Neue Ausgabe des Journal für Psychologie erschienen

Heft 2/2017: Kritische Männerarbeit: Positionen, aktuelle Entwicklungen und psychosoziale Praxis

Herausgegeben von Ulrich Krainz, Irene Strasser und Manfred Buchner

Vergeschlechtlichte Erfahrungs- und Erlebniszusammenhänge zu analysieren und ihre Auswirkungen auf die jeweilige soziale Praxis zu reflektieren stellt mittlerweile einen zentralen Ausgangspunkt für die professionelle Arbeit in vielen Berufsfeldern dar. Nach wie vor sind dabei allerdings männerspezifische Ansätze und Zugänge oder eine systematische Beschäftigung mit den Lebenslagen und in sich widersprüchlichen und unterschiedlichen Lebenserfahrungen von (jugendlichen und erwachsenen) Männern eher die Ausnahme. In dieser Ausgabe des Journal für Psychologie versammeln sich Beiträge, die sich diesem Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln annähern. Es finden sich sowohl Beiträgen Berufs-Wissenschafter_innen als auch von Praktiker_innen, die in ihren unterschiedlichen Arbeitsfeldern mit heranwachsenden und/oder erwachsenen Männern zu tun haben und diese Erfahrungen theoretisch-reflexiv einordnen.

Beitragende:  Romeo Bissuti, Harry Friebel, Sebastian Lehofer, Manuel Mayrl, Elli Scambor, Gerd Stecklina, Michael Tunç, Bernhard Weidinger, Katharina Werner, Jan Wienforth.

Die Ausgabe ist Open Access abrufbar unter

https://www.journal-fuer-psychologie.de

–>Direkt-Link: https://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/issue/view/51

–>Zur Print-on-Demand-Ausgabe https://www.psychosozial-verlag.de/8216

Zurückliegende Ausgaben des JfP finden sich unter:

http://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/issue/archive

Journal fuer Psychologie zum Thema “Kriegsdiskurse”

Liebe Freunde der Neuen Gesellschaft für Psychologie,
liebe Mitglieder,

heute möchte ich Sie auf das Erscheinen des Themenhefts 1/2017 des Journal für Psychologie (JfP) hinweisen. — Die von Peter Mattes und Ophelia Solti herausgegebene Ausgabe versammelt Beiträge zum Thema “Kriegsdiskurse”.

Kriegsdiskurse haben die Wissenschaft Psychologie zu Zeiten mehr bestimmt als es einer um das Wohl von Menschen besorgten Disziplin angelegen sein sollte. Das betrifft bekanntermaßen die Entwicklung der Psychodiagnostik ebenso wie die der Sozialpsychologie und Einstellungsforschung sowie bestimmter Persönlichkeitskonzepte. In dieser Ausgabe des Journal für Psychologie werden eine Reihe von neuen Untersuchungen vorgestellt, die zeigen, wie Gründerfiguren der deutschsprachigen Psychologien während des Ersten Weltkriegs bis hin zu exilierten PsychoanalytikerInnen in den USA während des Zweiten sich persönlich wie institutionell dem herrschenden Zeitgeist, oft auch direkt militärischen Interessen unterwarfen. Aus der Gegenwart wird das Engagement der APA in die Folterpraktiken von
US-amerikanischen Geheimdienstinstanzen bzw. dessen nur zögerliche Aufarbeitung diskutiert sowie die Möglichkeit einer Psychologie einheimischer Dschihadanhänger erörtert. Ein Aufsatz zu einschlägigen politischen Ideologien in der BRD schließt die Ausgabe ab.

Die Ausgabe ist zu lesen im Open Access sowie als Print on Demand beim
Psychosozial-Verlag zu beziehen.
[Das Inhaltsverzeichnis mit den Direkt-Links zu den Einzelbeiträgen findet
sich weiter unten.]

Die Ausgabe ist Open Access abrufbar unter
https://www.journal-fuer-psychologie.de/
[Direkt-Link:
https://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/issue/view/50
Zurückliegende Ausgaben des JfP finden sich unter:
http://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/issue/archive

Beiträge auch jenseits der jeweiligen Themenschwerpunkte sind jederzeit
willkommen. Reichen Sie diese bitte direkt über das Portal auf unserer
Website ein:
https://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/about/submissions#onlineSubmissions
ein.

Herzliche Grüße im Namen der Redaktion des Journals für Psychologie,

Guenter Mey

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JOURNAL FÜR PSYCHOLOGIE, Jg. 24 (2016), Ausgabe 2: PsychologInnen prekär

hrsg. von Andrea Birbaumer & Peter Mattes

Prekäre Arbeits- und Beschäftigungsverhältnisse sind für Psychologinnen und Psychologen so verbreitet, dass es kaum mehr zu einer Problematisierung kommt. Zumal die materielle Seite, der ökonomische Zuschnitt, eine Berufsgruppe trifft, die gegenüber den meisten der von ihrer Arbeit Betroffenen strukturell und sozial ziemlich privilegiert ist, woraus sich allzu eilfertiges Klagen aus ethischen Gründen verbietet oder zumindest einer berechtigten Peinlichkeit anheimfallen würde. Jedoch erschöpfen sich diese Verhältnisse nicht im Blicken auf diese ihre Oberfläche: Analysiert und kontextualisiert zeigen sich Problematiken, die nicht nur fragwürdige Dilemmata einer Profession darstellen, sondern hinaus weisen auf die Konstitution grundlegender subjektiver, diskursiver und gesellschaftlicher Gegebenheiten, die grundsätzlicher in Frage zu stellen wären.

Dies versuchen die Beiträge in dieser Ausgabe des Journal für Psychologie, die überwiegend entstanden sind nach einer Tagung zum 30 jährigen Bestehen der österreichischen Berufsvertretung für PsychologInnen, Gesellschaft kritischer Psychologen und Psychologinnen (GkPP) im Herbst 2015.

