Studierende der FU Berlin fordern in einem offenen Brief einen Debattenraum über die Corona-Politik.

von Ronny Ebel

Der Raum des Sagbaren verengt sich im Zuge der Coronakrise sogar an Universitäten. Die oft nur dürftig begründeten Maßnahmen sollen auch dort möglichst nicht hinterfragt, sondern brav befolgt werden. Da die Hochschulen jedoch seit jeher als Raum des qualifizierten Diskurses gelten, muss es auch und gerade in der Krise möglich sein, unter Wahrung wissenschaftlicher Standards über die Wirksamkeit der Maßnahmen ebenso zu diskutieren wie über deren Schattenseiten. Diese Forderung stellen einige Studenten unterschiedlicher Fachrichtungen nun in einem offenen Brief an das Präsidium der Freien Universität (FU) Berlin.

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die-rebellen
Quelle: Rubikon vom 03.03.2021

Almuth Bruder-Bezzel: Offener Brief an Prof. Hans-Jürgen Wirth

Gegenrede zum Online-Vortrag „Die Corona Pandemie als Herausforderung für Psyche und Gesellschaft. Überlegungen aus Sicht der psychoanalytischen Sozialpsychologie“ im Rahmen der webbasierten Fachveranstaltung der DGPT mit dem Titel „Psychoanalyse in Zeiten von Corona – Dynamik einer Bedrohung in Gesellschaft und Behandlungspraxis“ am 25.9.2020.

Veröffentlicht im Mitgliederrundschreiben der DGPT 3/2020, S.15-25.

Offener Brief an Prof. Hans-Jürgen Wirth

Klaus-Jürgen Bruder: „Partei ergreifen für diejenigen, die keine Stimme haben“

Interview mit Marcus Klöckner, in den Nachdenkseiten vom 19.09.2020

Die Intellektuellen können viel für eine Gesellschaft und die Demokratie leisten – vorausgesetzt, sie ergreifen Partei für die, die keine Stimme haben. Und vorausgesetzt, sie dienen sich nicht den herrschenden Eliten an. Im NachDenkSeiten-Interview rechnet der Psychoanalytiker Klaus-Jürgen Bruder mit den Intellektuellen unserer Zeit ab.
Bruder, der als Vorsitzender der interdisziplinären Neuen Gesellschaft für Psychologie (NGfP) bekannt für seine herrschaftskritische Betrachtung unserer Gesellschaft ist, verdeutlicht: Viele Intellektuelle verstehen sich heute als Sprachrohr des Staates. Sie tragen, so Bruder, „das Selbstbild vor sich her, objektiv, unparteiisch zu berichten, für die Demokratie, gegen Ungerechtigkeit und Gewalt einzutreten“, aber, so Bruder weiter, „Ungerechtigkeit und Gewalt gibt es in den Augen dieser Medienintellektuellen (…) allerdings nur in anderen Ländern, und zwar vornehmlich in solchen, die nicht auf der Liste der Freunde der Bundesrepublik stehen: in Russland, in China, in Syrien, in Venezuela.“ Von Marcus Klöckner.

Interview: KJB_2020_NDS”Partei ergreifen für diejenigen, die keine Stimme haben”

Bericht an die Akademie

Bericht eines Psychoanalytikers über seinen Krankenhausaufenthalt, der ein Licht auf das innere Getriebe der Gesundheitswirtschaft wirft.

Der Autor ist Psychoanalytiker, Mitglied der Neuen Gesellschaft für Psychologie.
Er überläßt uns ein höchstpersönliches Dokument zur Verwendung und Weiterleitung.
Wir danken ihm für seine Großzügigkeit und sein Vertrauen
Er schreibt uns: „Mein Erleben ist keine Ausnahme, aber ich habe die Kraft, ihm Worte zu verleihen.
Es kann daher für viel sprachloses Leid stehen, das alltäglich ist.“

Download: Bericht an die Akademie_Krankenhausbericht eines Kollegen als Patienten

Analyse des Corona-Krisenmanagements (internes Papier aus dem BMI)

Die wichtigsten Punkte aus der Zusammenfassung:

Durch den neuen Virus bestand vermutlich zu keinem Zeitpunkt eine über das Normalmaß hinausgehende Gefahr für die Bevölkerung.
Der (völlig zweckfreie) Kollateralschaden der Coronakrise ist zwischenzeitlich gigantisch.
Ein großer Teil dieses Schadens wird sich sogar erst in der näheren und ferneren Zukunft manifestieren.

Es wird dringend empfohlen, sie kurzfristig vollständig aufzuheben, um Schaden von der Bevölkerung abzuwenden – insbesondere unnötige zusätzliche Todesfälle – , und um die möglicherweise prekär werdende Lage bei den Kritischen Infrastrukturen zu stabilisieren.
Ein Vorwurf könnte lauten: Der Staat hat sich in der Coronakrise als einer der größten fake-news-Produzenten erwiesen.)

https://www.ichbinanderermeinung.de/Dokument93.pdf

Schutzimpfung

“Die parlamentarische Opposition wiederum wird bestraft, weil sie über Wochen das Opponieren einstellte und zum Nickdackel der Regierung wurde. Die aktuellen Proteste sind so gesehen die Schutzimpfung der Demokratie gegen die Ein-Positionen-Herrschaft. Es sticht und schmerzt – aber hilft hoffentlich.”

