CfP für den NGfP Kongress 2018 – “Gesellschaft ohne Opposition”

Wir wollen dieses Mal über die Analysen der „Gesellschaft ohne Opposition“, wie Marcuse die unsrige genannt hatte, und über die Perspektiven jenseits dieser Gesellschaft diskutieren. 

Wir laden Sie / Euch dazu herzlich ein, Vorschläge und Ideen für Vorträge bis zum 16.09.2017 zu schicken, oder auch andere mögliche Referentinnen zu nennen.

Der CfP als PDF: CfP NGfP Kongress 2018

Journal für Psychologie: Call for Papers – Kritische Männerarbeit in Theorie und Praxis

Call for Papers
Kritische Männerarbeit in Theorie und Praxis
(Hrsg: Ulrich Krainz, Manfred Buchner und Irene Strasser)

Das geplante Themenheft fokussiert auf eine “kritische Männerarbeit” bzw. “kritische Männerforschung” in diversen Feldern, die in ihrem Selbstverständnis stets eine geschlechterreflektierende und gesellschaftspolitische Dimension tangieren. Kritische Männerarbeit orientiert sich an einer gleichstellungsorientierten Männer- und Geschlechterpolitik sowie an Geschlechterdemokratie.

Von Interesse sind dabei unter anderem folgende Fragestellungen:

  • Was bedeutet kritische Männerarbeit, welchen Zielsetzungen folgt sie?
  • Mit welchen Frage-, Problem- und Themenstellungen ist man in der Arbeit mit Männern primär konfrontiert?
  • Welche unterschiedlichen Ansätze in der kritischen Männerarbeit gibt es und wie können diese konkret aussehen? Wie stehen sie im Verhältnis zu feministischer Arbeit/Theorien, zu queeren Herangehensweisen und Ansatzpunkten? Wie sieht die Zusammenarbeit zwischen Organisationen aus, die hier angesprochene Zielsetzungen verfolgen?
  • Welche Beiträge kann kritische Männerarbeit zu einer gleichstellungsorientierten Männerpolitik und zur Geschlechtergerechtigkeit leisten?
  • In welchen Formen bezieht sich kritische Männerarbeit auf die Kategorie „Geschlecht“? Wie ist ihr Verhältnis zu dekonstruktiven, heteronormativitätskritischen und queeren Ansätzen? Welche Rolle spielen transgender/intersex bzw. schwule Männlichkeitsentwürfe?
  • Wie sehen Entwicklungen bezüglich des Verhältnisses von Männlichkeit und Arbeit aus? (z.B. in Bezug auf aktuelle ökonomische Umbrüche, prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Karenzregelungen, Work-Life-Balance usw.)?
  • Wie erklärt sich die Hinwendung von Männern zu politisch-rechtslastigem Denken, Entwürfen und Angeboten? Welche Erwartungen und Machtansprüche verbinden Männer damit? Welche Irritationen und Verunsicherungen von Männern werden hier womöglich instrumentalisiert? Wie kann rechter Männerpolitik aus der Sicht kritischer Männerarbeit begegnet werden?
  • Welche Rolle spielen Aufbrüche zum „neuen Mann“ der vergangenen Dekaden? Welche progressiven Prozesse wurden dadurch angeregt, was konnte verwirklicht werden, wo gab oder gibt es Rückschritte?
  • Inwieweit spielen Themen der Inter- und Transkulturalität, Fragen der Intersektionalität (z.B. von Migration und Männlichkeit) eine Rolle in der Arbeit mit Männern?

Der vollständige CfP findet sich unter: http://journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/announcement

Falls Sie sich mit einem Beitrag an diesem Schwerpunktheft beteiligen wollen, senden Sie bitte zu unserer Orientierung bis 15.9.2016 ein Abstract (max. 1 Seite) an:
ulrich.krainz@univie.ac.at

Call for papers: Gesellschaftliche Spaltungen – Erfahrung von Ungleichheit und Ungerechtigkeit

Die Neue Gesellschaft für Psychologie plant einen Kongress mit dem Titel

Gesellschaftliche Spaltungen – Erfahrung von Ungleichheit und Ungerechtigkeit

vom 9. bis 12. März 2017 in Berlin

Beachten Sie hierzu bitte unseren

Call for papers (Einreichungen bis zum 16.09.2016)

Die Rechtsentwicklung und die Rechtsbewegungenin Deutschland und Europa sind ein Warnsignal für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Sie verweisen auf gesellschaftliche Fehlentwicklungen, die sich vor allem in wachsenden gesellschaftlichen Ungleichheiten, Ungerechtigkeiten und der Aushöhlung der Demokratie manifestieren und die Gesellschaft zu spalten drohen.