Die Ausgabe ist Open Access abrufbar unter

https://www.journal-fuer-psychologie.de/

[Direkt-Link: https://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/issue/view/49]

Zu den Artikeln von Heiner Keup, Athanasios Marvakis, Sofia Triliva, Christos Tourtouras, Tom David Uhlig, Lisa Hopfgartner, Christian Seubert, Jürgen Glaser, Romeo Bissuti, Daniel Sanin und Hannes Fricke…

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Journal für Psychologie: Call for Papers – Kritische Männerarbeit in Theorie und Praxis

Call for Papers
Kritische Männerarbeit in Theorie und Praxis
(Hrsg: Ulrich Krainz, Manfred Buchner und Irene Strasser)

Das geplante Themenheft fokussiert auf eine “kritische Männerarbeit” bzw. “kritische Männerforschung” in diversen Feldern, die in ihrem Selbstverständnis stets eine geschlechterreflektierende und gesellschaftspolitische Dimension tangieren. Kritische Männerarbeit orientiert sich an einer gleichstellungsorientierten Männer- und Geschlechterpolitik sowie an Geschlechterdemokratie.

Von Interesse sind dabei unter anderem folgende Fragestellungen:

  • Was bedeutet kritische Männerarbeit, welchen Zielsetzungen folgt sie?
  • Mit welchen Frage-, Problem- und Themenstellungen ist man in der Arbeit mit Männern primär konfrontiert?
  • Welche unterschiedlichen Ansätze in der kritischen Männerarbeit gibt es und wie können diese konkret aussehen? Wie stehen sie im Verhältnis zu feministischer Arbeit/Theorien, zu queeren Herangehensweisen und Ansatzpunkten? Wie sieht die Zusammenarbeit zwischen Organisationen aus, die hier angesprochene Zielsetzungen verfolgen?
  • Welche Beiträge kann kritische Männerarbeit zu einer gleichstellungsorientierten Männerpolitik und zur Geschlechtergerechtigkeit leisten?
  • In welchen Formen bezieht sich kritische Männerarbeit auf die Kategorie „Geschlecht“? Wie ist ihr Verhältnis zu dekonstruktiven, heteronormativitätskritischen und queeren Ansätzen? Welche Rolle spielen transgender/intersex bzw. schwule Männlichkeitsentwürfe?
  • Wie sehen Entwicklungen bezüglich des Verhältnisses von Männlichkeit und Arbeit aus? (z.B. in Bezug auf aktuelle ökonomische Umbrüche, prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Karenzregelungen, Work-Life-Balance usw.)?
  • Wie erklärt sich die Hinwendung von Männern zu politisch-rechtslastigem Denken, Entwürfen und Angeboten? Welche Erwartungen und Machtansprüche verbinden Männer damit? Welche Irritationen und Verunsicherungen von Männern werden hier womöglich instrumentalisiert? Wie kann rechter Männerpolitik aus der Sicht kritischer Männerarbeit begegnet werden?
  • Welche Rolle spielen Aufbrüche zum „neuen Mann“ der vergangenen Dekaden? Welche progressiven Prozesse wurden dadurch angeregt, was konnte verwirklicht werden, wo gab oder gibt es Rückschritte?
  • Inwieweit spielen Themen der Inter- und Transkulturalität, Fragen der Intersektionalität (z.B. von Migration und Männlichkeit) eine Rolle in der Arbeit mit Männern?

Der vollständige CfP findet sich unter: http://journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/announcement

Falls Sie sich mit einem Beitrag an diesem Schwerpunktheft beteiligen wollen, senden Sie bitte zu unserer Orientierung bis 15.9.2016 ein Abstract (max. 1 Seite) an:
ulrich.krainz@univie.ac.at

Journal für Psychologie – Ausgabe 1/2016: Elternschaft als relationale Praxis

Die neue Ausgabe ( 1/2016) des Journals für Psychologie ist erschienen:

Elternschaft als relationale Praxis

Hrsg. Anna Sieben & Guenter Mey

http://journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/issue/view/48

Die von Anna Sieben und Guenter Mey herausgegebene Ausgabe versammelt Beiträge zum Thema “Elternschaft als relationale Praxis” und stellt sich in die Tradition der britischen Parenting Culture Studies: Beschreibung und Analyse von Eltern-Kulturen werden als eine interdisziplinäre Aufgabe betrachtet – sie erfordert psychologische, sozialwissenschaftliche und kulturwissenschaftliche Arbeiten.

Mit den neun Beiträgen des Themenheftes werden zentrale Bereiche aktueller Eltern-Kulturen angesprochen, so theoretische Überlegungen zum Begriff der Elternschaft, Analysen der diskursiven Hervorbringung der Eltern-Kind-Beziehung, empirische Untersuchungen zu heterogenen Wegen in die Elternschaft und Perspektiven auf die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung bei Elternpaaren, wobei diese als qualitative Forschungsarbeiten in Form von Interviewstudien, Ethnografien, Sekundäranlysen und Dokumentenanalysen angelegt sind.
INHALT

Anna Sieben, Günter Mey: Editorial
http://journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/390

Désirée Waterstradt: Prozesstheorie der Elternschaft: Grundlage zur Reflexion und Offenlegung von Elternschaftskonzepten in Forschung und Berufspraxis
http://journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/391

Michael Wutzler: Verteilte Verantwortungen – Von der geschlossenen, affektiven, familialen Privatheit zum offenen Netz emotionalen Engagements
http://journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/392

