Journal für Psychologie: Call for Papers ›Psycholog_innen prekär‹

Call for Papers ›Psycholog_innen pre­kär‹ (hrsg. von Andrea Bir­bau­mer & Peter Mat­tes) – Aus­ga­be 2/2016 Im Anschluss an eine Tagung, die die Gesell­schaft kri­ti­scher Psy­cho­lo­gen und Psy­cho­lo­gin­nen (Wien) zusam­men mit der AG Kri­ti­sche Sozi­al­psy­cho­lo­gie der Sig­­mund-Freud-Uni­­ver­­­si­­tät Wien ver­an­stal­tet hat, wird das Jour­nal für Psy­cho­lo­gie ein The­men­heft zu Stand­ort­be­stim­mung und Hand­lungs­per­spek­ti­ven von aktu­ell berufs­tä­ti­gen und sich…

Aktuelles, Journal für Psychologie

Verhältnis von APA und Folter

Wir möch­ten hin­sicht­lich des Ver­hält­nis­ses von APA und Fol­ter auf einen Kom­men­tar Ken­neth Hart­man hin­wei­sen, der unter fol­gen­dem Titel in der jun­gen Welt ver­öf­fent­licht wur­de: „Ver­pass­te Gele­gen­heit. Stan­des­or­ga­ni­sa­ti­on der US-Psy­cho­­lo­­gen ver­bie­tet ihren Mit­glie­dern die Betei­li­gung an Ver­hör­me­tho­den. Aus­nah­me: In den Gefäng­nis­sen.” Sie fin­den den Arti­kel unter dem Link: https://www.jungewelt.de/2015/09–07/007.php

Aktuelles

Psychoanalyse/Psychotherapie im gesellschaftlichen Kontext

Wir möch­ten Sie auf das neue Pro­gramm für das 2. Halb­jahr 2015 der Ver­an­stal­tungs­rei­he zwei­er NGfP-Mit­­glie­­der auf­merk­sam machen: Psychoanalyse/Psychotherapie im gesell­schaft­li­chen Kon­text Vor­trags­rei­he zu einer kri­ti­schen Refle­xi­on über die gesell­schaft­li­che Ver­an­ke­rung und Ver­ant­wor­tung von Psychotherapie/Psychoanalyse, über gesell­schaft­li­che Berei­che, die uns als prak­ti­zie­ren­de Psy­cho­the­ra­peu­ten tan­gie­ren. Unse­re nächs­ten Vor­trä­ge im 2. Halb­jahr 2015: Mitt­woch 28.10.2015 Prof. Dr.…

Aktuelles, Veranstaltungen Termine

NGfP-Mitgliederbrief vom 24. Juli 2015 zur weiteren Auseinandersetzung mit der FU Berlin

(Wei­ter unten steht der Brief als pdf zur Ver­fü­gung.) Ber­lin, 24. Juli 2015 Lie­be Mit­glie­der, lie­be Freun­de der NGfP, Unser nächs­ter Kon­gress kann trotz wid­ri­ger Umstän­de nun doch im März nächs­ten Jah­res statt­fin­den. „Migra­ti­on und Ras­sis­mus“ lau­tet das Kon­gress­the­ma. Wie gewohnt tref­fen wir uns Anfang März, genau­er vom 3. Bis 6. März, in Ber­lin, aller­dings…

Aktuelles, Kongresse, NGfP-Stellungnahmen

Torture, Impunity and the American Psychological Association

Wir möch­ten hin­sicht­lich des Ver­hält­nis­ses von APA und Fol­ter auf einen wei­te­ren Kom­men­tar von Amy Good­man und Denis Moy­ni­han hin­wei­sen: ———– It has been almost a year sin­ce Pre­si­dent Barack Oba­ma admit­ted, “in the imme­dia­te after­math of 9/11, we did some things that were wrong. … we tor­tu­red some folks.” The admi­nis­tra­ti­on of Obama’s pre­de­ces­sor,…

Aktuelles

CIA/DoD, Folter, American Psychological Association und der „Hoffman-Report”: Ein Berufsverband als Wegbereiter und Unterstützer des DoD/CIA-Folterprogramms der Regierung Bush, Jr.