In allen Lebensbereichen sind Ungleichheiten und Ungerechtigkeit zu finden, die mit gesellschaftlichen Spaltungen einhergehen. Inklusionsbemühungen in einigen Bereichen stehen massiven Exklusions-, Abgrenzungs- und Stigmatisierungsbewegungen gegenüber, u.a. im Bereich der Arbeit, der Gesundheit, der Bildung, Wohnung, der Infrastruktur, um nur einige zu nennen.

Achsen, entlang derer sich Ungleichheiten vertiefen (vertiefen können) sind u.a.: Nord-Süd, Alt-Jung, Lohnarbeit-Kapital, Mann -Frau, Stadt-Land, ethnische oder religiöse Mehrheit-Minderheit. Die Ungleichheiten sind nicht nur Ergebnis unterschiedlicher Bedingungen, sondern zugleich auch von den Herrschenden gewünscht: die Konkurrenz macht die Arbeitskraft billiger, die miteinander Konkurrierenden willfähriger, erleichtert das Regieren: Die permanente Spaltung der Bevölkerung in Arbeitende und Arbeitslose, die Spaltung der Arbeitslosen in Menschen mit Perspektive (SGB III) und Perspektivlose, Überflüssige (SGB II) und die darauf aufbauenden verfassungsfeindlichen Sondergesetze, die Diffamierungen, Verleumdungen und Erniedrigungen.

Zur Zeit in den Vordergrund gerückt wird die nationalistische Entgegenstellung von Flüchtlingen und Einheimischen, mit der ein Gegensatz von Islam und „westlicher Wertegemeinschaft“ aufgebaut und personifiziert wird und auf diese Weise Hass und Konkurrenzängste innerhalb der einheimischen Bevölkerung gegenüber „Außenseitern“, „Zuwanderern“, und „Fremden“ geschürt werden. Zugleich werden die konkreten Individuen wieder in die Abstrakta kulturalisiert. Diese Gegensatz-Konstruktionen verdecken die zunehmende Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich, in politische Klasse und Bevölkerung, zwischen Lohnarbeit und Kapitel.

Deshalb können die Erfahrungen von gesellschaftlicher Ungleichheit und Ungerechtigkeit, die die Bevölkerung tagtäglich erlebt, den „Fremden“ zur Last gelegt werden, die den Einheimischen vorgeblich das wegnehmen, was ihnen bereits vorher gefehlt hat:
Lohn, der zum Leben reicht, eine Gesundheitsversorgung , die nicht vom gesellschaftlichen Status und verfügbaren Finanzmitteln abhängig ist, ausreichender bezahlbarer Wohnraum, eine bedarfsgerechte, allen Bevölkerungsschichten zugängliche Infrastruktur und nicht zuletzt chancengleiche Zugänge zu Bildung und Ausbildung als Grundvoraussetzungen für die qualifizierte Teilhabe an einer existenzsichernden Erwerbsarbeit wie auch am politischen Leben.

Auf dem Kongress wollen wir folgende Problem und Fragen thematisieren:

  • Wo, in welchen gesellschaftlichen Bereichen zeigen sich gegenwärtig diese Phänomene von Ungleichheit und Spaltungstendenzen am deutlichsten?
  • Welches sind deren gesellschaftliche Ursachen und Folgen?
  • Welchen Beitrag leisten die (Sozial)Wissenschaften zur Legitimierung sozialer Ungleichheiten aber auch zu deren Aufklärung?
  • Wie nehmen die Subjekte erfahrene Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten wahr; was lösen sie für Emotionen aus? Wo sind die „Toleranzgrenzen“ bei den Betroffenen, wann schlagen Akzeptanz, Anpassung, Passivität in Neid, Hass, Wut, in individuellen Protest, Resignation oder politischen Widerstand um?
  • Welche individuellen, kollektiven und politischen Reaktionsformen auf Ungleichheits-/Ungerechtigkeits-Erfahrungen lassen sich finden?
  • Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, um den Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten entgegen zu wirken?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, spaltende und entsolidarisierende Reaktionen auf Ungleichheitserfahrungen zu verändern und welchen Beitrag können dazu Psychologie und Sozialwissenschaften, Psychotherapie und soziale Arbeit leisten?
  • Inwiefern haben sich gesellschaftliche Spaltungsprozesse im Subjekt bereits eingeschrieben und inwiefern werden durch Spaltungsprozesse psychische (lebenslange!) Reifungsprozesse verunmöglicht.