Rhea Seehaus: »Ihr Baby braucht Sie, Ihre Liebe, Ihre Naehe und Ihre Zaertlichkeit!« – (Normative) Konstruktionen von Elternschaft und Elternaufgaben in Settings der Natalitaet
http://journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/393

Birgit Mayer-Lewis: Familiengründung im Kontext reproduktionsmedizinischer Angebote
http://journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/394

Maika Böhm, Philipp Franz, Silja Matthiesen: Studierende Eltern – Im Spannungsfeld geschlechteregalitaerer Ideale und traditioneller Geschlechterrollen?
http://journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/395

Waltraud Cornelißen: Das Timing von Kindern – Relationale Praktiken in spaetmodernen Beziehungswelten
http://journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/396

Verena Witzig, Julia C. Nentwich: Neue Väter, alte Muetter? Elternschaft zwischen Egalität und Unterschiedlichkeit
http://journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/397

Sara Maierhofer, Irene Strasser: »Das war bei uns ganz einfach, weil ich war der Verdiener« – Elterliche Arbeitsteilung im Fokus von Traditionalisierungsprozessen
http://journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/398

Eva Tolasch: Der Psychiater als guter Elternschaftskonstrukteur – Eine Fallanalyse am Beispiel von Hausarbeit
http://journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/399

Themenheft 2/2015 des Journal für Psychologie erschienen: “Qualitative Psychotherapieforschung”

Die neue Ausgabe des Journal für Psychologie ist da!

Themenheft 2/2015: “Qualitative Psychotherapieforschung”

Die von Thomas Slunecko, Aglaja Przyborski und Jörg Frommer herausgegebene Ausgabe versammelt Beiträge zum Thema “Qualitative Psychotherapieforschung – eine Standortbestimmung”. Die Herausgebenden hatten zu Darstellungen von aktuellen Forschungsarbeiten zur Psychotherapie eingeladen, die auf qualitativen Methoden in ›their own right‹ beruhen, also solchen, die nicht bloß quantitativer Forschung vor- oder zuarbeiten und dabei innerhalb letztlich einer deduktiv-nomologischen Forschungslogik verbleiben. Das vorliegende Heft bietet ein Forum, um die Leistungen und das Potenzial solcher Forschung sichtbar zu machen.

Die Ausgabe ist Open Access abrufbar unter
–> http://www.journal-fuer-psychologie.de/
(direkt-URL: http://journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/issue/view/47)

Journal für Psychologie: Call for Papers ›Psycholog_innen prekär‹

Call for Papers ›Psycholog_innen prekär‹
(hrsg. von Andrea Birbaumer & Peter Mattes) – Ausgabe 2/2016

Im Anschluss an eine Tagung, die die Gesellschaft kritischer Psychologen und Psychologinnen (Wien) zusammen mit der AG Kritische Sozialpsychologie der Sigmund-Freud-Universität Wien veranstaltet hat, wird das Journal für Psychologie ein Themenheft zu Standortbestimmung und Handlungsperspektiven von aktuell berufstätigen und sich ausbildenden PsychologInnen herausbringen. Zusätzlich zu einigen auf der Tagung vorgetragenen und diskutierten Papieren können in diese Ausgabe weitere Arbeiten aufgenommen werden. Mit diesem Call for Papers rufen wir dazu auf, uns Arbeiten zu der im Folgenden skizzierten Thematik einzureichen:

Wir PsychologInnen leisten unsere Arbeit in herausfordernden Feldern unter oft schwierigen Rahmenbedingungen. Seit jeher neigen wir dazu, dabei uns selbst und unsere Bedürfnisse zu vergessen. Wir nehmen zu wenig in den Blick, welche Voraussetzungen wir für eine gesunde und befriedigende Tätigkeit brauchen und klammern diese Fragen aus unserer eigenen Fachlichkeit in Praxis, Forschung und Theoriebildung aus. Es braucht aber Instrumente des Denkens, um unsere gesellschaftliche und individuelle Lage als PsychologInnen begreifen und artikulieren zu können.

Wir vernachlässigen es in der Folge, gemeinsam mit anderen für menschliche Bedingungen in unserem Arbeitsalltag zu kämpfen. Kritische Psychologien problematisieren dies, bleiben aber oft in abstrakten Analysen allgemeinpolitischer Zusammenhänge stecken, anstatt ernst damit zu machen, sich über die jeweils eigene Situation als Psychologe/in klar zu werden und von dort ausgehend gemeinsam mit anderen zu handeln.

In den letzten zwei Jahrzehnten beobachten wir, dass prekäre Verhältnisse, unter denen viele unserer KlientInnen leben mussten und müssen, nun auch uns PsychologInnen systematisch betreffen.
– Spätestens seit Ende der 1990er Jahre werden wir PsychologInnen in unserem beruflichen Handeln mit Sparzwängen und Kostendruck konfrontiert. Die Ökonomisierung, vor allem im Gesundheits- und Sozialbereich, wird oftmals mittels profitorientierter Managementkonzepte vorangetrieben. Von PsychologInnen wird verlangt, sich zu optimieren und zu rechtfertigen. Es soll immer mehr in immer kürzerer Zeit geleistet werden, ohne auf Angemessenheit und passende Rahmenbedingungen zu achten. Gleichzeitig erleben viele KollegInnen prekarisierte Arbeitsverhältnisse mit geringer sozialer Absicherung und unsicheren Zukunftsperspektiven.
– Veränderungen in den Studienbedingungen konfrontieren Studierende mit Konkurrenz- und Leistungsdruck, einem verschulten Ausbildungssystem, standardisierten Inhalten und einem Studium, das mit ihrer Lebens- und Arbeitsrealität wenig zu tun hat. Nach dem Studium arbeiten immer noch viele von uns für ihre postgraduelle Ausbildung ohne adäquate Entlohnung, und auch neben unserer Berufstätigkeit investieren wir viel Zeit und Geld in Weiterbildung, zum Nachteil für Privatleben und Lebensqualität.
– Die beschriebenen Situationen lösen in vielen von uns Ängste, Ohnmachtsgefühle, Aggressionen und mehr aus. Unter dem Druck der institutionellen Anforderungen und der Aufgabe, auf die Bedürfnisse und Nöte der KlientInnen einzugehen, kommen diese Gefühle und ihre Reflexion zu kurz. Oft ist zu wenig Raum, sich der Enge und Einschränkungen bewusst zu werden und uns darüber mit KollegInnen zu verständigen. Mangel an Sprache und Bewusstheit führt zu institutionell bedingten Symptomen wie Teamspaltungen, destruktiver Gruppendynamik, Mobbing, selbstaufopferndem Aktivismus oder Druck seitens Vorgesetzter.
Zur konkreten Veränderung sind Konzepte und Instrumente des Handelns gefordert, mit welchen wir uns zur Wehr setzen, für uns selbst eintreten und neue Spielräume schaffen können.