Wir möch­ten hier den Kom­men­tar eines unse­rer Refe­ren­tIn­nen des 2011er Kon­gres­ses, Dr. Knuth Mül­ler, zum Zusam­men­hang von APA und Fol­ter ver­öf­fent­li­chen: ———– Nach einem von der Ame­ri­can Psy­cho­lo­gi­cal Asso­cia­ti­on (APA, der welt­größ­te Berufs­ver­band für Psy­cho­lo­gen mit rund 130.000 Mit­glie­dern) in Auf­trag gege­be­nen Berichts zur Eru­ie­rung mög­li­cher Kol­la­bo­ra­ti­on der APA mit mili­­tä­risch-geheim­­di­ens­t­­li­chen Regie­rungs­stel­len zu urtei­len, hat…

Aktuelles

DGPs-Vorstand zu Rolle der APA bei Verhörtechniken des CIA

Wir möch­ten auf eine Email der Prä­si­den­tin der Deut­schen Gesell­schaft für Psy­cho­lo­gie hin­wei­sen, die auch wir begrü­ßen, und ver­öf­fent­li­chen sie hier: ———– Sehr geehr­te Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler der DGPs, die Deut­sche Gesell­schaft für Psy­cho­lo­gie (DGPs) hat mit tie­fer Ent­täu­schung zur Kennt­nis genom­men und bedau­ert sehr, dass die APA die Betei­li­gung von Mit­glie­dern an Fol­ter­pro­gram­men der…

Aktuelles

Beschwerde über die Art der Griechenland-Berichterstattung des ZDF

Wir möch­ten Sie auf eine Beschwer­de über die Art der Grie­chen­­land-Berich­t­er­sta­t­­tung des ZDF von Frau Dr. Mecht­hild Klin­­gen­­burg-Vogel hin­wei­sen, die sie am 10.07.2015 an zuschauerredaktion@zdf.de geschickt hat, und hier ver­öf­fent­li­chen. Frau Klin­­gen­­burg-Vogel ist eine mit der NGfP asso­zi­ier­te Fach­ärz­tin für Psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Medi­zin und Psy­cho­ana­ly­se, sie ist auch Refe­ren­tin auf dem letz­ten Kon­gress der NGfP zum…

Aktuelles

Call for paper: Migration und Rassismus – Politik der Menschenfeindlichkeit gegen Flüchtlinge

Zusam­men mit dem AStA der Frei­en Uni­ver­si­tät Ber­lin plant die NGfP einen Kon­gress mit dem Titel „Migra­ti­on und Ras­sis­mus. Poli­tik der Men­schen­feind­lich­keit gegen Flücht­lin­ge” vom 3. bis 6. März 2016 in Ber­lin. Beach­ten Sie hier­zu bit­te unse­ren Call for paper (Ein­rei­chun­gen bis zum 15.9.2015) Welt­weit sind der­zeit 60 Mil­lio­nen Men­schen auf der Flucht vor Krie­gen,…

Aktuelles

Neue Ausgabe des Journal für Psychologie (1/2015) erschienen

Jour­nal für Psy­cho­lo­gie Jahr­gang 23, Aus­ga­be 1 (2015): „Theo­rie und Pra­xis einer kri­ti­schen Geron­to­lo­gie” (hrsg. von Ire­ne Stras­ser &  Susan­ne Ogris) http://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/issue/view/46 Die vor­lie­gen­de Schwer­punkt­aus­ga­be zu kri­­tisch-geron­­to­­lo­­gi­­schen Ansät­zen will einen kri­ti­schen und inter­dis­zi­pli­nä­ren, vom Main­stream geron­to­lo­gi­scher und ger­ia­tri­scher Betrach­tungs­wei­sen abwei­chen­den Blick auf das The­ma Alter(n), die damit ver­bun­de­nen (Selbst‑)Zuschreibungen, gesell­schaft­li­chen Hal­tun­gen und die Hal­tun­gen der…

Aktuelles

Georg Rammer: Gegen-Militarisierung

(erschie­nen in der Zeit­schrift Ossietz­ky, Heft 8/15) Psy­cho­lo­gie befaßt sich mit dem Innen­le­ben, Sozio­lo­gie mit den äuße­ren Umstän­den; Poli­tik ist dann die prak­ti­sche Anwen­dung im Diens­te von Inter­es­sen und Macht. Eine über­hol­te Sicht – oder? Wäh­rend Psy­cho­lo­gen und ihre Berufs­ver­bän­de ange­sichts des wach­sen­den Hee­res von Bedürf­ti­gen dafür kämp­fen, ein Stück vom Kuchen auf dem Markt der…