Wir laden dazu ein, Vorschläge für Kongressbeiträge mit Titel und einer Zusammenfassung von ca. 300 Wörtern und kurzen Angaben zu Ihrer Person bis zum 16.09.2016 an orga2017[(at)]ngfp.de zu senden.

Klaus-Jürgen Bruder, Christoph Bialluch, Jürgen Voges, Ilse Schütte-Kronauer, Ophelia Solti, Jürgen Günther, Daniel Jakubowski, Werner Köpp, Bernd Leuterer, Raina Zimmering für die Vorbereitungsgruppe

Hier der cfp als pdf: NGfP_2017_cfp_Gesellschaftliche_Spaltungen.pdf

Journal für Psychologie: Call for Papers ›Psycholog_innen prekär‹

Call for Papers ›Psycholog_innen prekär‹
(hrsg. von Andrea Birbaumer & Peter Mattes) – Ausgabe 2/2016

Im Anschluss an eine Tagung, die die Gesellschaft kritischer Psychologen und Psychologinnen (Wien) zusammen mit der AG Kritische Sozialpsychologie der Sigmund-Freud-Universität Wien veranstaltet hat, wird das Journal für Psychologie ein Themenheft zu Standortbestimmung und Handlungsperspektiven von aktuell berufstätigen und sich ausbildenden PsychologInnen herausbringen. Zusätzlich zu einigen auf der Tagung vorgetragenen und diskutierten Papieren können in diese Ausgabe weitere Arbeiten aufgenommen werden. Mit diesem Call for Papers rufen wir dazu auf, uns Arbeiten zu der im Folgenden skizzierten Thematik einzureichen:

Wir PsychologInnen leisten unsere Arbeit in herausfordernden Feldern unter oft schwierigen Rahmenbedingungen. Seit jeher neigen wir dazu, dabei uns selbst und unsere Bedürfnisse zu vergessen. Wir nehmen zu wenig in den Blick, welche Voraussetzungen wir für eine gesunde und befriedigende Tätigkeit brauchen und klammern diese Fragen aus unserer eigenen Fachlichkeit in Praxis, Forschung und Theoriebildung aus. Es braucht aber Instrumente des Denkens, um unsere gesellschaftliche und individuelle Lage als PsychologInnen begreifen und artikulieren zu können.

Wir vernachlässigen es in der Folge, gemeinsam mit anderen für menschliche Bedingungen in unserem Arbeitsalltag zu kämpfen. Kritische Psychologien problematisieren dies, bleiben aber oft in abstrakten Analysen allgemeinpolitischer Zusammenhänge stecken, anstatt ernst damit zu machen, sich über die jeweils eigene Situation als Psychologe/in klar zu werden und von dort ausgehend gemeinsam mit anderen zu handeln.

In den letzten zwei Jahrzehnten beobachten wir, dass prekäre Verhältnisse, unter denen viele unserer KlientInnen leben mussten und müssen, nun auch uns PsychologInnen systematisch betreffen.
– Spätestens seit Ende der 1990er Jahre werden wir PsychologInnen in unserem beruflichen Handeln mit Sparzwängen und Kostendruck konfrontiert. Die Ökonomisierung, vor allem im Gesundheits- und Sozialbereich, wird oftmals mittels profitorientierter Managementkonzepte vorangetrieben. Von PsychologInnen wird verlangt, sich zu optimieren und zu rechtfertigen. Es soll immer mehr in immer kürzerer Zeit geleistet werden, ohne auf Angemessenheit und passende Rahmenbedingungen zu achten. Gleichzeitig erleben viele KollegInnen prekarisierte Arbeitsverhältnisse mit geringer sozialer Absicherung und unsicheren Zukunftsperspektiven.
– Veränderungen in den Studienbedingungen konfrontieren Studierende mit Konkurrenz- und Leistungsdruck, einem verschulten Ausbildungssystem, standardisierten Inhalten und einem Studium, das mit ihrer Lebens- und Arbeitsrealität wenig zu tun hat. Nach dem Studium arbeiten immer noch viele von uns für ihre postgraduelle Ausbildung ohne adäquate Entlohnung, und auch neben unserer Berufstätigkeit investieren wir viel Zeit und Geld in Weiterbildung, zum Nachteil für Privatleben und Lebensqualität.
– Die beschriebenen Situationen lösen in vielen von uns Ängste, Ohnmachtsgefühle, Aggressionen und mehr aus. Unter dem Druck der institutionellen Anforderungen und der Aufgabe, auf die Bedürfnisse und Nöte der KlientInnen einzugehen, kommen diese Gefühle und ihre Reflexion zu kurz. Oft ist zu wenig Raum, sich der Enge und Einschränkungen bewusst zu werden und uns darüber mit KollegInnen zu verständigen. Mangel an Sprache und Bewusstheit führt zu institutionell bedingten Symptomen wie Teamspaltungen, destruktiver Gruppendynamik, Mobbing, selbstaufopferndem Aktivismus oder Druck seitens Vorgesetzter.
Zur konkreten Veränderung sind Konzepte und Instrumente des Handelns gefordert, mit welchen wir uns zur Wehr setzen, für uns selbst eintreten und neue Spielräume schaffen können.