Falls Sie sich mit einem Beitrag an diesem Schwerpunktheft beteiligen wollen, senden Sie bitte zu unserer Orientierung bis Ende des Jahres 2015 ein Abstract (max. 1 Seite/3000 Zeichen) an:
birbaumer(at)gkpp.at und petermattes(at)aol.com

Sie erhalten zu Ihrem Abstract ein umgehendes Feedback. Die Endfassung Ihres Manuskripts sollte daraufhin bis 28.2.2016 vorliegen (Zusendung an die HerausgeberInnen oder Upload auf der Homepage der Zeitschrift). Um die Einhaltung unserer Manuskriptrichtlinien wird ausdrücklich gebeten (http://www.journal-fuerpsychologie.de/index.php/jfp/about/submissions#authorGuidelines ).
Anschließend an die Einreichung Ihres Beitrages startet das Begutachtungsverfahren (peer review), das Ergebnis wird Ihnen spätestens bis Juli 2016 mitgeteilt, Revisionen sind dann bis September 2016 vorzunehmen.

Das Heft wird in der zweiten Jahreshälfte 2016 online im Open Access erscheinen.

Der CfP im docx-Format: CfP_JfP_Psycholog_innen prekär_2015_11_15.docx

Der CfP im pdf-Format: CfP_JfP_Psycholog_innen prekär_2015_11_15.pdf

Call for Papers “Elternschaft als relationale Praxis” – Journal für Psychologie

Call for Papers “Elternschaft als relationale Praxis”
(hrsg. von Anna Sieben / Günter Mey) ˆ Ausgabe 1/2016

Mit dem Slogan “Elternschaft als Option” wird darauf aufmerksam gemacht, dass sich heute viele Menschen nicht nur bewusst für oder gegen Kinder entscheiden können, sondern unzählige Entscheidungen treffen (müssen): vom Einsatz pränataler Diagnoseverfahren, der Wahl des Geburtsortes, über die “richtige” Art der Kinderbetreuung bis hin zum Wohnort oder Ausmaß des Medienkonsums u.v.m.
Dabei erscheint Wahlfreiheit als zwiespältige Angelegenheit. Sie bietet Selbstbestimmung und fordert Festlegung und Positionierung. Entscheidungen positionieren Eltern und ihre Kinder in Milieu, Klasse, Kultur und Generation. Zweitens entscheiden Eltern für jemand anderes – ihr Kind – und mit Blick auf eine ungewisse Zukunft, für die sie sich verantwortlich fühlen. Drittens sind viele Eltern nicht alleine sondern zu zweit und in hohem Maße voneinander abhängig.
Mit dem Konzept der relationalen Praxis möchten wir in diesem Themenheft die vielfältigen Bezüge von Elternschaft im Spannungsfeld von (geforderter) Verantwortungsübernahme und (reflektiertem) Handeln einerseits sowie Interdependenz und Ausgesetzt-Sein andererseits in den Fokus rücken. Wir laden theoretische und (qualitativ-) empirische Beiträge ein, die dem Handeln und Erleben von Eltern aus psychologischer und sozialwissenschaftlicher Perspektive nachgehen. Folgende Themen sind von besonderem Interesse:
** Diskurse zu Elternschaft, beispielsweise in Elternratgebern oder Zeitschriften
** Erlebte Dilemmata und Paradoxien der Elternschaft
** Prozesse der Entscheidung für oder gegen Elternschaft, bzw. für bestimmte Formen der Elternschaft inkl. alternative Lebensformen von Elternschaft
** Relevanz psychologischer Theorien für Handlungspraktiken und Selbstverständnisse von Eltern (beispielsweise behavioristische Lerntheorien, das Freud’sche Phasenmodell der sexuellen Entwicklung oder die Bindungstheorie von Bowlby)

Falls Sie sich mit einem Beitrag an diesem Schwerpunktheft beteiligen wollen, senden Sie bitte zu unserer Orientierung bis 15.1.2015 ein Abstract (max. 1 Seite/3000 Zeichen) an:
anna.sieben@rub.de und guenter.mey@hs-magbeburg.de

Sie erhalten zu Ihrem Abstract zeitnah ein Feedback. Die Endfassung Ihres Manuskripts sollte daraufhin bis 1.9.2015 vorliegen (Zusendung an die HerausgeberInnen oder Upload auf der Homepage der Zeitschrift). Um die Einhaltung unserer Manuskriptrichtlinien wird ausdrücklich gebeten (http://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/about/submissions#authorGuidelines ).
Anschliessend an die Einreichung Ihres Beitrages startet das Begutachtungsverfahren (peer review), das Ergebnis wird Ihnen spätestens bis Februar 2016 mitgeteilt, Revisionen sind dann bis März 2016 vorzunehmen.

