Einwände missachtet – Asylpaket II: Regierung verweigert psychisch kranken Flüchtlingen eine Behandlung

Wir möchten Sie auf folgenden Artikel hinweisen, der im Vorfeld des Kongresses veröffentlicht wurde:

Erschienen in der “Jungen Welt” am 25. Februar 2016: https://www.jungewelt.de/2016/02-25/013.php

Einwände missachtet

Asylpaket II: Regierung verweigert psychisch kranken Flüchtlingen eine Behandlung

von Christa Schaffmann

Der Gesetzentwurf für das Asylpaket II steht vor seiner Verabschiedung im Parlament. Einwände von Experten wurden schlicht missachtet. Sie fielen dem erklärten Ziel zum Opfer, so viele Flüchtlinge wie möglich so rasch wie möglich abschieben zu können. Dem vorliegenden Gesetzentwurf zufolge ist die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) keine „schwerwiegende Erkrankung“. Für die Diplompsychologin und Psychotherapeutin Michaela M. Müller, die in ihrer Münchner Praxis zu 80 Prozent Migranten behandelt,ist das ein Skandal. Sie kann nicht verstehen, wieso dieselbe Regierung, die für ihre bei Auslandseinsätzen traumatisierten und später erkrankten Soldaten eine Sondervereinbarung zwischen Bundeswehr und BPtK angestrengt hat, um eine gute, zeitnahe Behandlung zu ermöglichen, die gleiche Erkrankung bei Flüchtlingen für nicht schwerwiegend hält. Ertragen Flüchtlinge PTBS besser oder hält man sie womöglich für weniger wert – für Menschen zweiter Klasse? Müller kritisiert auch die im Gesetzentwurf vorgesehene Regelung, nach der Flüchtlinge binnen einer Woche alle Untersuchungen absolviert und Gutachten eingeholt haben sollen, die eine mögliche psychische Erkrankung belegen. „Das ist unmöglich. Viele Flüchtlinge haben Symptome, die sie aber nicht zuordnen können, auch, weil sie in der eigenen Sprache keinen Namen für diese Krankheit kennen.“ Auch die seit langem geltenden Standards für eine qualifizierte Diagnostik sowie der Aufwand für die Erstellung von Gutachten machen den Zeitplan der Regierung völlig illusorisch. Vielleicht soll er das ja sein und damit den Weg zur raschen Abschiebung frei machen. Genau wie die im Gesetzentwurf erhobene Behauptung, PTBS sei nur schwer überprüfbar und nicht sicher diagnostizierbar. „In Wahrheit“, so Michaela M. Müller, „gibt es genaue Diagnosekriterien seit langer Zeit! Und Fachleute sind sehr wohl zu einer solchen Diagnose in der Lage; allerdings nicht im Eilverfahren.“

Kraft schöpft die Psychotherapeutin aus den Erfolgen ihrer Arbeit. Die Freude darüber wird im therapeutischen Alltag oft überschattet von dem Wissen, dass Heilung für eine ganze Reihe von Patienten schon heute Abschiebung bedeutet. Die Behörden warten nur darauf, dass jemand „reisefähig“ geschrieben und in vielen Fällen so einem erneuten Trauma ausgesetzt wird. Eine unsägliche Situation nennt Michaela Müller diesen Umstand. Für viele psychisch Kranken wird es in Zukunft durch das Asylpaket II aber erst gar keine Behandlung mehr geben. Ein schwer traumatisierter ehemaliger Kindersoldat, den sie insgesamt drei Jahre behandelte, wird dann keine Chance mehr haben. „Jahrelang war er unter Zwang und manchmal unter Drogen an schrecklichen Verbrechen beteiligt oder musste dabei zuschauen. Man zwang ihn und andere Kinder, nachts frische Leichen auf dem Friedhof auszugraben und ihnen zu ‚Schulungszwecken‘ die Bäuche aufzuschlitzen.“ Inzwischen hat er eine Partnerin, ist Vater eines kleinen Jungen, hat Deutsch gelernt und beginnt demnächst eine Lehre. – Nach dem neuen Gesetz ist das, woran er litt, keine schwere Erkrankung mehr und ließe eine rasche Abschiebung zu.

Michaela M. Müller wird ihre Arbeit in einem Vortrag auf dem Kongress „Migration und Rassismus“ vorstellen.