Falls Sie sich mit einem Beitrag an diesem Schwerpunktheft beteiligen wollen, senden Sie bitte zu unserer Orientierung bis Ende des Jahres 2015 ein Abstract (max. 1 Seite/3000 Zeichen) an:
birbaumer(at)gkpp.at und petermattes(at)aol.com

Sie erhalten zu Ihrem Abstract ein umgehendes Feedback. Die Endfassung Ihres Manuskripts sollte daraufhin bis 28.2.2016 vorliegen (Zusendung an die HerausgeberInnen oder Upload auf der Homepage der Zeitschrift). Um die Einhaltung unserer Manuskriptrichtlinien wird ausdrücklich gebeten (http://www.journal-fuerpsychologie.de/index.php/jfp/about/submissions#authorGuidelines ).
Anschließend an die Einreichung Ihres Beitrages startet das Begutachtungsverfahren (peer review), das Ergebnis wird Ihnen spätestens bis Juli 2016 mitgeteilt, Revisionen sind dann bis September 2016 vorzunehmen.

Das Heft wird in der zweiten Jahreshälfte 2016 online im Open Access erscheinen.

Der CfP im docx-Format: CfP_JfP_Psycholog_innen prekär_2015_11_15.docx

Der CfP im pdf-Format: CfP_JfP_Psycholog_innen prekär_2015_11_15.pdf

Call for Papers “Elternschaft als relationale Praxis” – Journal für Psychologie

Call for Papers “Elternschaft als relationale Praxis”
(hrsg. von Anna Sieben / Günter Mey) ˆ Ausgabe 1/2016

Mit dem Slogan “Elternschaft als Option” wird darauf aufmerksam gemacht, dass sich heute viele Menschen nicht nur bewusst für oder gegen Kinder entscheiden können, sondern unzählige Entscheidungen treffen (müssen): vom Einsatz pränataler Diagnoseverfahren, der Wahl des Geburtsortes, über die “richtige” Art der Kinderbetreuung bis hin zum Wohnort oder Ausmaß des Medienkonsums u.v.m.
Dabei erscheint Wahlfreiheit als zwiespältige Angelegenheit. Sie bietet Selbstbestimmung und fordert Festlegung und Positionierung. Entscheidungen positionieren Eltern und ihre Kinder in Milieu, Klasse, Kultur und Generation. Zweitens entscheiden Eltern für jemand anderes – ihr Kind – und mit Blick auf eine ungewisse Zukunft, für die sie sich verantwortlich fühlen. Drittens sind viele Eltern nicht alleine sondern zu zweit und in hohem Maße voneinander abhängig.
Mit dem Konzept der relationalen Praxis möchten wir in diesem Themenheft die vielfältigen Bezüge von Elternschaft im Spannungsfeld von (geforderter) Verantwortungsübernahme und (reflektiertem) Handeln einerseits sowie Interdependenz und Ausgesetzt-Sein andererseits in den Fokus rücken. Wir laden theoretische und (qualitativ-) empirische Beiträge ein, die dem Handeln und Erleben von Eltern aus psychologischer und sozialwissenschaftlicher Perspektive nachgehen. Folgende Themen sind von besonderem Interesse:
** Diskurse zu Elternschaft, beispielsweise in Elternratgebern oder Zeitschriften
** Erlebte Dilemmata und Paradoxien der Elternschaft
** Prozesse der Entscheidung für oder gegen Elternschaft, bzw. für bestimmte Formen der Elternschaft inkl. alternative Lebensformen von Elternschaft
** Relevanz psychologischer Theorien für Handlungspraktiken und Selbstverständnisse von Eltern (beispielsweise behavioristische Lerntheorien, das Freud’sche Phasenmodell der sexuellen Entwicklung oder die Bindungstheorie von Bowlby)

Falls Sie sich mit einem Beitrag an diesem Schwerpunktheft beteiligen wollen, senden Sie bitte zu unserer Orientierung bis 15.1.2015 ein Abstract (max. 1 Seite/3000 Zeichen) an:
anna.sieben@rub.de und guenter.mey@hs-magbeburg.de

Sie erhalten zu Ihrem Abstract zeitnah ein Feedback. Die Endfassung Ihres Manuskripts sollte daraufhin bis 1.9.2015 vorliegen (Zusendung an die HerausgeberInnen oder Upload auf der Homepage der Zeitschrift). Um die Einhaltung unserer Manuskriptrichtlinien wird ausdrücklich gebeten (http://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/about/submissions#authorGuidelines ).
Anschliessend an die Einreichung Ihres Beitrages startet das Begutachtungsverfahren (peer review), das Ergebnis wird Ihnen spätestens bis Februar 2016 mitgeteilt, Revisionen sind dann bis März 2016 vorzunehmen.