Das Heft wird in der ersten Jahreshälfte 2016 online im Open Access erscheinen.

Auch Beiträge jenseits des Themenschwerpunkts sind immer willkommen. Diese reichen Sie bitte direkt über das Portal auf unserer Website www.journal-fuer-psychologie.de ein.

Journal für Psychologie Call for Papers: Polyamory

Journal für Psychologie Call for Papers Special Issue »Polyamory«, edited by Peter Mattes & Martin Dege
The media serving the erotic industry as well as the discourses of intellectual European and North-American urbanity have recently witnessed a type of lifestyle of lived eroticism which is termed, still somewhat awkwardly, Polyamory. This concept denotes an understanding of relationship »which enables sexual and/or love relationships with several partners simultaneously« based on the »precondition […], that all participants know about and support the non-monogamous character of the relationship« (Klesse 2007, p. 315). While many deride this lifestyle as a well-known practice of a however barely legitimized gay life, which has always already dwelled in the nooks of our culture to a larger or lesser degree, others experience it differently and view it as an extension of possibilities guiding the practices of desires.

The Journal für Psychologie will dedicate a special issue to this topic.

We are primarily interested in descriptive accounts—including practices of everyday life—, historical and anthropological accounts as well as social empirical investigations of the phenomenon ›polyamory‹. We hope that these accounts will be helpful to our, in this respect probably not sufficiently informed, readership.

Queer-theorists claim polyamory as a practice of deconstruction of heteronormativity. And at this point we believe it becomes interesting for us as scientists of the social sciences and the humanities:

If we want to understand performances of desire with Foucault as governed within an episteme, as »a decisively heterogeneous ensemble, which includes discourses, institutions, architecture, regimented decisions, laws, administrative actions, scientific statements, philosophical, moral, or philanthropic theorems« (Foucault 1978, S. 119f.)*, then the analysis and investigation of such a phenomenon could provide us with multiple insights into the discursive structure of our (scientific) disciplines, as constituted by sexuality, interpersonal relationships, social and cultural institutional practices. It could be asked, for example,

  • if and to what extent the dyadic basic assumption of psychoanalysis and other social psychological theories demands generality,
  • whether relational psychologies dominated by the concept of monogamous partnerships are justified in various therapeutic and consulting practices
  • whether there exist exclusions, one-dimensional bipolarities of presupposed anthropological and psychological models
  • to what extent there are power dynamics in a bio-psychosocial discourse which dominate a large degree of our everyday life—and possibly also helps to engender its particularities
  • if and to what extent these dyadic presuppositions remain unquestioned politically and socially, and whether they have a significant impact on the coordination, organization and (optimization of) efficiency of a society, its norms, values and political opinions

We are, of course, also open to contributions beyond the suggestions above. All articles will be evaluated in a peer review process.

The editors of this issue are Peter Mattes (Berlin/Vienna) and Martin Dege (New Haven).

Abstracts should be sent to petermattes@aol.com and mdege@clarku.edu. The deadline is February 15, 2013.
Feedback about your abstract will be provided until the end of February. The final version of your contribution should be submitted by June 30, 2013. The review process will be completed until August 31, 2013 and the special issue will be published in February 2014.

The Journal für Psychologie always welcomes contributions beyond our special issues. These should be submitted to redaktion@journal-fuer–psychologie.de

References:

Foucault, Michel (1978): Dispositive der Macht. Über Sexualität, Wissen und Wahrheit. Berlin (Merve)

Klesse, Christian (2007): Polyamory – Von dem Versprechen, viele zu lieben. Zeitschrift für Sexualforschung 20 (4) , 316-330

Call for Papers as pdf

Call for Papers: Themenheft des Journal für Psychologie: Polyamory

Call for Papers des Journal für Psychologie zum Themenheft »Polyamory« herausgegeben von Peter Mattes & Martin Dege

In jüngster Zeit flackert in seriösen, wie in den, den Erregungsmarkt bedienenden Medien, ebenso wie in Diskursen der intellektuellen, europäischen und nordamerikanischen Urbanität eine Lebensstilvariante der gelebten Erotik auf, noch sperrig benannt als: Polyamory. Damit ist ein »Beziehungskonzept« gemeint, »das es ermöglicht, sexuelle und/oder Liebesbeziehungen mit mehreren PartnerInnen gleichzeitig einzugehen« unter der »Voraussetzung […], dass alle Beteiligten um den nicht-monogamen Charakter der Beziehung wissen und diesen befürworten« (Klesse 2007, S. 315). Von vielen belächelt als eine altbekannte Praxis des schon immer mehr oder weniger in den Winkeln unserer Kultur vollzogenen, wenn auch kaum legitimierten frohen Lebens, wird sie von anderen erlebt und performiert als eine Erweiterung der Möglichkeitsräume des Begehrens.

Das Journal für Psychologie plant zu dieser Thematik eine Ausgabe.

Zunächst wären Darstellungen – besonders aus dem gelebten Alltag – , historische und kulturanthropologische Abhandlungen sowie sozialempirische Untersuchungen dessen, was sich als Polyamory bezeichnet, für unseren (diesbezüglich vielleicht nicht hinlänglich informierten) LeserInnenkreis hilfreich und erwünscht.

Queer-TheoretikerInnen beanspruchen Polyamory als eine der Dekonstruktionspraxen von Heteronormativität. Und hier wird es unseres Erachtens für Sozial- und HumanwissenschaftlerInnen interessant.