 

 

Artikel zum Kongress “Migration und Rassismus” der NGfP vom 3. bis 6. März 2016

Wir möchten Sie auf verschiedene Artikel hinweisen, die im Vorfeld des Kongresses entstanden sind:

Unverstandenes Leid – Unbegleitete Kinder und Jugendliche am Ziel einer langen Flucht
http://www.schattenblick.de/infopool/sozial/report/sorb0034.html

Bitterernste Rollenspiele – Flüchtlinge in der Situation von Prüflingen, Unterhaltern und politischen Akteuren
http://www.schattenblick.de/infopool/sozial/report/sorb0035.html

Gewalt ist nicht gleich Gewalt – “Hate Crime” und die daraus erwachsenden schweren langanhaltenden Belastungssymptome
http://www.schattenblick.de/infopool/sozial/report/sori0037.html

Die Artikel können Sie auch in der PDF-Schattenblick-Druckausgabe finden unter:
http://www.schattenblick.de/da/2016/02/sb_160227_schattenblick_druckausgabe.pdf

Psychoanalyse/Psychotherapie im gesellschaftlichen Kontext

Wir möchten Sie auf das neue Programm für das 1. Halbjahr 2016 der Veranstaltungsreihe zweier NGfP-Mitglieder aufmerksam machen:

Psychoanalyse/Psychotherapie im gesellschaftlichen Kontext

Vortragsreihe zu einer kritischen Reflexion über die gesellschaftliche Verankerung und Verantwortung von Psychotherapie/Psychoanalyse, über gesellschaftliche Bereiche, die uns als praktizierende Psychotherapeuten tangieren.

Unsere nächsten Vorträge im 1. Halbjahr 2016:

Mittwoch 06.04.2016

PD Dr. Christoph Seidler
Soldatenmatrix.
Wie der Krieg Empathie, Schuld- und Schamgefühle korrumpiert.
Mittwoch 25.05.2016

Dr. Dieter Lehmkuhl
Is psychiatry for sale?
Zum Einfluss der pharmazeutischen Industrie auf die Psychiatrie als Wissenschaft und Praxis.
Mittwoch 15.06.2016

Prof. Dr. Karl-Josef Pazzini
Il n`y a pas de rapport sexuel (Lacan).
Zum gesellschaftlichen Funktionswandel der Pornographie.
Mittwoch 29.06.2016

Prof. Dr. Martin Kronauer
Diskurs über Armut.
Arme im politischen Diskurs. Abgrenzung, Aktivierung, Erziehung, Bestrafung.

 

Ort: Fundus Buchhandlung Knesebeckstr. 20 (nahe Savigny-Platz)

Zeit: 20.15 Uhr

Dr. Almuth Bruder-Bezzel Almuth-Bruder-Bezzel(at)gmx.de und
Dr. Uwe Langendorf uldf(at)gmx.de

 

“Migration und Rassismus. Polititk der Menschenfeindlichkeit” – Kongress der NGfP im März 2016

„Migration und Rassismus. Politik der Menschenfeindlichkeit“

Kongress der Neuen Gesellschaft für Psychologie
und des AStA der Freien Universität Berlin
vom 3. bis 6. März 2016
mit Unterstützung und in den Räumen der Rosa-Luxemburg Stiftung in Berlin

Wir sehen Bilder von überfüllten und sinkenden Booten auf dem Mittelmeer, Bilder vom Elend der Menschen an Grenzzäunen, von provisorischen Massenquartieren. Die Menschen emigrieren oder müssen fliehen und überall wird über ihr Schicksal debattiert. Die Ursachen der Wanderungsbewegungen werden immer wieder ausgeblendet. Zu sehr sind diese mit den kapitalistischen Interessen des Westens verknüpft. In Deutschland bekommen rassistische Bewegungen neuen Auftrieb. Die Zahl gewalttätiger Aktionen gegen MigrantInnen und Geflüchtete ist erschreckend angestiegen. Gleichzeitig sind immer größere Teile der Bevölkerung nicht mehr bereit diese Menschenverachtung hinzunehmen. Der diesjährige Kongress der Neuen Gesellschaft für Psychologie (NGfP) nähert sich diesem Spannungsfeld von „Migration und Rassismus“. Hier werden die Fluchtgründe beleuchtet wie auch die Umstände, die bei der Ankunft in Deutschland herrschen, die damit verbundene Solidaritätsbewegung sowie Konzepte, wie Traumatisierten geholfen werden kann. Ebenso geht es um die Hintergründe der derzeitigen „Politik der Menschenfeindlichkeit“ gegen Schutz- und Asylysuchende, die Kolonisierung als Wurzel aktueller Geschehnisse, Formen der Diskriminierung und gegenwärtigen Rassismus.

