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Von der Glückssüchtigkeit zur Kriegsbereitschaft

Posted on 8. Januar 2026 By NGfP-Admin

Buch­be­spre­chung: Eine Bilanz der neu­es­ten Mili­ta­ri­sie­rung
von Johan­nes Schil­lo

Sehr gut und unse­rem Selbst­ver­ständ­nis gerecht wer­den­de Vor­stel­lung der Arbei­ten der Neu­en Gesell­schaft für Psy­cho­lo­gie zu Beginn des Tex­tes. Sehr auf­merk­sam die Beob­ach­tung, dass Gauck sei­ne Invek­ti­ve der „Glücks­süch­tig­keit“ vor der soge­nann­ten „Zei­ten­wen­de“ los­ge­tre­ten hat­te, die ja als Abwehr rus­si­scher Aggres­si­on von Anfang an legi­ti­miert wor­den war und immer noch wird.

Es ver­wun­dert einen des­halb, dass der Rezen­sent nicht in der Lage oder bereit ist, die­se Zeit vor der behaup­te­ten Zei­ten­wen­de als Zeit der Vor­be­rei­tung wahr­zu­neh­men. Vor­be­rei­tung nicht nur der Kriegs­trei­ber son­dern auch der Bevöl­ke­rung. Die Bevöl­ke­rung wur­de vor­be­rei­tet in die­ser groß ange­leg­ten Insze­nie­rung einer Pan­de­mie, die nicht nur mit einer nahe­zu voll­stän­di­gen Auf­he­bung demo­kra­ti­scher Regeln arbei­te­te, son­dern damit zugleich im Sinn einer mas­si­ven „Schock­the­ra­pie“ das Ver­hal­ten der Bevöl­ke­rung und ihres Bewusst­seins zu ver­än­dern ver­such­te und auch tat­säch­lich ver­än­der­te, wie es bis­her noch nicht vor­ge­kom­men war. Sie über­stei­gen selbst die Ter­ror­maß­nah­men des Roll­back nach 68. Die Schwä­che der Frie­dens­be­we­gung ist deren unbe­streit­ba­res Ergeb­nis, und zwar Ergeb­nis nicht nur der Anstren­gun­gen des staat­li­chen Ter­rors son­dern deren Sekun­die­rung durch die (alte) Frie­dens­be­we­gung und gro­ße Tei­le der Lin­ken selbst.

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„Von der Glücks­süch­tig­keit zur Kriegs­be­reit­schaft“
Buch­be­spre­chung: Eine Bilanz der neu­es­ten Mili­ta­ri­sie­rung

von Johan­nes Schil­lo

In wel­chem Tem­po und Aus­maß in letz­ter Zeit die Mili­ta­ri­sie­rung der bun­des­deut­schen Gesell­schaft statt­ge­fun­den hat, belegt ein­dring­lich der aktu­el­le Sam­mel­band der „Neu­en Gesell­schaft für Psy­cho­lo­gie“ (NGfP), der auf deren Kon­gress „Krieg und Frie­den“ (2025) zurück­geht. Er zeigt, wie tief das Leit­bild der „Kriegs­tüch­tig­keit“ mitt­ler­wei­le ins Mas­sen­be­wusst­sein, in Cha­rak­ter­struk­tu­ren und in die All­tags-Agen­da der Sub­jek­te einer kapi­ta­lis­ti­schen Kon­kur­renz­ge­sell­schaft ein­ge­gan­gen ist; wobei natür­lich, der Ori­en­tie­rung des Her­aus­ge­ber­krei­ses ent­spre­chend, (tiefen-)psychologische Erklä­rungs­an­sät­ze eine beson­de­re Rol­le spie­len.

Das Buch beschränkt sich aber nicht auf sol­che Ansät­ze oder auf das, was im aka­de­mi­schen Betrieb ange­sagt ist. Zu ihm steht es in Oppo­si­ti­on, wie sich die NGfP ja über­haupt als ein Zusam­men­schluss von Akteur*innen aus Wis­sen­schaft und Pra­xis, aus Psy­cho­lo­gie und Nach­bar­pro­fes­sio­nen ver­steht, deren gemein­sa­mes Ziel gera­de die metho­den- und gesell­schafts­kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit psy­cho­lo­gi­schen The­men ist. Para­dig­ma­tisch zeigt das etwa der Rück­griff auf die Sozi­al­psy­cho­lo­gie Peter Brück­ners, der zur Zeit der 68er-Bewe­gung die auto­ri­tä­ren Struk­tu­ren der post­fa­schis­ti­schen BRD unter die Lupe nahm.

Dem­entspre­chend ist die Band­brei­te der zwei Dut­zend Bei­trä­ge groß, die The­men­stel­lun­gen rei­chen von polit­öko­no­mi­schen Aspek­ten der kriegs­träch­ti­gen US-Hege­mo­nie bis zu den staats­treu­en Mecha­nis­men im hie­si­gen Medi­en- und Kul­tur­be­trieb. Oder von der immer wie­der auf­ge­wor­fe­nen Fra­ge, wie­so kein mas­sen­haf­tes Erschre­cken ange­sichts eines dro­hen­den Atom­kriegs ein­setzt, son­dern Füg­sam­keit oder poli­ti­sche Apa­thie, bis hin zu Über­le­gun­gen, wo die Schwä­chen der Frie­dens­be­we­gung lie­gen und wie sie zu behe­ben wären. Der Unter­ti­tel zum Abschied „von der Glücks­süch­tig­keit“ spielt dabei auf eine For­de­rung von Bun­des­prä­si­dent Gauck aus dem Jahr 2012 an. Bemer­kens­wert, dass die Kla­ge, für unser „glücks­süch­ti­ges“ Gemein­we­sen sei es „schwer zu ertra­gen, dass es wie­der deut­sche Gefal­le­ne gibt“ (S. 7), vor der „Zei­ten­wen­de“ erfolg­te, die ja angeb­lich erst durch die rus­si­sche Inva­si­on in die Ukrai­ne über die BRD gekom­men ist.