Wenn wir die Performanzen des Begehrens mit Foucault als geregelt in einem Dispositiv sehen wollen, als »ein entschieden heterogenes Ensemble, das Diskurse, Institutionen, architektonische Einrichtungen, reglementierende Entscheidungen, Gesetze, administrative Maßnahmen, wissenschaftliche Aussagen, philosophische, moralische oder philanthropische Lehrsätze […] umfasst« (Foucault 1978, S. 119f.), dann könnte uns die Betrachtung und Analyse eines solchen Phänomens zu vielfachen Einblicken in die diskursive Verfasstheit auch unserer Wissenschaftsdisziplinen, die ja unter anderem mit Sexualität, zwischenmenschlichen Beziehungen, sozialen und kulturellen Instituierungen zu tun haben, verhelfen. Es könnte z.B. gefragt werden

  • ob und inwieweit die dyadischen Grundannahmen der Psychoanalyse sowie einiger Sozialpsychologien Allgemeingültigkeit beanspruchen können,
  • nach der Berechtigung von konzeptstrukturierenden Paarbeziehungsansätzen in vielen Therapie- und Beratungsvorgaben,
  • überhaupt nach den Exklusionen, eindimensionale Bipolaritäten annehmender anthropologischer und psychologischer Modelle
  • und insbesondere nach dem im biopsychosozialen Diskurs präformierten Machtgefüge, das einen beträchtlichen Teil unseres Alltagslebens aktuell zusammenhält – und womöglich auch seine Besonderheiten hervorbringt.
  • ob und inwieweit die dyadischen Grundannahmen gesellschaftspolitisch unhinterfragt bleiben und die Koordination, Organisation und Leistungsfähigkeit bzw. -steigerung einer Gesellschaft in ihren Normen, Werten und politischen Einstellungen wesentlich bestimmen.

Aber auch an Texten, die jenseits unseres Erwartungsspektrums liegen, sind wir sehr interessiert. Sie unterliegen – wie alle anderen – dem im Journal für Psychologie praktizierten Peer-Review-Verfahren.

Die Herausgeber dieser Schwerpunktausgabe sind Peter Mattes (Berlin/Wien) und Martin Dege (New Haven).

Falls Sie sich mit einem Beitrag an diesem Schwerpunktheft beteiligen wollen, senden Sie bitte zu unserer Orientierung bis 15. Februar 2013 ein Abstract (max. 1 Seite) an:
petermattes@aol.com und mdege@clarku.edu
Sie erhalten zu Ihrem Abstract ein Feedback bis Ende Februar. Die Endfassung Ihres Manuskripts sollte bis 30. Juni 2013 vorliegen (Zusendung an die Herausgeber oder Upload auf der Homepage der Zeitschrift). Um die Einhaltung unserer Manuskriptrichtlinien wird ausdrücklich gebeten (http://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/about/submissions#authorGuidelines). Es startet sodann ein Begutachtungsverfahren (peer review), das Ergebnis wird Ihnen spätestens bis 31. August 2013 mitgeteilt. Falls erforderlich können die Beiträge bis 31. Oktober 2013 von Ihnen überarbeitet werden. Das Heft soll voraussichtlich im Februar 2014 online im Open Access erscheinen.
Beiträge jenseits des Themenschwerpunkts sind immer willkommen. Diese reichen Sie bitte direkt über das Portal auf unserer Website www.journal-fuer-psychologie.de ein.

Zitatnachweis:

Foucault, Michel (1978): Dispositive der Macht. Über Sexualität, Wissen und Wahrheit. Berlin (Merve)

Klesse, Christian (2007): Polyamory – Von dem Versprechen, viele zu lieben. Zeitschrift für Sexualforschung 20 (4) , 316-330

Call for Papers als pdf

Call for Papers als pdf in englischer Sprache

Journal für Psychologie 1/2012 published: Material Girl_Boy: Intersubjectivity and Technology in children’s everyday life

The mixed-language, open access “Journal für Psychologie“ just published its most recent issue 1/2012 entitled “Material Girl_Boy: Intersubjectivity and technology in children’s everyday life”, edited by Niklas A. Chimirri and Ernst Schraube (both Roskilde University, Denmark).

Children conduct their everyday lives in a technological world: From their birth onwards, they are surrounded by material things – clothes, toys, rooms, apparatuses, electrical devices, etc. –, with and through these things they explore the world. The process is inextricably intertwined with the exploration of the world with and through others: Siblings, parents, friends, pedagogues, teachers, fictional characters, etc. get closer to the children via those things, assist the children in their explorations, explore together with the children the material and technological world. This reciprocity of the material and the intersubjective points to the fundamental socio-material mediatedness of children’s learning and of human development.

Such an understanding opposes and contrasts the individualism and the “worldlessness” of experimental, classical psychology. Instead it requires theories, concepts, and methods that are able to systematically think and explore the “worldliness” of human existence. Here human beings and the world cannot be understood as static entities: Human learning and development in the world is development of human relations to the world. The world itself does also not stand still: It is changing and is being changed. Consequently, the relation between children and the socio-material world must be considered as a reciprocal, dynamic process of mutual change. This special issue’s contributions build on such a presumption and argue for a contextual child research and for situated knowledge; a knowledge that connects the subjective and the particular in order to garner generalizable insights.

Research that investigates the relation between children and technology must thus take its point of departure in the everyday life of the children and in their concrete experiences with others and the material arrangements at hand. This implies looking at the children’s actions and on how these actions are directed towards human beings and material conditions. So as to grasp children’s everyday lives as “worldly”, research needs to understand children as actors and as active members of and contributors to their social worlds. And it requires the children’s perspectives on their everyday worlds in order to be able to say anything about children in the world.

The special issue’s articles try to establish a child research that contributes to a social self-understanding about the possibilities and limitations of everyday technologies for the development of children’s agency. They emphasize how important it is to engage in research that takes the perspective of the children on their everyday lives really seriously, while not forgetting about the challenges that such an endeavor faces.