Das aktuelle Programm mit den Informationen zur Anmeldung: NGfP2016_MuR_Programm.pdf

“Migration und Rassismus. Polititk der Menschenfeindlichkeit” – Kongress der NGfP in 2016

Wir freuen uns, Ihnen das vorläufige Programm für den Kongress

“Migration und Rassismus. Polititk der Menschenfeindlichkeit”

der Neuen Gesellschaft für Psychologie und des AStA der Freien Universität Berlin
mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung vom 3. bis 6. März 2016 in Berlin

im Rahmen eines kleinen Ankündigungsflyer vorstellen zu können:

MuR_Ankuendigungsflyer_21122015.pdf

Ein Programm mit Abstracts und weiteren Informationen wird folgen.

Psychoanalyse/Psychotherapie im gesellschaftlichen Kontext

Wir möchten Sie auf das neue Programm für das 2. Halbjahr 2015 der Veranstaltungsreihe zweier NGfP-Mitglieder aufmerksam machen:

Psychoanalyse/Psychotherapie im gesellschaftlichen Kontext

Vortragsreihe zu einer kritischen Reflexion über die gesellschaftliche Verankerung und Verantwortung von Psychotherapie/Psychoanalyse, über gesellschaftliche Bereiche, die uns als praktizierende Psychotherapeuten tangieren.

Unsere nächsten Vorträge im 2. Halbjahr 2015:

Mittwoch 28.10.2015
Prof. Dr. Josef Berghold
Politische und psychologische Widerstände gegen ein Ernstnehmen der Klimakatastrophe

Mittwoch 11.11.2015
Prof. Dr. Karl Josef Pazzini
Über die Ähnlichkeit von Kapitalprozess und Psychoanalyse
Erwägungen aus der Klinik

Mittwoch 2.12.2015
Dr. Knuth Müller
Psychoanalytiker und die »US-Intelligence Community« II
Zur Geschichte einer unerwarteten Liaison am Beispiel der Jahre 1945 bis 1963

Mittwoch 9.12.2015
Dr. Renate Haas
Abspaltungen als Blockaden in der interkulturellen Kommunikation

Ort: Fundus Buchhandlung Knesebeckstr. 20 (nahe Savigny-Platz)

Zeit: 20.15 Uhr

Dr. Almuth Bruder-Bezzel Almuth-Bruder-Bezzel(at)gmx.de und
Dr. Uwe Langendorf uldf(at)gmx.de

NGfP-Mitgliederbrief vom 24. Juli 2015 zur weiteren Auseinandersetzung mit der FU Berlin

(Weiter unten steht der Brief als pdf zur Verfügung.)