Das Heft wird in der ersten Jahreshälfte 2016 online im Open Access erscheinen.

Auch Beiträge jenseits des Themenschwerpunkts sind immer willkommen. Diese reichen Sie bitte direkt über das Portal auf unserer Website www.journal-fuer-psychologie.de ein.

Call for Papers: Themenheft des Journal für Psychologie: Polyamory

Call for Papers des Journal für Psychologie zum Themenheft »Polyamory« herausgegeben von Peter Mattes & Martin Dege

In jüngster Zeit flackert in seriösen, wie in den, den Erregungsmarkt bedienenden Medien, ebenso wie in Diskursen der intellektuellen, europäischen und nordamerikanischen Urbanität eine Lebensstilvariante der gelebten Erotik auf, noch sperrig benannt als: Polyamory. Damit ist ein »Beziehungskonzept« gemeint, »das es ermöglicht, sexuelle und/oder Liebesbeziehungen mit mehreren PartnerInnen gleichzeitig einzugehen« unter der »Voraussetzung […], dass alle Beteiligten um den nicht-monogamen Charakter der Beziehung wissen und diesen befürworten« (Klesse 2007, S. 315). Von vielen belächelt als eine altbekannte Praxis des schon immer mehr oder weniger in den Winkeln unserer Kultur vollzogenen, wenn auch kaum legitimierten frohen Lebens, wird sie von anderen erlebt und performiert als eine Erweiterung der Möglichkeitsräume des Begehrens.

Das Journal für Psychologie plant zu dieser Thematik eine Ausgabe.

Zunächst wären Darstellungen – besonders aus dem gelebten Alltag – , historische und kulturanthropologische Abhandlungen sowie sozialempirische Untersuchungen dessen, was sich als Polyamory bezeichnet, für unseren (diesbezüglich vielleicht nicht hinlänglich informierten) LeserInnenkreis hilfreich und erwünscht.

Queer-TheoretikerInnen beanspruchen Polyamory als eine der Dekonstruktionspraxen von Heteronormativität. Und hier wird es unseres Erachtens für Sozial- und HumanwissenschaftlerInnen interessant.

Wenn wir die Performanzen des Begehrens mit Foucault als geregelt in einem Dispositiv sehen wollen, als »ein entschieden heterogenes Ensemble, das Diskurse, Institutionen, architektonische Einrichtungen, reglementierende Entscheidungen, Gesetze, administrative Maßnahmen, wissenschaftliche Aussagen, philosophische, moralische oder philanthropische Lehrsätze […] umfasst« (Foucault 1978, S. 119f.), dann könnte uns die Betrachtung und Analyse eines solchen Phänomens zu vielfachen Einblicken in die diskursive Verfasstheit auch unserer Wissenschaftsdisziplinen, die ja unter anderem mit Sexualität, zwischenmenschlichen Beziehungen, sozialen und kulturellen Instituierungen zu tun haben, verhelfen. Es könnte z.B. gefragt werden

  • ob und inwieweit die dyadischen Grundannahmen der Psychoanalyse sowie einiger Sozialpsychologien Allgemeingültigkeit beanspruchen können,
  • nach der Berechtigung von konzeptstrukturierenden Paarbeziehungsansätzen in vielen Therapie- und Beratungsvorgaben,
  • überhaupt nach den Exklusionen, eindimensionale Bipolaritäten annehmender anthropologischer und psychologischer Modelle
  • und insbesondere nach dem im biopsychosozialen Diskurs präformierten Machtgefüge, das einen beträchtlichen Teil unseres Alltagslebens aktuell zusammenhält – und womöglich auch seine Besonderheiten hervorbringt.
  • ob und inwieweit die dyadischen Grundannahmen gesellschaftspolitisch unhinterfragt bleiben und die Koordination, Organisation und Leistungsfähigkeit bzw. -steigerung einer Gesellschaft in ihren Normen, Werten und politischen Einstellungen wesentlich bestimmen.