Aktuelles

Artikel zum NGfP-Kongress „Krieg um die Köpfe”

Wir möch­ten Sie auf ver­schie­de­ne Arti­kel hin­wei­sen, die sich mit dem NGfP-Kon­­­gress „Krieg um die Köp­fe” im März 2015 aus­ein­an­der­set­zen: TAZ vom 28.05.2015: „Trau­ma­ti­sier­te Sol­da­ten: Panik­at­ta­cken und Depres­sio­nen. Aus dem Aus­lands­ein­satz zurück­keh­ren­de Sol­da­ten lei­den oft an Belas­tun­gen. Psy­cho­lo­gen kri­ti­sie­ren die Instru­men­ta­li­sie­rung durch das Mili­tär.” von Dag­mar Sche­di­wy: http://www.taz.de/Traumatisierte-Soldaten/!5200704/ Ossietz­ky (Heft 8/15): „Gegen-Mili­­ta­ri­­sie­rung” von Georg Ram­mer: http://ngfp.de/?p=1704…

Aktuelles

Brief der TeilnehmerInnen des NGfP-Kongresses 2015

Wir möch­ten auf der Web­site einen Brief ver­öf­fent­li­chen, den Teil­neh­me­rIn­nen des NGfP-Kon­­­gres­­ses am Sams­tag, den 7. März 2015, auf­ge­setzt und unter­schrie­ben haben. (Gegen­über dem Ori­gi­nal wur­den die Adres­sen ent­fernt und das Lay­out der Blog-Form ange­passt.) ——– Ber­lin, 7. März 2015 An das Prä­si­di­um der FU nach­richt­lich: – Dekan des Fach­be­reichs Erzie­hungs­wis­sen­schaft – Stu­die­ren­den­ver­tre­tun­gen – Senat…

Aktuelles

Psychoanalyse/Psychotherapie im gesellschaftlichen Kontext

Wir möch­ten Sie auf die Ver­an­stal­tungs­rei­he zwei­er Mit­glie­der der NGfP auf­merk­sam machen: Psychoanalyse/Psychotherapie im gesell­schaft­li­chen Kon­text Vor­trags­rei­he zu einer kri­ti­schen Refle­xi­on über die gesell­schaft­li­che Ver­an­ke­rung und Ver­ant­wor­tung von Psychotherapie/Psychoanalyse, über gesell­schaft­li­che Berei­che, die uns als prak­ti­zie­ren­de Psy­cho­the­ra­peu­ten tan­gie­ren. Unse­re nächs­ten Vor­trä­ge im 1. Halb­jahr 2015: Mitt­woch 25.3.2015 PD Dr. Wer­ner Köpp Gesell­schaft­li­che Aspek­te nar­ziss­ti­scher Stö­run­gen…

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Krieg um die Köpfe – Kongress der neuen Gesellschaft für Psychologie vom 5. – 8. März 2015 in Berlin

Krieg um die Köp­fe – Der Dis­kurs der »Ver­ant­wor­tungs­über­nah­me« Kon­gress der neu­en Gesell­schaft für Psy­cho­lo­gie vom 5. – 8. März 2015 in Ber­lin Das aktua­li­sier­te Pro­gramm mit Lage­plä­nen der Räu­me und orga­ni­sa­to­ri­schen Hin­wei­sen auf der letz­ten Sei­te fin­den Sie hier: NGfP_2015_Krieg_um_die Koepfe_Programm_neu.pdf Den aktu­el­len Fly­er fin­den Sie hier: NGfP_KudK_Flyer.pdf Am 7.und 8. März 2014 fand das Sym­po­si­um der Neu­en…

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Journal für Psychologie, Ausgabe 2 (2014): Reflexivität in der Beratung

Wir freu­en uns auf die neue Aus­ga­be des Jour­nal für Psy­cho­lo­gie hin­zu­wei­sen: Jour­nal für Psy­cho­lo­gie Jahr­gang 22, Aus­ga­be 2 (2014): Refle­xi­vi­tät in der Bera­tung (hrsg. von Hans-Jür­­gen Seel & Ralph Sich­ler) http://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/issue/view/45 In einer zuneh­mend aus­dif­fe­ren­zier­ten Gesell­schaft tre­ten ver­mehrt und ver­stärkt Fra­gen, Auf­ga­ben und Pro­ble­me in Erschei­nung, die das Indi­vi­du­um, die Fami­lie sowie Grup­pen und…

