Sagen was ist – im Angesicht der Macht

Klaus-Jürgen Bruder

Wie kann das sein: es geht immer so weiter,
obwohl die Begründungen für die drastischen Maßnahmen längst obsolet geworden sind.
Die Kritik an der Unbrauchbarkeit der Tests, an der Unbrauchbarkeit der Masken,
an der Unnötigkeit der Lockdown Maßnahmen wird immer breiter,
immer mehr Wissenschaftler und Experten schließen sich ihr an.
Zuletzt, am 21.07.2021 hat das CDC[2] bestätigt, dass der PCR-Test nicht zwischen SARS und Influenza unterscheiden kann und zieht den Einsatz von PCR-Tests in den USA ab 31. Dezember 2021 zurück. Dieser Test hat mehr wirtschaftlichen Schaden und Leid verursacht als jedes andere medizinische Gerät in der Geschichte……….

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Therapeutische Reinräume: Über das Schweigen der Psychologen

Von Michael Ley und Carl Vierboom

In der gegenwärtigen Krise bleiben die Psychologen auffällig schweigsam. Es gibt einige wenige Psychologen, die sich mit Kritik an der Corona-Statistik zu Wort melden, die auf die schwierige Situation in den Familien aufmerksam machen oder die darüber nachdenken, wodurch die Angst vor dem Virus motiviert sein könnte. Die meisten halten sich mit Stellungnahmen zu Corona aber zurück. Besonders, wenn es um kritische Äußerungen zu einzelnen Maßnahmen der Bundesregierung geht, überlassen sie den Ärzten oder Psychiatern das Wort. Man hat den Eindruck, als wollten sich Psychologen im Angesicht von Corona nicht zu Bekenntnissen hinreißen lassen.
Das überrascht um so mehr, als Psychologen in der Vergangenheit keineswegs unpolitisch waren. Der kritische Blick auf gesellschaftliche und politische Zusammenhänge gehörte einmal zum Selbstverständnis der Psychologen dazu. Es gab eine Zeit, in der sich bestimmte Gruppierungen innerhalb der Psychologie sogar ausdrücklich zu einer „Kritischen Psychologie“ bekannten. Davon abgesehen gibt es kaum ein soziales oder politisches Phänomen, zu dem sich einzelne Psychologen oder ihre Zunft im ganzen nicht geäußert hätten: angefangen bei Fragen zur Erziehung, über die Auswüchse des Städtebaus oder beim Medienkonsum bis hin zur Atomkraft oder zur Lage in den Gefängnissen und Psychiatrien.
Psychologen haben sich nie darauf beschränkt, bloß individuelle Leiden zu therapieren. Sie haben die seelischen Nöte der Menschen immer auch in den Zusammenhang gesellschaftlicher Verhältnisse gerückt und sich berechtigt gesehen, dazu Stellung zu nehmen. Sie haben ihr Recht als Staatsbürger wahrgenommen und sich zu Wort gemeldet. Bei Corona dagegen bleiben die meisten stumm……

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Stellungnahme der NGfP zur Aufgabe kritischer Psychologen und Psychotherapeuten in gesellschaftlichen Krisenzeiten

von Dr. Matthias Rudlof & Cornelia Stahmer-Weinandy im Namen des Vorstandes der NGfP.

Die seit März 2020 währende gesellschaftliche Krise im Zusammenhang mit der politisch-medizinischen Ausrufung eines Pandemiediskurses wirft viele psychologisch-existenzielle Fragen auf, mit denen sich die Bürger*innen konfrontiert sehen: Wem glaube und vertraue ich in dieser Sache? Wie gehe ich mit meinen Ängsten und Sorgen um, und wie mit meinem Ohnmachtsgefühl, meinem Ärger und meiner Wut angesichts der Verstetigung eines Ausnahmezustandes als „neue Normalität“ ohne eine greifbare Perspektive, wo es gesellschaftlich und persönlich hingehen wird?……..

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Biden ohne Gnade: Assange weiter unter US-Todesdrohung in Folterhaft

Von Hannes Sies
Der Vater von Julian Assange, John Shipton, ist derzeit auf einer Tour durch die USA, um für seinen berühmten Sohn die Gnade des US-Üräsidenten zu erwirken, begleitet von einem anderen Sohn, Gabriel Shipton. Bislang zeigt sich Biden gnadenlos in seinem Festhalten an Inhumanität, Rachsucht und Zynismus gegenüber dem Wikileaks-Gründer Julian Assange.
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Rezension zu Patrick Spät: Und, was machst du so?