Aber auch an Texten, die jenseits unseres Erwartungsspektrums liegen, sind wir sehr interessiert. Sie unterliegen – wie alle anderen – dem im Journal für Psychologie praktizierten Peer-Review-Verfahren.

Die Herausgeber dieser Schwerpunktausgabe sind Peter Mattes (Berlin/Wien) und Martin Dege (New Haven).

Falls Sie sich mit einem Beitrag an diesem Schwerpunktheft beteiligen wollen, senden Sie bitte zu unserer Orientierung bis 15. Februar 2013 ein Abstract (max. 1 Seite) an:
petermattes@aol.com und mdege@clarku.edu
Sie erhalten zu Ihrem Abstract ein Feedback bis Ende Februar. Die Endfassung Ihres Manuskripts sollte bis 30. Juni 2013 vorliegen (Zusendung an die Herausgeber oder Upload auf der Homepage der Zeitschrift). Um die Einhaltung unserer Manuskriptrichtlinien wird ausdrücklich gebeten (http://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/about/submissions#authorGuidelines). Es startet sodann ein Begutachtungsverfahren (peer review), das Ergebnis wird Ihnen spätestens bis 31. August 2013 mitgeteilt. Falls erforderlich können die Beiträge bis 31. Oktober 2013 von Ihnen überarbeitet werden. Das Heft soll voraussichtlich im Februar 2014 online im Open Access erscheinen.
Beiträge jenseits des Themenschwerpunkts sind immer willkommen. Diese reichen Sie bitte direkt über das Portal auf unserer Website www.journal-fuer-psychologie.de ein.

Zitatnachweis:

Foucault, Michel (1978): Dispositive der Macht. Über Sexualität, Wissen und Wahrheit. Berlin (Merve)

Klesse, Christian (2007): Polyamory – Von dem Versprechen, viele zu lieben. Zeitschrift für Sexualforschung 20 (4) , 316-330

Call for Papers als pdf

Call for Papers als pdf in englischer Sprache

Call for Papers Journal für Psychologie 3/2012

Call for Papers: „Bilder verstehen – uns selbst verstehen. Zum Stellen- wert des Bildes in der gegenwärtigen Psychologie“ (Ausgabe 3/2012)


Noch in den auslaufenden 0er Jahren wurde zu Recht die Bildvergessenheit der Sozial- und Humanwissenschaften beklagt. Nur wenig später findet sich heute ein lebendiger, um nicht zu sagen boomender wissenschaftlicher Diskurs rund um das Bild: Forschungsplattformen entstehen, disziplinübergreifende Forschungsprojekte werden mit beachtlichen Mitteln gefördert, weltweit finden Tagungen statt, die das Bild und/oder Visualität ins Zentrum stellen. Die Psychologie kann zwar nicht zu den Vorreitern dieses Trends gezählt werden, wird aber davon zunehmend mit erfasst.

Die Digitalisierung von Information hat das Erzeugen, Speichern, Verbreiten sowie insgesamt den Zugriff auf Bilder innerhalb weniger Jahre derart leicht gemacht, dass beispielsweise auch geläufige Differenzierungen wie die von Bildproduzent und Bildrezipient verschwimmen. Das Medium Bild ist in seiner essentiellen Funktion für sämtliche Lebensbereiche, gesellschaftliche und psychische Phänomene in den Fokus wissenschaftlicher Aufmerksamkeit gerückt; klassische psychologische Forschungsansätze haben sich daran abgearbeitet, aber es wurden auch grund- lagentheoretische und methodologische Auseinandersetzungen, ebenso wie innovative praktische Anwendungen stimuliert.

Das Heft will aktuelle (kultur)psychologische Auseinandersetzungen mit dem Medium Bild sondieren und dabei medientheoretische und transdisziplinäre Impulse aufnehmen. Wir wünschen uns Beiträge, die von einem Bildbegriff ausgehen, der das Bild als mit technischen Hilfsmitteln erzeugtes Artefakt versteht – in Abgrenzung zu inneren Bildern als mentalen Vorstellungen oder zu sprachlichen Metaphern. Willkommen sind insbesondere Beiträge zu Bildpraxen, Bild und Identität, bildlicher Kommunikation, Ontologie des Bildes, visueller Kultur oder ikonischer Logik.

Falls Sie Interesse haben, einen Beitrag zu unserem Themenschwerpunkt einzureichen, bitten wir um die Zusendung eines Abstracts (max. 2.000 Zeichen) bis zum 15. April 2012 an die beiden für das Heft verantwortlichen Herausgebenden Aglaja Przyborski und Thomas Slunecko. Das fertig gestellte Manuskript, bei dem Sie sich bitte an den dann aktuellen Manuskriptrichtlinien des Journals orientieren, soll am 15. Juni 2012 vorliegen und wird dann in einem Peerreview-Verfahren begutachtet.