Aktuelles

10. Mitteldeutsche Psychiatrietage 2015

Wir möch­ten auf die 10. Mit­tel­deut­sche Psych­ia­trie­ta­ge 2015 hin­wei­sen:

Home­page:
www.mdp-kongress.de 

Ver­an­stal­tungs­da­tum:
04. – 05. Sep­tem­ber 2015 in Leip­zig

Ver­an­stal­tungs­ort:
KUBUS Leip­zig
Per­mo­ser­stra­ße 15
04318 Leip­zig

Ver­an­stal­ter:
Kli­nik und Poli­kli­nik für Psych­ia­trie und Psy­cho­the­ra­pie

Tagungs­lei­tung:
Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl
Prof. Dr. Huber­tus Him­me­rich

Kli­nik und Poli­kli­nik für Psych­ia­trie und Psy­cho­the­ra­pie
Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Leip­zig

Abs­tractein­rei­chung:
Die Dead­line für die Abs­tractein­rei­chung endet am 30.04.2015.
Ange­nom­me­ne Abs­tracts wer­den als Freie Vor­trä­ge oder Pos­ter in das Pro­gramm inte­griert.

Aktuelles, Veranstaltungen Termine

Kein Ende des Schreckens?

Wir möch­ten auf die Tagung Kein Ende des Schre­ckens? Trans­ge­ne­ra­tio­na­le Trau­ma­ti­sie­rung – Per­spek­ti­ven der Opfer, Per­spek­ti­ven der Täter Eine Tagung des Ver­eins Aspis – For­­schungs- und Bera­tungs­zen­trum für Opfer von Gewalt und der Abtei­lung für Sozi­al­psy­cho­lo­gie der Alpen-Adria-Uni­­ver­­­si­­tät Kla­gen­furt hin­wei­sen. Das Pro­gramm fin­den Sie hier!

Aktuelles

Call for Papers „Elternschaft als relationale Praxis” – Journal für Psychologie

Call for Papers „Eltern­schaft als rela­tio­na­le Pra­xis” (hrsg. von Anna Sie­ben / Gün­ter Mey) ˆ Aus­ga­be 1/2016 Mit dem Slo­gan „Eltern­schaft als Opti­on” wird dar­auf auf­merk­sam gemacht, dass sich heu­te vie­le Men­schen nicht nur bewusst für oder gegen Kin­der ent­schei­den kön­nen, son­dern unzäh­li­ge Ent­schei­dun­gen tref­fen (müs­sen): vom Ein­satz prä­na­ta­ler Dia­gno­se­ver­fah­ren, der Wahl des Geburts­or­tes, über…