Buchkritik von Daniela Lobmueh und Hannes Sies

Mit diesem Buch hat sich der Buchautor nicht viel Arbeit gemacht. So eine (laut Untertitel) „Fröhliche Streitschrift gegen den Arbeitsfetisch“ wäre auch absurd als schweißgetränktes Monumentalwerk eines fleißigen Rechercheurs und emsigen Schreibers. Spät fordert mehr Faulheit, mehr kooperatives Arbeiten, weniger Arbeit um der Arbeit Willen -bleibt aber leider auf Stammtischniveau.
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An alle Vorstandsmitglieder der Psychotherapeutenkammer Baden-Württemberg und Redaktionsmitglieder des Newsletters

Martin Wendisch

In Zeiten der politischen Anmaßung und einer zunehmend autoritären Coronapolitik, die jeder seriösen wissenschaftlichen Evidenzgrundlage entbehrt, sehe ich bei vielen Institutionen – so auch bei der Ärztekammer und der Psychotherapeutenkammer – nicht die geringste Tendenz einer kritischen Auseinandersetzung mit dieser Politik. Schlimmstenfalls isoliert und denunziert man sogar noch diejenigen, die sich kritisch auseinandersetzen und von der Politik distanzieren.

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Offener Brief von Martin Wendisch an alle Vorstandsmitglieder der Psychotherapeutenkammer BW

Studierende der FU Berlin fordern in einem offenen Brief einen Debattenraum über die Corona-Politik.

von Ronny Ebel

Der Raum des Sagbaren verengt sich im Zuge der Coronakrise sogar an Universitäten. Die oft nur dürftig begründeten Maßnahmen sollen auch dort möglichst nicht hinterfragt, sondern brav befolgt werden. Da die Hochschulen jedoch seit jeher als Raum des qualifizierten Diskurses gelten, muss es auch und gerade in der Krise möglich sein, unter Wahrung wissenschaftlicher Standards über die Wirksamkeit der Maßnahmen ebenso zu diskutieren wie über deren Schattenseiten. Diese Forderung stellen einige Studenten unterschiedlicher Fachrichtungen nun in einem offenen Brief an das Präsidium der Freien Universität (FU) Berlin.

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die-rebellen
Quelle: Rubikon vom 03.03.2021

Almuth Bruder-Bezzel: Offener Brief an Prof. Hans-Jürgen Wirth

Gegenrede zum Online-Vortrag „Die Corona Pandemie als Herausforderung für Psyche und Gesellschaft. Überlegungen aus Sicht der psychoanalytischen Sozialpsychologie“ im Rahmen der webbasierten Fachveranstaltung der DGPT mit dem Titel „Psychoanalyse in Zeiten von Corona – Dynamik einer Bedrohung in Gesellschaft und Behandlungspraxis“ am 25.9.2020.

Veröffentlicht im Mitgliederrundschreiben der DGPT 3/2020, S.15-25.

Offener Brief an Prof. Hans-Jürgen Wirth

Klaus-Jürgen Bruder: „Partei ergreifen für diejenigen, die keine Stimme haben“

Interview mit Marcus Klöckner, in den Nachdenkseiten vom 19.09.2020

Die Intellektuellen können viel für eine Gesellschaft und die Demokratie leisten – vorausgesetzt, sie ergreifen Partei für die, die keine Stimme haben. Und vorausgesetzt, sie dienen sich nicht den herrschenden Eliten an. Im NachDenkSeiten-Interview rechnet der Psychoanalytiker Klaus-Jürgen Bruder mit den Intellektuellen unserer Zeit ab.
Bruder, der als Vorsitzender der interdisziplinären Neuen Gesellschaft für Psychologie (NGfP) bekannt für seine herrschaftskritische Betrachtung unserer Gesellschaft ist, verdeutlicht: Viele Intellektuelle verstehen sich heute als Sprachrohr des Staates. Sie tragen, so Bruder, „das Selbstbild vor sich her, objektiv, unparteiisch zu berichten, für die Demokratie, gegen Ungerechtigkeit und Gewalt einzutreten“, aber, so Bruder weiter, „Ungerechtigkeit und Gewalt gibt es in den Augen dieser Medienintellektuellen (…) allerdings nur in anderen Ländern, und zwar vornehmlich in solchen, die nicht auf der Liste der Freunde der Bundesrepublik stehen: in Russland, in China, in Syrien, in Venezuela.“ Von Marcus Klöckner.

Interview: KJB_2020_NDS”Partei ergreifen für diejenigen, die keine Stimme haben”