So sehen sich die kri­ti­schen sozi­al­psy­cho­lo­gi­schen Über­le­gun­gen der NGfP in ihrer Dia­gno­se bestä­tigt, dass unter den gege­be­nen Herr­schafts- und Aus­beu­tungs­ver­hält­nis­sen ein bestän­di­ger „Krieg gegen das Sub­jekt“ (S. 164) geführt wird, wie der Psy­cho­lo­ge Der­wan­ger in sei­nem Bei­trag „Der Krieg war nie weg“ schreibt. An sol­chen Stel­len wird schla­gend deut­lich, dass das NATO-Nar­ra­tiv, dem­zu­fol­ge sich unse­re euro­päi­sche Frie­dens­ord­nung bloß gegen ein aggres­si­ves Russ­land ver­tei­digt, von dem alle Gewalt aus­geht, ein hoch­ideo­lo­gi­sches Kon­strukt ist.

Eine ein­heit­li­che Theo­rie über die mas­sen­haf­te Ten­denz zum Mit­ma­chen lie­fert der Sam­mel­band jedoch nicht. Schon die ver­schie­de­nen psy­cho­lo­gi­schen Schu­len stim­men hier nicht über­ein. Auf Abwe­ge führt zudem die Ten­denz, den offi­zi­ell ver­ord­ne­ten Men­ta­li­täts­wan­del hin zur „Kriegs­tüch­tig­keit“ in einen Pro­zess ein­zu­ord­nen, der mit der Coro­na-Pan­de­mie beginnt: Der „Krieg gegen das Virus“ habe der Staats­ge­walt als Auf­takt gedient, um einen Unter­ta­nen­geist her­zu­stel­len – ein staats­streich­ar­tig nach gehei­mem „Dreh­buch“ (S. 48) erziel­tes Ergeb­nis, das seit­dem für das neue Russ­land-Feind­bild ver­wer­tet wer­de. Die Bana­li­tät, dass Medi­en gesteu­ert wer­den und dass zur Demo­kra­tie ein Not­stands­recht gehört, wird hier qua­si als Erfin­dung der Pan­de­mie­be­kämp­fer hin­ge­stellt.

Dage­gen lie­fern etwa die Bei­trä­ge der bei­den Nicht-Psy­cho­lo­gen Huis­ken und Mey­en – ohne Rück­griff aufs Unbe­wuss­te – eine brauch­ba­re Grund­la­ge, um die Kon­sti­tu­ti­on des Mas­sen­be­wusst­seins theo­re­tisch zu fas­sen. Der Erzie­hungs­wis­sen­schaft­ler Huis­ken fokus­siert auf die von Staats­füh­rung und Fuß­volk geteil­ten Auf­fas­sun­gen über die Not­wen­dig­keit von Ver­tei­di­gung und die Leis­tungs­fä­hig­keit von Abschre­ckung. Dass die­se Legi­ti­ma­tio­nen einer kri­ti­schen Über­prü­fung nicht stand­hal­ten, weist er nach, besteht aber dar­auf, dass sie ein Ergeb­nis gän­gi­ger poli­ti­scher Urteils­bil­dung sind. Ihre Domi­nanz, die Tat­sa­che, dass eine fast lücken­lo­se Unter­ord­nung der Mei­nungs­bil­dung unter bestimm­te, der Mili­tär­lo­gik ver­pflich­tet Nar­ra­ti­ve statt­fin­det, nimmt der Medi­en­wis­sen­schaft­ler Mey­en ins Visier. Gegen die ver­brei­te­te, gera­de auch für die Feind­bild­pro­duk­ti­on nütz­li­che Idea­li­sie­rung „unse­rer“ Mei­nungs­frei­heit als Gegen­bild zur auto­kra­ti­schen Pra­xis setzt er die medi­en­kri­ti­sche Erkennt­nis, dass die hie­si­ge Öffent­lich­keit eben­falls ein Resul­tat poli­ti­scher For­mie­rung ist: Staat­li­che und öko­no­mi­sche Inter­es­sen benut­zen Medi­en als „Sprach­roh­re der Macht“ (S. 111).

Klaus-Jür­gen Bru­der / Almuth Bru­der-Bez­zel / Ben­ja­min Lem­ke / Con­ny Stah­mer-Wein­an­dy (Hg.), Mili­ta­ri­sie­rung der Gesell­schaft – Von der Glücks­süch­tig­keit zur Kriegs­be­reit­schaft. Hg. im Auf­trag der Neu­en Gesell­schaft für Psy­cho­lo­gie (NGfP). Wien (Pro­me­dia) 2025, 264 S.,ISBN 978–3853715550, 24 €.

Aus­ga­be
1 / 2026 – Die US-Stra­te­gie unter Trump

Johan­nes Schil­lo ist Sozi­al­wis­sen­schaft­ler und Jour­na­list, lan­ge Jah­re als Redak­teur in der außer­schu­li­schen Bil­dung tätig; letz­te Ver­öf­fent­li­chung zusam­men mit N. Wohl­fahrt, „Deut­sche Kriegs­mo­ral auf dem Vor­marsch“, sie­he die Vor­stel­lung im Frie­dens­fo­rum 5/23.

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