Aktuelles, Journal für Psychologie

Journal für Psychologie – Call for Papers: Big Data

Jour­nal fuer Psy­cho­lo­gie – Call for Papers: Big Data
(hrsg. von Mar­tin Dege)
[Eng­lish below]
Big Data hat seit dem Auf­kom­men des Kon­zepts zu Beginn die­ses Jahr­zehnts zuneh­mend an Bedeu­tung gewon­nen. Ursprueng­lich wur­den damit Daten­saet­ze bezeich­net, die schlicht zu grossŸ waren, sich zu schnell ver­aen­der­ten, oder einen zu hohen Kom­ple­xi­taets­grad auf­wie­sen als dass sie mit tra­di­tio­nel­le­ren Metho­den der Daten­ana­ly­se aus­ge­wer­tet wer­den konn­ten. Auf Grund der ein­fa­che­ren Ver­fueg­bar­keit von Rechen­power, sei es durch leis­tungs­staer­ke­re Com­pu­ter oder Anbie­tern von Cloud-Diens­ten sind Big Data Ana­ly­sen jedoch sehr schnell einem brei­te­ren Anwen­der­kreis zugaeng­lich gewor­den. Man den­ke neben GrossŸkonzernen etwa an Unter­neh­mens­be­ra­tun­gen, mit­tel­staen­di­sche Unter­neh­men, For­schungs­ein­rich­tun­gen und nicht zuletzt auch der durch­schnitt­li­che User ver­schie­dens­ter Smart­phone­diens­te, die etwa per­soen­li­che Vital­da­ten aus­wer­ten. Die­se Popu­la­ri­sie­rung spie­gelt sich auch in der Ver­ga­be von For­schungs­gel­dern und damit einem zuneh­men­den Ein­fluss auf aka­de­mi­sche For­schung selbst wider. Gleich­wohl es bei Big Data zunaechst um neue Quan­ti­tae­ten geht, signa­li­siert das Big in der Bezei­gung zugleich auch einen qua­li­ta­ti­ven Unter­schied zu tra­di­tio­nel­len For­men der Daten­er­he­bung und ‑ana­ly­se. Eine neue Qua­li­taet, die haeu­fig als die drei Vs bezeich­net wird: Volu­men als Aus­druck der extrem gestei­ger­ten Quan­ti­taet erho­be­nen Daten, Geschwin­dig­keit (velo­ci­ty) als Mass fuer die Fre­quenz kon­ti­nu­ier­lich neu gene­rier­ter Daten, sowie Viel­falt als Sym­bol fuer die Diver­si­fi­zie­rung unter­schied­lichs­ter, den­noch mit­ein­an­der in Ver­bin­dung zu brin­gen­der Daten­saet­ze. Die Kom­bi­na­ti­on die­ser drei Vs mit einer ange­wach­se­nen, von Algo­rith­men gesteu­er­ten Rechen­power ist es nun, die nicht nur ein Mehr an Daten ver­spricht, son­dern eine neue Qua­li­taet von Wis­sen: genaue­re Beschrei­bung und Vor­her­sa­ge; gene­rie­ren von Wis­sen ueber zuvor unzu­gaeng­li­che Berei­che, sei es auf Grund feh­len­der Tech­no­lo­gie oder feh­len­dem Zugang; sowie schliessŸlich ein bes­se­res Ver­staend­nis der Zusam­men­haen­ge ver­schie­de­ner Berei­che des sozia­len Lebens die durch den Blick auf Daten unmit­tel­bar zugaeng­lich wer­den und so ver­meint­lich unge­naue Theo­rien inner­halb der Sozi­al­wis­sen­schaf­ten ueber­flues­sig machen.
So viel­ver­spre­chend dies auch immer klin­gen mag, erfaehrt das Kon­zept den­noch Kri­tik aus ver­schie­dens­ten Berei­chen: Schliess­lich exis­tiert die ratio­na­lis­ti­sche Fan­ta­sie einer „€œwah­ren”€ Beschrei­bung der sozia­len Welt, sobald man nur genue­gend Daten vor­lie­gen hat wohl min­des­tens so lang wie es insti­tu­tio­na­li­sier­te For­schung gibt. Aus die­ser Sicht betrach­tet wae­re Big Data wohl nicht viel mehr als eine wei­te­re Posi­ti­vis­mus­wel­le, die gera­de ueber die Wis­sen­schaft her­ein­bre­chen zu scheint. Eben­so las­sen sich der­ar­ti­ge Fan­ta­sien sozia­ler Steue­rung durch genaue Kennt­nis von Daten bis in die Tech­no­kra­tie­be­we­gun­gen zu Beginn des 20. Jahr­hun­derts zurueck­ver­fol­gen. Nicht zuletzt wird eben­so hau­ufig der Anspruch auf Neu­tra­li­taet inner­halb der Big Data Debat­te einem kri­ti­schen Blick unter­zo­gen. Kon­kre­te (poli­ti­sche) Ent­schei­dun­gen bestimm­te Daten zu erhe­ben und damit dann auch das jewei­li­ge Ergeb­nis frei­lich zumin­dest zu beein­flus­sen blei­ben aus­sen vor. SchliessŸt man sich die­sen Kri­ti­ken an, erscheint Big Data nicht mehr so sehr als ein naechs­ter Schritt in der For­schung der die Not­wen­dig­keit von Theo­rien ueber Sozi­al­ver­hal­ten ent­spre­chend redu­ziert, son­dern viel­mehr selbst als eine Theo­rie.
Das Jour­nal fuer Psy­cho­lo­gie bit­tet um die Ueber­mitt­lung von Manu­skrip­ten zum The­ma Big Data. Ziel des zu kon­zi­pie­ren­den The­men­hef­tes ist es dem Kon­zept Big Data etwas von sei­ner Unschaer­fe zu neh­men, sein Poten­zi­al sowie sei­ne Gefah­ren zu ana­ly­sie­ren, nach sei­ner Posi­ti­on im exis­tie­ren Kor­pus der sozi­al­wis­sen­schaft­li­chen Theo­rien und Metho­den zu fra­gen um schliessŸlich die poli­ti­sche Bedeu­tung des Erstar­kens eines sol­chen Ansat­zes einer kri­ti­schen Ana­ly­se zu zie­hen.