Contents
Editorial: Intersubjektivität und Technik mit Kindern erforschen
Ernst Schraube und Niklas A. Chimirri
www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/111

Kinderperspektiven: Partizipation in gesellschaftlicher Praxis
Charlotte Højholt
www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/112

Mit Kindergartenkindern Medientechnologien ergründen: Alltägliche Lebensführung und subjektwissenschaftliche Technikforschung
Niklas A. Chimirri
www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/113

Aesthetic Play: The Meaning of Music Technologies for Children’s Development
Jytte Bang
www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/114

Ethnographische Methoden zur Erforschung der Medienaneignung in Kindertagesstätten
Katrin Hoffmann und Sarah Steiger
www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/115

How Things Matter in Everyday Lives of Preschool Age Children: Material-Semiotic Investigations in Psychology and Education
Michalis Kontopodis
www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/116

Das Ich und der Andere in psychologischer Technikforschung
Ernst Schraube
www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/117

As always, all articles are downloadable for free: www.journal-fuer-psychologie.de

Call for Papers Journal für Psychologie 3/2012

Call for Papers: „Bilder verstehen – uns selbst verstehen. Zum Stellen- wert des Bildes in der gegenwärtigen Psychologie“ (Ausgabe 3/2012)


Noch in den auslaufenden 0er Jahren wurde zu Recht die Bildvergessenheit der Sozial- und Humanwissenschaften beklagt. Nur wenig später findet sich heute ein lebendiger, um nicht zu sagen boomender wissenschaftlicher Diskurs rund um das Bild: Forschungsplattformen entstehen, disziplinübergreifende Forschungsprojekte werden mit beachtlichen Mitteln gefördert, weltweit finden Tagungen statt, die das Bild und/oder Visualität ins Zentrum stellen. Die Psychologie kann zwar nicht zu den Vorreitern dieses Trends gezählt werden, wird aber davon zunehmend mit erfasst.

Die Digitalisierung von Information hat das Erzeugen, Speichern, Verbreiten sowie insgesamt den Zugriff auf Bilder innerhalb weniger Jahre derart leicht gemacht, dass beispielsweise auch geläufige Differenzierungen wie die von Bildproduzent und Bildrezipient verschwimmen. Das Medium Bild ist in seiner essentiellen Funktion für sämtliche Lebensbereiche, gesellschaftliche und psychische Phänomene in den Fokus wissenschaftlicher Aufmerksamkeit gerückt; klassische psychologische Forschungsansätze haben sich daran abgearbeitet, aber es wurden auch grund- lagentheoretische und methodologische Auseinandersetzungen, ebenso wie innovative praktische Anwendungen stimuliert.

Das Heft will aktuelle (kultur)psychologische Auseinandersetzungen mit dem Medium Bild sondieren und dabei medientheoretische und transdisziplinäre Impulse aufnehmen. Wir wünschen uns Beiträge, die von einem Bildbegriff ausgehen, der das Bild als mit technischen Hilfsmitteln erzeugtes Artefakt versteht – in Abgrenzung zu inneren Bildern als mentalen Vorstellungen oder zu sprachlichen Metaphern. Willkommen sind insbesondere Beiträge zu Bildpraxen, Bild und Identität, bildlicher Kommunikation, Ontologie des Bildes, visueller Kultur oder ikonischer Logik.

Falls Sie Interesse haben, einen Beitrag zu unserem Themenschwerpunkt einzureichen, bitten wir um die Zusendung eines Abstracts (max. 2.000 Zeichen) bis zum 15. April 2012 an die beiden für das Heft verantwortlichen Herausgebenden Aglaja Przyborski und Thomas Slunecko. Das fertig gestellte Manuskript, bei dem Sie sich bitte an den dann aktuellen Manuskriptrichtlinien des Journals orientieren, soll am 15. Juni 2012 vorliegen und wird dann in einem Peerreview-Verfahren begutachtet.

Call for Papers JfP 3-2012 als pdf

www.journal-fuer-psychologie.de

Call for Papers des Journal für Psychologie, Heft 3/2011

Zwischen Alltag und ICD-10: Trauma – Krise – Belastung – Extremstress
Journal für Psychologie 3/2011 (Hrsg. von: Andrea Birbaumer, Theresia Gabriel)

Was mit dem Begriff ‚Trauma‘ gemeint ist, ist in unserer Alltagssprache, der Behandlungspraxis verschiedener Disziplinen, den entsprechenden wissenschaftlichen Diskursen, der Gesundheitspolitik… durchaus unterschiedlich. Mit diesem Heft soll diese Diversität sichtbar gemacht, deren Wissenschaftlichkeit und Nutzen für KlientInnen kritisch beleuchtet werden.
Nicht alle Personen, die ein sogenanntes traumatisches Ereignis erleben, werden traumatisiert. Gleichzeitig können verschiedenste Belastungen bzw. Krisen für Betroffene traumatisierend wirken. Die Genese von Traumen spielt in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle, ebenso die Diagnose, ob es sich um eine Akutbelastung, Mehrfachtraumatisierung oder Chronifizierung handelt. Selbst wenn wir von einer sehr engen Definition von Trauma als ‚mit Lebensgefahr verbunden‘ ausgehen (ICD-10), müssen ganze Bevölkerungsgruppen wie z.B. Tschetschenen als Trauma-Überlebende angesehen werden. Wie kann aus psychologischer Sicht dieses „kollektive Trauma-Erleben“ in seinen Aus-/Wirkungen verstanden werden?
Das Heft soll einen Überblick über aktuelle Behandlungsansätze für Akut- und Langzeitbehandlung und deren wissenschaftliche Fundierung bzw. Beforschung geben sowie einzelne ausgewählte Behandlungsansätze im ambulanten wie stationären Setting im Detail diskutieren.
Der Darstellung der praktischen Arbeit und deren Diskussion soll hier ein breiter Raum geboten werden. Welche Methoden bewähren sich in der Arbeit mit welcher Zielgruppe in welchen Kontexten warum und wie? Wie werden bewährte Methoden wie z.B. EMDR mit noch wenig erforschten Ansätzen wie z.B. Craniosacral verschränkt, und wie kann die Wirksamkeit dieser Verschränkung dargestellt werden?
Willkommen sind theoretische Abhandlungen und empirische Arbeiten ebenso wie methodenbezogene Auseinandersetzungen zu Krise, Trauma, Extremstress. Wir wünschen uns eine breite Diskussion unterschiedlicher theoretischer und Behandlungs-Ansätze, diagnostischer Herangehensweisen und interessanter Konzepte für Akut- und Langzeitinterventionen.