Call for Papers JfP 3-2012 als pdf

www.journal-fuer-psychologie.de

Call for Papers des Journal für Psychologie, Heft 3/2011

Zwischen Alltag und ICD-10: Trauma – Krise – Belastung – Extremstress
Journal für Psychologie 3/2011 (Hrsg. von: Andrea Birbaumer, Theresia Gabriel)

Was mit dem Begriff ‚Trauma‘ gemeint ist, ist in unserer Alltagssprache, der Behandlungspraxis verschiedener Disziplinen, den entsprechenden wissenschaftlichen Diskursen, der Gesundheitspolitik… durchaus unterschiedlich. Mit diesem Heft soll diese Diversität sichtbar gemacht, deren Wissenschaftlichkeit und Nutzen für KlientInnen kritisch beleuchtet werden.
Nicht alle Personen, die ein sogenanntes traumatisches Ereignis erleben, werden traumatisiert. Gleichzeitig können verschiedenste Belastungen bzw. Krisen für Betroffene traumatisierend wirken. Die Genese von Traumen spielt in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle, ebenso die Diagnose, ob es sich um eine Akutbelastung, Mehrfachtraumatisierung oder Chronifizierung handelt. Selbst wenn wir von einer sehr engen Definition von Trauma als ‚mit Lebensgefahr verbunden‘ ausgehen (ICD-10), müssen ganze Bevölkerungsgruppen wie z.B. Tschetschenen als Trauma-Überlebende angesehen werden. Wie kann aus psychologischer Sicht dieses „kollektive Trauma-Erleben“ in seinen Aus-/Wirkungen verstanden werden?
Das Heft soll einen Überblick über aktuelle Behandlungsansätze für Akut- und Langzeitbehandlung und deren wissenschaftliche Fundierung bzw. Beforschung geben sowie einzelne ausgewählte Behandlungsansätze im ambulanten wie stationären Setting im Detail diskutieren.
Der Darstellung der praktischen Arbeit und deren Diskussion soll hier ein breiter Raum geboten werden. Welche Methoden bewähren sich in der Arbeit mit welcher Zielgruppe in welchen Kontexten warum und wie? Wie werden bewährte Methoden wie z.B. EMDR mit noch wenig erforschten Ansätzen wie z.B. Craniosacral verschränkt, und wie kann die Wirksamkeit dieser Verschränkung dargestellt werden?
Willkommen sind theoretische Abhandlungen und empirische Arbeiten ebenso wie methodenbezogene Auseinandersetzungen zu Krise, Trauma, Extremstress. Wir wünschen uns eine breite Diskussion unterschiedlicher theoretischer und Behandlungs-Ansätze, diagnostischer Herangehensweisen und interessanter Konzepte für Akut- und Langzeitinterventionen.

Falls Sie Interesse haben, einen Beitrag zu unserem Themenschwerpunkt einzureichen, bitten wir um die Zusendung eines Abstracts (max. 2.000 Zeichen) bis zum 15. April 2011.

Das fertig gestellte Manuskript sollte bis 30. Juni 2011 vorliegen. Der Beitrag wird im üblichen Peerreviewverfahren anschließend begutachtet. Bitte entnehmen Sie die genauen Hinweise zur Manuskriptgestaltung der Journal-Homepage (www.journal-fuer-psychologie.de/manuskriptrichtlinien.html).

Ihre Abstracts und Manuskripte senden Sie bitte an Andrea Birbaumer (andrea.birbaumer [an der] tuwien.ac.at) oder an Theresia Gabriel (gabriel [bei] psyconsult.at).

Gerne nehmen wir auch Texte entgegen, die sich auf keinen aktuellen Call for Papers beziehen! Nach dem Review-Verfahren können immer auch interessante Artikel außerhalb der Schwerpunkte in die jeweilige Ausgabe aufgenommen werden.