Neben ande­ren Fra­gen koen­nen sich poten­zi­el­le Bei­trae­ge mit fol­gen­den The­men befas­sen:
* Wem soll­ten Daten gehoe­ren; beson­ders im Zeit­al­ter von Big Data?
* Was bedeu­tet Big Data fuer zukunf­ti­ge For­schungs­pro­jek­te? Was sind die Vor- und Nach­tei­le einer Anwen­dung grossŸer und flui­der Daten­saet­ze?
* Auf wel­ches theo­re­ti­sche Grund­ge­ruest stellt sich Big Data? Was sind die his­to­ri­schen Wur­zeln?
* Was sind die poli­ti­schen, oeko­no­mi­schen und sozia­len Vor­be­din­gun­gen, die Big Data Ana­ly­sen moeg­lich machen?
* Unter wel­chen Umstaen­den kann es zu einem Miss­brauch von Big Data kom­men; etwa zu sozia­ler Kon­trol­le?
* Wie kann man bei Big Data For­men von Bias in der Daten­er­he­bung iden­ti­fi­zie­ren und gege­be­nen­falls ent­ge­gen­wir­ken?
* Wie wird die Theo­rie­bil­dung inner­halb der Sozi­al­wis­sen­schaf­ten von Big Data beein­flusst?
* Inwie­weit wird durch Big Data die Rol­le des Forschers/der For­sche­rin ver­aen­dert?
* Was ist das Ver­haelt­nis von Big Data und ethi­schem Ver­hal­ten?

Falls Sie sich mit einem Manu­skript an die­sem Schwer­punkt­heft betei­li­gen wol­len, sen­den Sie bit­te zu unse­rer Ori­en­tie­rung bis 28.2.2015 ein Abs­tract (max. 1 Sei­te) an:

martin.dege@uni.kn

Sie erhal­ten zu Ihrem Abs­tract ein umge­hen­des Feed­back. AnschliessŸend an die Ein­rei­chung Ihres Bei­tra­ges star­tet das Begut­ach­tungs­ver­fah­ren (peer review).

Auch Manu­skrip­te jen­seits des The­men­schwer­punkts sind immer will­kom­men. Die­se rei­chen Sie bit­te direkt ueber das Por­tal auf unse­rer Web­site www.journal-fuer-psychologie.de ein.

For the Eng­lish Ver­si­on click „wei­ter­le­sen”!

Aktuelles

Stimmen werden lauter

Wir möch­ten Sie auf fol­gen­den Arti­kel hin­wei­sen: Stim­men wer­den lau­ter Theo Wentzke zeigt in sei­nem Bei­trag im neu­en Heft der poli­ti­schen Vier­tel­jah­res­zeit­schrift Gegen­stand­punkt: Die USA und EU füh­ren gegen Russ­land einen Krieg mit öko­no­mi­schen Mit­teln. Aller­dings las­se sich Ruß­land von den Sank­tio­nen, die sein Kre­dit­we­sen schä­di­gen und sei­ne Wäh­rung schwä­chen, nicht zum Nach­ge­ben nöti­gen. Des­halb wer­den…

Aktuelles

Gesellschaft für Psychohistorie und Politische Psychologie (GPPP)

Wir möch­ten auf die Gesell­schaft für Psy­cho­his­to­rie und Poli­ti­sche Psy­cho­lo­gie (GPPP) (http://www.psychohistorie.de/) hin­wei­sen. Sie beschäf­tigt sich mit The­men, die auch im Rah­men der NGfP immer wie­der dis­ku­tiert wer­den. Aktu­el­ler Anlass für die­sen Hin­weis ist ein Erfah­rungs­be­richt über die Jah­res­ta­gung der GPPP vom 4. bis 6. April 2014 in St. Peter-Ording, den Franz Witsch geschrie­ben hat und der hier…

Aktuelles

„Polyamory” – Neues Themenheft des Journals für Psychologie

Lie­be Kol­le­gin­nen, lie­be Kol­le­gen,
wir möch­ten Sie auf das Erschei­nen vom The­men­heft 1/2014 „Poly­amo­ry” des Jour­nal für Psy­cho­lo­gie hin­wei­sen.
Die Aus­ga­be ist Open Access abruf­bar unter:
–> http://www.journal-fuer-psychologie.de/
(direkt-URL: http://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/issue/view/40)