Falls Sie Interesse haben, einen Beitrag zu unserem Themenschwerpunkt einzureichen, bitten wir um die Zusendung eines Abstracts (max. 2.000 Zeichen) bis zum 15. April 2011.

Das fertig gestellte Manuskript sollte bis 30. Juni 2011 vorliegen. Der Beitrag wird im üblichen Peerreviewverfahren anschließend begutachtet. Bitte entnehmen Sie die genauen Hinweise zur Manuskriptgestaltung der Journal-Homepage (www.journal-fuer-psychologie.de/manuskriptrichtlinien.html).

Ihre Abstracts und Manuskripte senden Sie bitte an Andrea Birbaumer (andrea.birbaumer [an der] tuwien.ac.at) oder an Theresia Gabriel (gabriel [bei] psyconsult.at).

Gerne nehmen wir auch Texte entgegen, die sich auf keinen aktuellen Call for Papers beziehen! Nach dem Review-Verfahren können immer auch interessante Artikel außerhalb der Schwerpunkte in die jeweilige Ausgabe aufgenommen werden.

Journal für Psychologie 2/2012 Call for Papers

Gesellschaftliches Denken. Entwicklungspsychologische Perspektiven

Mit der Ausgabe 2/2012 – Erscheinungsdatum Sommer 2012 – sollen zwei Themenkomplexe (aufeinander bezogen) diskutiert werden, indem danach gefragt wird, wie sich Überlegungen zur (Onto-) Genese gesellschaftlichen Denkens aus entwicklungspsychologischer Perspektive mit Fragen nach gesellschaftlichem Handeln und gesellschaftlicher Teilhabe verbinden lassen.

Fluchtpunkt des Themenheftes bildet dabei die Auseinandersetzung mit Fragen nach der Entwicklung, Verbreitung, dem Prozessieren und den genauen Inhalten eines Denkens, das sich auf Gesellschaft im Allgemeinen und gesellschaftliche Teilhabe im Speziellen richtet. Eine Beschäftigung damit erscheint lohnenswert, denn während Denken in naturwissenschaftlichen Domänen vergleichsweise ausführlich analysiert wurde, sind psychologische Studien im Feld gesellschaftlichen Denkens weniger häufig angestellt worden. Dabei lassen sich unterschiedliche Teilbereiche der übergeordneten Domäne gesellschaftliches Denken differenzieren, wie etwa politisches, ökonomisches, rechtliches, moralisches und historisches Denken und Urteilen, zu denen psychologische Analysen angestellt werden können und de facto auch – gleichwohl in unterschiedlichem Ausmaß – durchgeführt wurden.

Mit den Stichwörtern „Gesellschaftliches Denken, gesellschaftliches Handeln, gesellschaftliche Teilhabe“ zeichnet sich ein weites, aber auch besonders herausforderndes psychologisches Feld ab, zu dem zum gegenwärtigen Zeitpunkt im Bereich der Grundlagen- und Anwendungsdisziplinen der Psychologie wie im Bereich praktisch-psychologischen Handelns viele Fragen aufzuwerfen bleiben. Dazu gehört auch zu fragen, welche pädagogischen Konsequenzen sich aus einschlägigen entwicklungspsychologischen Arbeiten zum gesellschaftlichen Denken ergeben oder wie sich das komplexe Verhältnis von Entwicklung, Lernen und Lehren sowie Sozialisation im Feld des gesellschaftlichen Denkens eingehender konzeptualisieren lässt.

Mit dem Themenheft ist angestrebt, eine möglichst große Bandbreite unterschiedlicher einschlägiger Beiträge zu berücksichtigen. Willkommen sind theoretische Abhandlungen und empirische Arbeiten ebenso wie methodenbezogene Auseinandersetzungen und Interviews mit Expertinnen und Experten.

Falls Sie Interesse haben, einen Beitrag zu unserem Themenschwerpunkt beizusteuern, bitten wir zu unserer Orientierung um die Zusendung eines Abstracts (max. 2.000 Zeichen) bis zum 28. Februar 2011. – Das fertig gestellte Manuskript sollte bis 15.11.2011 vorliegen. In einem Begutachtungsverfahren wird dann über die endgültige Aufnahme des (ggf. zu überarbeitenden) Beitrags entschieden. Hinweise zur formalen Gestaltung des Texts können den Manuskriptrichtlinien auf www.journal-fuer-psychologie.de entnommen werden.

Ihr Abstract und das Manuskript senden Sie bitte an die beiden Heftverantwortlichen Herausgeber: Carlos Kölbl koelbl@psychologie.uni-hannover.de und Günter Mey guenter.mey@hs-magdeburg.de.

Beiträge jenseits des Themenschwerpunkts sind immer willkommen. Diese senden Sie bitte an redaktion@journal-fuer-psychologie.de.

Der CfP auf den Seiten des JfP