Berlin, 24. Juli 2015

Liebe Mitglieder, liebe Freunde der NGfP,

Unser nächster Kongress kann trotz widriger Umstände nun doch im März nächsten Jahres stattfinden. „Migration und Rassismus“ lautet das Kongressthema. Wie gewohnt treffen wir uns Anfang März, genauer vom 3. Bis 6. März, in Berlin, allerdings nicht wie bisher in der Freien Universität. Allen Protesten zum Trotz verlangt die FU von uns auch für den nächsten Kongress gut 6.000 Euro für Miete und Technik. Miete an die FU wollen wir aus politischen Gründen nicht zahlen und solche Summen können wir finanziell auf Dauer auch nicht für die Räumlichkeiten unserer Veranstaltungen aufbringen.
Der Vorstand hat allerdings eine günstige Alternative gefunden. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung hat uns eingeladen, den nächsten Kongress in Ihren Räumen auszurichten. Sie bietet uns ihre Räumlichkeiten kostenlos an. Wir haben im Einladungsflyer zu erwähnen, dass der Kongress von der Stiftung unterstützt wird. Es bleibt ein alleiniger Kongress der NGfP, die weiterhin frei über Inhalte und Ablauf während der drei Tage bestimmt. Ein parteipolitisches Bekenntnis ist mit dem Wechsel der Räumlichkeiten somit nicht verbunden und wird von unserem Gastgeber auch keineswegs verlangt. Klar ist dabei auch, dass die Stiftung uns hilft, weil sie geplanten Kongress zu „Migration und Rassismus“ thematisch für unterstützungswert hält.
Der Vorstand hat kontrovers über einen möglichen Ortswechsel diskutiert. Dabei sprach vor allem der Anspruch der NGfP, die Wissenschaft Psychologie politisch zu wenden und Studierende für diese Haltung zu gewinnen, gegen einen Kongress außerhalb der Universität. Allerdings hätten wir bei einem Verbleib in der FU akzeptieren müssen, dass die Universitätsleitung für kritische Wissenschaft dort längst keinen Platz mehr sieht. Wir hätten Miete zahlen müssen wie viele Verbände, die ein Wochenende lang FU-Räume nutzen. Auch in der Hoffnung, dass sich das studentische Milieu Berlins mittlerweile weit mehr in Mitte, Neukölln oder Friedrichshain zuhause fühlt, als in Dahlem, hat sich der Vorstand dann entschieden, dass großzügige und freundliche Angebot der Rosa-Luxemburg-Stiftung anzunehmen, die schließlich in Berlin-Friedrichshain unweit des Ostbahnhofs beheimatet ist.
Leider heißt das nun auch, dass unsere Proteste gegen die Gebühr von 6.000 Euro, die wir ja schon beim letzten Kongress der Freie Universität zahlen mussten, letztlich erfolgslos geblieben sind. Zur Erinnerung: Die TeilnehmerInnen unseres letzten Kongresses hatten und einen Protestbrief an das Präsidium der FU geschrieben, mit der Bitte, die Mietforderungen zurückzunehmen:
„Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben mit großem Befremden vernommen, dass das Präsidium der FU dieser Veranstaltung, der inzwischen 7. der jährlichen Tagungen der NGfP, erstmalig den Status als Lehrveranstaltung und damit die kostenlose Nutzung der Räumlichkeiten der FU verweigert hat.
Erfreulicherweise sind rund die Hälfte der mehr als 150 TeilnehmerInnen der Veranstaltung Studierende, die aufgrund der – trotz dieser finanziellen Mehrbelastung – für sie besonders günstig gehaltenen Tagungsbeiträge die Gelegenheit eines erweiterten Lehrangebots wahrgenommen haben. Gerade sie hatten großes Interesse an der in ihren offiziellen Lehrveranstaltungen unterrepräsentierten Beziehung zwischen psychischen Phänomenen und gesellschaftlichen Bedingungen und wollen sich zukünftig noch aktiver in die Tagungen der NGfP einbringen. Durch das hochkarätige Programm der diesjährigen Tagung hatten die Studierenden darüber hinaus die Gelegenheit, eine große Zahl nationaler und internationaler VertreterInnen unterschiedlicher theoretischer Konzeptionen kennen zu lernen.
Alle TagungsteilnehmerInnen haben mit großem Dank und Anerkennung das hohe Niveau sowohl der Vorträge und Arbeitsgruppen als auch der Diskussionen dieser ausgezeichneten, interdisziplinären und internationalen Tagung gewürdigt. […]
Sollte die FU die Mietforderungen aufrechterhalten, würde dies die Durchführung vergleichbarer Veranstaltungen in Zukunft gefährden. Damit würde die FU dem in ihrem eigenen Selbstverständnis verankerten offiziellen gesellschaftlichen Bildungsauftrag und ihrem Gründungsethos, Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden verpflichtet zu sein, nicht mehr nachkommen. […]
Dies würde einen großen Verlust an kultur- und gesellschaftskritischer Auseinandersetzung an der FU bedeuten und Wissenschaft entgegen den Gründungsgedanken der FU aus ihren gesellschaftlichen Bezügen wieder in den Elfenbeinturm zurück verweisen.
Ein wichtiger Gesichtspunkt der Tagung galt den negativen Auswirkungen neoliberaler Politik auf gesellschaftliche Einrichtungen. Der Verdacht, dass die neue Vorgehensweise der FU auch unter diesem Aspekt zu verstehen ist, sollte vom Präsidium der FU ausgeräumt werden, um der offiziellen Selbstdarstellung ‚daher bleibt die Freie Universität auch im 21. Jahrhundert ihrem Gründungsgedanken treu, indem sie ihn zum Leitfaden ihrer Zukunftsgestaltung macht‘, gerecht zu werden.[…]“
Den in dem Brief angesprochenen Verdacht, dass die FU selbst an der neoliberalen Politik der Ökonomisierung aller Lebensbereiche mitwirkt, hat die Universitätsleitung nicht ausräumen wollen. Sie blieb bei Ihrer Gebührenforderung von rund 6.000 Euro für unseren nächsten Kongress, obwohl wir diesen zwischenzeitlich sogar gemeinsam mit dem AStA der FU und der Fachschaft Psychologie organisieren wollten.
Der Vorstand griff das Angebot des AStA auf, gemeinsam mit der Fachschaft Psychologie den nächsten Kongress durchführen. Die NGfP wollte als Kooperationspartner ihr bisheriges Wissen und Knowhow beisteuern. Doch die Leitung der FU verlangte selbst von AStA und Fachschaft die Gebühren für die Raumnutzung. Das ist ein unerhörtes weiteres Novum in der Geschichte der Universität. Die geplante Zusammenarbeit mit AStA und Fachschaft sollte deutlich machen, dass der Kongress auch ein Bildungsangebot an Studierende der FU ist. Wir müssen konstatieren, dass die Unileitung an von einem kritischen Wissenschaftsverständnis getragenen Bildungsangeboten kein Interesse hat und Sie durch Gebührenforderungen von der Universität fernzuhalten sucht.
Dass der Kongress nun trotzdem zur geplanten Zeit, wenn auch an einem anderen Ort stattfinden kann, verdanken wir der Solidarität der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Wir können der Stiftung an dieser Stelle nur herzlich für ihre großzügige Unterstützung danken. Die Neue Gesellschaft für Psychologie kann mit dieser Unterstützung weiter von einem kritischen, reflektierten Wissenschaftsverständnis getragene Kongresse und Tagungen organisieren, so wie es satzungsgemäß ihre Aufgabe ist.
Wir laden Euch alle zu unserem nächsten Kongress an einem Ort ein, an dem wir willkommen sind.
Der Vorstand der Neuen Gesellschaft für Psychologie
Klaus-Jürgen Bruder, Christoph Bialluch, Jürgen Voges