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** HEFT 1/2014: Poly­amo­ry
(hrsg. Mar­tin Dege / Peter Mat­tes)

Poly­amo­ry: ein Lebens- und Lie­bes­stil des Ver­bind­li­chen aber nicht aus­schlies­send Fest­le­gen­den, eine Lebens­form, in der meh­re­re Men­schen sich gegen­sei­tig attra­hie­ren, begeh­ren, sich zusam­men­fin­den und über mehr oder weni­ger lan­ge Zeit zusam­men blei­ben – jen­seits tem­po­rä­rer oder lebens­lan­ger Zwei­er­be­zie­hun­gen. Tra­di­tio­nell nicht wenig prak­ti­ziert und neu­er­dings offen dis­ku­tiert vor allem in urba­nen Milieus Euro­pas und Nord­ame­ri­kas, hat sie bis­her so gut wie kei­ne Beach­tung in den sozi­al- und psy­cho­wis­sen­schaft­li­chen Dis­kur­sen gefun­den; das Jour­nal für Psy­cho­lo­gie bie­tet hier eine The­men­er­oeff­nung an. Die Autoren und Autorin­nen der teils dar­stel­len­den, teils reflek­tie­rend-ana­ly­sie­ren­den Bei­trä­ge stam­men aus dem deutsch­spra­chi­gen Raum, aus Est­land und aus Nord­ame­ri­ka, sie und die Her­aus­ge­ber „sehen in poly­amo­rer Pra­xis nicht nur einen erwei­ter­ten Moeg­lich­keits­raum des Begeh­rens und der Gesel­lung, son­dern auch die Chan­ce der Dekon­struk­ti­on unter­wer­fen­der Nor­mie­rungs­pra­xen und ihrer Dis­po­si­ti­ve” (aus dem Edi­to­ri­al).

Aktuelles

Positionspapier der PsyFaKo zur aktuellen Prüfungssituation im Psychologiestudium

Wir möch­ten Sie auf das Posi­ti­ons­pa­pier der Psy­cho­­lo­­gie-Fach­­schaf­­ten-Kon­­­fe­­renz (kurz Psy­Fa­Ko, Nähe­res zu die­sem Zusam­men­schluss unter http://www.psyfako.de/) zur aktu­el­len Prü­fungs­si­tua­ti­on im Psy­cho­lo­gie­stu­di­um hin­wei­sen. Wir begrü­ßen aus­drück­lich, dass sich die Stu­die­ren­den orga­ni­sie­ren und in die Dis­kus­si­on um For­men und Inhal­te des Psy­cho­lo­gie­stu­di­ums ein­brin­gen. Expli­zit unter­stüt­zen wir hin­sicht­lich des Posi­ti­ons­pa­piers die For­de­rung nach viel­fäl­ti­gen Prü­fungs­mög­lich­kei­ten und die Ableh­nung des „Buli­­mie-Ler­­nens”.…

Aktuelles

Symposium 2014 / Kongress 2015 zum Thema Krieg und Frieden

Am 7. und 8. März 2014 fand das Sym­po­si­um „Trom­meln für den Krieg” der NGfP an der Frei­en Uni­ver­si­tät Ber­lin mit unge­fähr 100 Teil­neh­me­rIn­nen statt. Eini­ge Refe­ren­tIn­nen haben uns dan­kens­wer­ter Wei­se Ihre Vor­trags­skrip­te zur Ver­fü­gung gestellt. Wir möch­ten sie ger­ne auf unse­rer Web­site ver­öf­fent­li­chen, damit sie einen Ein­blick in das Sym­po­si­um und einen Vor­ge­schmack auf…

Aktuelles

Offener Brief an den Präsidenten der Bundespsychotherapeutenkammer

Ber­lin, Ostern 2014 An den Prä­si­den­ten der Bun­des­psy­cho­the­ra­peu­ten­kam­mer Prof. Dr. Rai­ner Rich­ter Klos­ter­str 64 10179 Ber­lin Offe­ner Brief Sehr geehr­ter Herr Rich­ter, die Neue Gesell­schaft für Psy­cho­lo­gie (NGfP) hat sich am 09. März 2014 in einer Stel­lung­nah­me gegen die Zusam­men­ar­beit der Bun­des­psy­cho­the­ra­peu­ten­kam­mer (BPtK) mit der Bun­des­wehr und dem Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um gewandt. In Ihrer Ant­wort auf unse­re…

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