Call for papers: Diversität und Ungleichheit

Diversität und Ungleichheit: Analytische Zugänge und professionelles Handeln in der Sozialen Arbeit
Jahrestagung der DGSA vom 25.-26.11.2011 an der Evangelischen Hochschule Dresden

Diversität und Ungleichheit sind Konzepte, die verstärkt Eingang in sozialwissenschaftliche Diskurse gefunden haben. Wurden diese Konzepte lange Zeit nur in den Dimensionen Geschlecht, soziale Schicht und ethnischer Herkunft diskutiert, hat sich die Forschung in jüngster Zeit zunehmend in Richtung jeweils situativ zu beschreibender Verbindungen verschiedener Dimensionen mit Blick auf die darin enthaltenen Diskriminierungen und Potentiale ausgeweitet. Die mit Globalisierung, Individualisierung und Pluralisierung verbundenen, widersprüchlichen Prozesse von Migration, Ausdifferenzierung von Lebenswelten und Lebensweisen sowie der Neujustierung der Geschlechterverhältnisse führen vielfach zu gesellschaftlichen und individuellen Verunsicherungen und Spannungen sowie zu gesellschaftlichem Ausschluss. In den vorhanden kulturellen, sozialen und geschlechtlichen Unterschieden und Ungleichheiten können aber auch Potentiale der individuellen und sozialen Emanzipation aus unbefriedigenden Lebenswirklichkeiten liegen.
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Journal für Psychologie 2/2012 Call for Papers

Gesellschaftliches Denken. Entwicklungspsychologische Perspektiven

Mit der Ausgabe 2/2012 – Erscheinungsdatum Sommer 2012 – sollen zwei Themenkomplexe (aufeinander bezogen) diskutiert werden, indem danach gefragt wird, wie sich Überlegungen zur (Onto-) Genese gesellschaftlichen Denkens aus entwicklungspsychologischer Perspektive mit Fragen nach gesellschaftlichem Handeln und gesellschaftlicher Teilhabe verbinden lassen.

Fluchtpunkt des Themenheftes bildet dabei die Auseinandersetzung mit Fragen nach der Entwicklung, Verbreitung, dem Prozessieren und den genauen Inhalten eines Denkens, das sich auf Gesellschaft im Allgemeinen und gesellschaftliche Teilhabe im Speziellen richtet. Eine Beschäftigung damit erscheint lohnenswert, denn während Denken in naturwissenschaftlichen Domänen vergleichsweise ausführlich analysiert wurde, sind psychologische Studien im Feld gesellschaftlichen Denkens weniger häufig angestellt worden. Dabei lassen sich unterschiedliche Teilbereiche der übergeordneten Domäne gesellschaftliches Denken differenzieren, wie etwa politisches, ökonomisches, rechtliches, moralisches und historisches Denken und Urteilen, zu denen psychologische Analysen angestellt werden können und de facto auch – gleichwohl in unterschiedlichem Ausmaß – durchgeführt wurden.

Mit den Stichwörtern „Gesellschaftliches Denken, gesellschaftliches Handeln, gesellschaftliche Teilhabe“ zeichnet sich ein weites, aber auch besonders herausforderndes psychologisches Feld ab, zu dem zum gegenwärtigen Zeitpunkt im Bereich der Grundlagen- und Anwendungsdisziplinen der Psychologie wie im Bereich praktisch-psychologischen Handelns viele Fragen aufzuwerfen bleiben. Dazu gehört auch zu fragen, welche pädagogischen Konsequenzen sich aus einschlägigen entwicklungspsychologischen Arbeiten zum gesellschaftlichen Denken ergeben oder wie sich das komplexe Verhältnis von Entwicklung, Lernen und Lehren sowie Sozialisation im Feld des gesellschaftlichen Denkens eingehender konzeptualisieren lässt.

Mit dem Themenheft ist angestrebt, eine möglichst große Bandbreite unterschiedlicher einschlägiger Beiträge zu berücksichtigen. Willkommen sind theoretische Abhandlungen und empirische Arbeiten ebenso wie methodenbezogene Auseinandersetzungen und Interviews mit Expertinnen und Experten.

Falls Sie Interesse haben, einen Beitrag zu unserem Themenschwerpunkt beizusteuern, bitten wir zu unserer Orientierung um die Zusendung eines Abstracts (max. 2.000 Zeichen) bis zum 28. Februar 2011. – Das fertig gestellte Manuskript sollte bis 15.11.2011 vorliegen. In einem Begutachtungsverfahren wird dann über die endgültige Aufnahme des (ggf. zu überarbeitenden) Beitrags entschieden. Hinweise zur formalen Gestaltung des Texts können den Manuskriptrichtlinien auf www.journal-fuer-psychologie.de entnommen werden.

Ihr Abstract und das Manuskript senden Sie bitte an die beiden Heftverantwortlichen Herausgeber: Carlos Kölbl koelbl@psychologie.uni-hannover.de und Günter Mey guenter.mey@hs-magdeburg.de.

Beiträge jenseits des Themenschwerpunkts sind immer willkommen. Diese senden Sie bitte an redaktion@journal-fuer-psychologie.de.

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