Der Brief als pdf: NGfP_Mitgliederbrief_Juli2015.pdf

Psychoanalyse/Psychotherapie im gesellschaftlichen Kontext

Wir möchten Sie auf die Veranstaltungsreihe zweier Mitglieder der NGfP aufmerksam machen:

Psychoanalyse/Psychotherapie im gesellschaftlichen Kontext

Vortragsreihe zu einer kritischen Reflexion über die gesellschaftliche Verankerung und Verantwortung von Psychotherapie/Psychoanalyse, über gesellschaftliche Bereiche, die uns als praktizierende Psychotherapeuten tangieren.

Unsere nächsten Vorträge im 1. Halbjahr 2015:

Mittwoch 25.3.2015
PD Dr. Werner Köpp
Gesellschaftliche Aspekte narzisstischer Störungen

Mittwoch 22.4.2015
Anja Röhl
Transgenerationale Weitergabe von Nazi-Erziehung

Mittwoch 6.5.2015
Prof. Dr. Eckart Leiser
Krise und Fortschritt: Die Psychoanalyse in Argentinien

Mittwoch 27.5.2015
Dr. Uwe Langendorf
Psychotherapie mit Migranten. Probleme, Chancen, Risiken

Mittwoch 24.6.2015
Rahel Fink
Die Situation der bosnischen Flüchtlinge in Berlin. Ein Erfahrungsbericht

Ort: Fundus Buchhandlung Knesebeckstr. 20 (nahe Savigny-Platz)

Zeit: 20.15 Uhr

Dr. Almuth Bruder-Bezzel Almuth-Bruder-Bezzel(at)gmx.de und
Dr. Uwe Langendorf uldf(at)gmx.de

Krieg um die Köpfe – Kongress der neuen Gesellschaft für Psychologie vom 5. – 8. März 2015 in Berlin

