vielen Stellen seitenlang geistiges Eigentum anderer verwendet wird, ohne dass ordnungsgemäß zitiert wird, und dass dies teilweise (und ebenfalls in vielen Fällen) mit dem Austausch einiger Worte kombiniert wird. Es fällt bei dieser Sachlage, die nicht in Einklang mit der auch von zu Guttenberg gegebenen Eigenständigkeitserklärung steht, keine als die angegebenen Quellen benutzt zu haben, schwer, nicht an eine umfängliche vorsätzliche Täuschung zu glauben. Wir melden uns zu Wort, weil wir großen Wert darauf legen, dass unsere Studierenden sowie Doktorandinnen und Doktoranden den Rahmen, in welchem wissenschaftlich gearbeitet wird, kennen. Wenn Mängel wie die der zu Guttenbergschen Arbeit lediglich handwerkliche Fehler darstellen sollen, sehen wir die Gefahr, dass die bewährten Standards wissenschaftlicher Arbeit verkommen. Deshalb ist es wichtig, dass mit dem Fall zu Guttenberg kein negativer Präzedenzfall geschaffen wird.

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