Quelle: Steingarts Morning Briefing” https://www.gaborsteingart.com/morning-briefing/

Die Corona-Welle reiten 02: G Suite for Education

von Ralf Lankau

Das erzwungene Schließen der Schulen wegen der Corona-Pandemie drei Wochen vor Ostern und die damit verbundene Verlagerung der Kommunikation zwischen Lehrerinnen, Lehrern und Schülern auf digitale Kanäle führt zu seltsamen Auswüchsen. Eine Privatschule ordnet den Umgang mit personenbezogenen Daten der Schülerinnen und Schüler ganz den Anforderungen von Google unter. Wer Kinder in der Schule hat, sollte solche Nutzungsbedingungen nicht unterschreiben und einen Schulwechsel erwägen.

Weiterlesen und Quelle: https://futur-iii.de/2020/04/08/die-corona-welle-reiten-02-g-suite-for-education/

Soforthilfe für die von der Corona-Pandemie besonders betroffenen Gesellschaften und Mitgliedsländer der Europäischen Union! Aufruf der Initiative für ein egalitäres Europa / 6.4.2020

In Italien, Spanien und Frankreich sind mehrere zehntausend Menschen schwer am Corona-Virus erkrankt. Ihr Überleben ist von einer gut ausgestatteten Krankenhausversorgung mit ausreichenden intensivmedizinischen Einrichtungen abhängig.

Das Gesundheits- und Krankenhauswesen dieser Länder wurde während und nach der Euro-Krise massiv eingeschränkt. Es ist infolgedessen nicht mehr in der Lage, diesen schwer erkrankten Menschen angemessen beizustehen.

Wir fordern deshalb die leitenden Instanzen der Europäischen Union, der Eurozone und die Regierungen ihrer weniger betroffenen Länder Deutschland, Niederlande und Österreich sowie des De Facto-Mitgliedslands Schweiz auf, diesen Menschen und dem um ihr Überleben kämpfenden Beschäftigten der italienischen, spanischen und französischen Krankenhäuser beizustehen.

Wir fordern:

(1) die Mobilisierung aller geeigneten Transportkapazitäten, damit die schwerkranken Patientinnen und Patienten aus Italien, Spanien und Frankreich in die Akutkrankenhäuser der weniger betroffenen Länder der EU verlegt und dort behandelt werden

(2) die Bereitstellung eines zinslosen Notfallkredits durch die Europäische Investitionsbank im Umfang von jeweils 25 Milliarden Euro an die betroffenen drei Länder sowie die ebenfalls stark bedrohten Länder Griechenland und Portugal, damit sie die Versorgung der Pandemiekranken und die Ausstattung des Gesundheitspersonals mit den erforderlichen Ausrüstungen hochfahren können

(3) die sofortige Auflösung der Flüchtlingslager in Griechenland und die Verteilung der Asylbewerber auf die von der Pandemie weniger betroffenen EU-Länder

(4) die Streichung der Staatsverschuldung dieser fünf Länder um mindestens zwei Drittel, damit sie ihr öffentliches Gesundheitswesen wieder aufbauen und die Folgen des wirtschaftlichen Lockdowns überwinden können.

Im Interesse der betroffenen Kranken und der besonders bedrohten Insassen der Flüchtlingslager und Pflegeheime muss dringend und großzügig gehandelt werden. Wenn dies nicht geschieht, werden Tausende sterben, obwohl ihnen hätte geholfen werden können. Dies wäre dann auch das Ende des europäischen Integrationsprozesses.

Nichthandeln bedeutet unterlassene Hilfeleistung. Solidarität rettet Menschenleben! Die Unterzeichnenden sehen diese Forderungen nach humanitärer Soforthilfe nur als den ersten Schritt hin zu weltweiter Solidarität.

Erstunterzeichner:

Michael Backmund (München), Rolf Becker (Hamburg), Frank Borris (Bremen), Petra Gerschner (München),Rüdiger Hachtmann (Berlin), Hannes Hofbauer (Wien), Andrea Komlosy (Wien),Thomas Kuczynski (Berlin), Jennifer Kujack (Berlin),Norbert Meder (Köln), Erhard Neckermann (Lichtenfels), Karl Heinz Roth (Bremen), Florian Schmaltz (Berlin), Peter Thaesler (Hamburg), Konstantin Wecker (München).

Zum Aufruf: https://coronakrise-europa.net/

Das schweigende Gesundheitsministerium: Wie in Frankreich eine effektive Therapie gegen Covid-19 unterdrückt wird.

Hinter Italien und Spanien gehört Frankreich mit zur Zeit fast 9.000 Todesfällen mit Covid-19-Zusammenhang zu den am stärksten vom neuen Coronavirus getroffenen Ländern Europas. Frankreich ist jedoch auch das Land, in dem die Studien mit dem ursprünglichen Malariamittel „Chloroquin“ als Therapeutikum gegen Covid-19 am weitesten sind. Lobby- und Wirtschaftsinteressen der Pharmaindustrie verhindern jedoch bis dato eine Anerkennung dieses preiswerten Therapieansatzes, wie Pierre Blanchaud exklusiv für die NachDenkSeiten zu berichten weiß.

Quelle: https://www.nachdenkseiten.de/?p=60005