KudK

Krieg um die Köpfe – Der Diskurs der »Verantwortungsübernahme«

Kongress der neuen Gesellschaft für Psychologie vom 5. – 8. März 2015 in Berlin

Das aktualisierte Programm mit Lageplänen der Räume und organisatorischen Hinweisen auf der letzten Seite finden Sie hier: NGfP_2015_Krieg_um_die Koepfe_Programm_neu.pdf

Den aktuellen Flyer finden Sie hier: NGfP_KudK_Flyer.pdf

Am 7.und 8. März 2014 fand das Symposium der Neuen Gesellschaft für Psychologie zum Thema »Krieg und Frieden« mit knapp 100 Teilnehmenden statt. Es war ein großer Erfolg: neben einem Überblick über verschiedene Teilbereiche haben die Diskussionen zur Vorbereitung der geplanten Tagung 2015 beigetragen und zum Beschluss einer Stellungnahme gegen die Vereinbarung der Bundespsychotherapeutenkammer mit der Bundeswehr zur Behandlung von Soldaten außerhalb der kassenärztlichen Versorgung, die sich in die rechtlichen Vorgaben zur truppenärztlichen Versorgung einpasst, geführt. Der nachfolgende Offene Brief an den Präsidenten der BPtK fand in kürzester Zeit zahlreiche Mitunterzeichner. (Sie können ihn auf unserer Website www.ngfp.de einsehen.)

Wir wollen die 2014 begonnene multiperspektivische Diskussion auf dem anstehenden Kongress im März 2015 fortsetzen. Dazu liegt eine Vielzahl von Beitragsankündigungen vor – in noch größerer thematischer Breite als 2014. Für den Eröffnungsvortrag konnten wir Prof. Dr. Moshe Zuckermann, Tel Aviv, gewinnen, der sich die innere Veränderung einer Gesellschaft im Krieg am Beispiel Israels zum Thema genommen hat.

In sieben Vormittagsveranstaltungen und sieben nach thematischen Schwerpunkten ausgerichteten Panels an den Nachmittagen geht es aus prospektivem wie auch retrospektivem Blickwinkel um die Einstimmung der Bevölkerung auf die scheinbare Notwendigkeit und Unausweichlichkeit der Beteiligung an Kriegen, um mediale Formierungs- und politische Entscheidungsprozesse, um Kriegs- und Leiderfahrungen und deren scheinbare »Verarbeitbarkeit«, um militärstrategisches Kalkül, um völker- und verfassungsrechtliche Normen und deren Verletzbarkeit, um die literarische und philosophische Auseinandersetzung mit den Phänomenen Macht, Gewalt und Krieg und vieles mehr. Psychologie und Psychotherapie, Psychologen und Psychotherapeuten sind in diese Entwicklung einbezogen und die Frage, inwieweit sie ihrem Selbstverständnis nach als relativ autonome Subjekte Kontur gewinnen oder lediglich als Sub-jekte, Unterworfene, den Tendenzen der Macht folgen, ist dringlich.

Das aktualisierte Programm mit Lageplänen der Räume und organisatorischen Hinweisen auf der letzten Seite finden Sie hier: NGfP_2015_Krieg_um_die Koepfe_Programm_neu.pdf

Eine ältere Programmversion finden sie hier: NGfP_2015_Krieg_um_die Koepfe_Programm.pdf

Weiteres zum vergangenen Symposium, unter anderem auch die verschiedene Vortragstexte, finden Sie hier: http://ngfp.de/2014/07/symposium-2014-kongress-2015-zum-thema-krieg-und-frieden/

10. Mitteldeutsche Psychiatrietage 2015

Wir möchten auf die 10. Mitteldeutsche Psychiatrietage 2015 hinweisen:

Homepage:
www.mdp-kongress.de 

Veranstaltungsdatum:
04. – 05. September 2015 in Leipzig

Veranstaltungsort:
KUBUS Leipzig
Permoserstraße 15
04318 Leipzig

Veranstalter:
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Tagungsleitung:
Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl
Prof. Dr. Hubertus Himmerich

Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Universitätsklinikum Leipzig

Abstracteinreichung:
Die Deadline für die Abstracteinreichung endet am 30.04.2015.
Angenommene Abstracts werden als Freie Vorträge oder Poster in das Programm integriert.

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